Stand: USDA-Datenbank (12. August 2026)
In der vierten Einschätzung des Erntejahres 2026/27 durch das US-amerikanischen Agrarministerium (USDA) gibt es sowohl bei der Getreide- als auch der Ölsaatenernte nur marginale Änderungen zum Vormonat. Schwächere Prognosen in einigen Regionen werden weltweit durch höhere Ernteeinschätzung andernorts ausgeglichen. Die Getreidefläche wird mit 562,2 Mio.ha (Vj.: 564,3) gegenüber dem Vorjahr als leicht rückläufig gesehen, während die Ölsaatenfläche auf den höchsten bisher bekannten Wert von 319,9 Mio.ha (Vj.: 313,4) anwachsen soll. V.a. die Weizen- und Maisanbauflächen sind rückläufig, während auf Seiten der Ölsaaten Soja auf 146,6 Mio. ha (+ 2,7%), Raps auf 45,9 Mio.ha (+ 4,1%) und Sonnenblumen auf 32,7 Mio.ha (+ 8,6%) zulegen sollen.
Bei Weizen haben die Schätzer für 2026/27 ihre Erwartungen gegenüber dem Vormonat auf 819,3 Mio.t (- 0,7 Mio.t) leicht zurückgenommen, das sind rund 24 Mio.t weniger als im kürzlich abgeschlossenen Jahr 2025/26. Nach einem deutlich überschüssigen Bilanzergebnis würde damit eine defizitäre Weizenbilanz folgen. Auch die Maisernte soll mit 1.298,9 Mio.t um gut 30 Mio.t kleiner ausfallen als im Vorjahr. Mit der Folge, dass die Endbestände um 24,2 Mio.t auf 274,7 Mio.t zurückgehen würden. Lediglich bei Gerste, welcher eine Flächenausdehnung auf 46,3 Mio.ha (+ 4,3%) zugesprochen wird, soll es mit 157,1 Mio.t etwas mehr geben als im Vormonat geschätzt und als im Vorjahr. Die Gerstenbilanz würde sich damit leicht im Plus zeigen. In Summe wurden in der Augustschätzung die Erwartungen bei Getreide mit 2412,3 Mio.t gegenüber dem Vormonat marginal angehoben (+ 0,4 Mio.t). Deutliche Abwärtskorrekturen bei der Ernte der EU-27 sowie leicht rückläufige Zahlen in den USA und Brasilien konnten durch bessere Ernteeinschätzungen in Kanada, der Ukraine und Russland kompensiert werden.
Bei den Ölsaaten soll insbesondere die Sojafläche auf rund 146,6 Mio.ha zulegen, getragen von Ausweitungen in Argentinien, Brasilien und den USA. Mit 442,3 Mio.t würde damit eine Sojaernte der Superlative eingefahren. Da aber auch der Verbrauch mitwachsen soll erwarten die Schätzer eine marginal negative Bilanz. Auch bei Raps, dessen Fläche weltweit ebenfalls deutlich anwächst, wird eine neue Ernte der Superlative mit 98,3 Mio.t (+ 0,7 Mio.t zum Vormonat) erwartet. Vergleichbares gilt für die Sonnenblumenernte, die auf 62,6 Mio.t taxiert wird. Beide Bilanzen zeigen sich im Gegensatz zu Soja marginal im Plus.
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© Werner Schmid, w.schmid-markt@gmx.de, LEL Schwäbisch Gmünd


