Datenanalyse Getreide/Ölsaaten                                        USDA / EU / Deutschland

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Stand: USDA-Datenbank (10. Juni 2022)

Die zweite Schätzung des USDA (US-amerikanisches Agrarministerium) vom 10. Juni 2022 brachte nicht allzu viel Neues gegenüber dem Vormonat.

Insgesamt 2.153 Mio.t Getreide erwarten die Schätzer. Das sind zwar 30 Mio.t weniger als im Vorjahr, dennoch würden bei einem solchen Ergebnis die Welt-Endbestände lediglich um rund 13 Mio.t auf 603 Mio.t nachgeben. Bei den Ölsaaten sind die Erwartungen hingegen sehr optimistisch. Einer Ernte von 647 Mio.t soll ein Verbrauch von 627 Mio.t gegenüberstehen. Damit wäre die Ölsaatenbilanz deutlich im Plus, die Bestände würden auf 120 Mio.t wachsen. 

Basis der Schätzung ist weiter die Annahme, dass die Ölsaatenflächen der Welt angesichts der Höchstpreise deutlich zulegen werden. Bei Soja erwartet man ein Flächenplus von knapp 5 Mio.ha, bei Raps immerhin plus 1,5 Mio.ha. Um minus 3 Mio.ha abwärts geht es dagegen bei Sonnenblumen, die bislang bekanntlich vorwiegend am Schwarzen Meer aufgewachsen sind. Auch Mais, Weizen und Gerste sollen laut der ersten Schätzung des USDA an Fläche verlieren.

Angesichts des andauernden Krieges in der Ukraine bleibt zu hoffen, dass diese frühe optimistische Einschätzung des USDA im Gegensatz zu manchen Vorjahren auch Bestand hat.


© Werner Schmid, LEL Schwäbisch Gmünd

Download: USDA Analyse (Power point, ca. 7 MB)

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