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Datenanalyse Getreide/Ölsaaten                                        USDA / EU / Deutschland

Darstellung der USDA Getreidebilanz



Stand: USDA-Datenbank (09. April 2026) 

Auch die aktuelle Einschätzung des US-amerikanischen Agrarministeriums (USDA) bestätigt: Sowohl die Getreideernte als auch die Ölsaatenernte im Wirtschaftsjahr 2025/26 präsentieren sich als Ernten der Superlative. Nie zuvor konnten auf der Welt mehr Getreide bzw. Ölsaaten eingebracht werden. Allerdings kann der Begriff „Superlative“ auch auf der Verbrauchsseite zur Anwendung gebracht werden. Nie zuvor wurden so viel Getreide bzw. Ölsaaten zur Befriedigung des Bedarfs benötigt wie im Wirtschaftsjahr 2025/26.
Die Getreideernte taxieren die Schätzer in der Aprilschätzung auf den höchsten Stand im Verlauf des Getreidejahres 2025/26 mit 2.442 Mio.t.. Das liegt mit einem Plus von rund 7 Mio.t erneut oberhalb der Vormonatsschätzung. Mehr Getreide soll in der EU-27, Indien, Russland und Argentinien geerntet worden sein. Mit 844,2 Mio.t zeigt sich dabei die Weizenbilanz mit einem Bestandsplus von 24,0 Mio.t deutlich positiv, die Endbestände sollen bei 283,1 Mio.t liegen. Mais hingegen weist trotz eines Spitzenergebnisses von 1.301 Mio.t weiter eine marginal defizitäre Bilanz auf (-1,5 auf 294,8 Mio.t). Die Gerstenbilanz wird mit einer Ernteschätzung von 154,8 Mio.t wiederholt leicht im Plus gesehen (Bestände: +2,4 auf 21,1 Mio.t).
Die Ölsaatenernte 2025/26 sieht das USDA in seiner Aprilschätzung erneut optimistischer. Die Welt erwartet hier mit einer Spitzenernte von rund 698,2 Mio.t (+ 0,7 gegenüber März) den höchsten Wert, der jemals geschätzt wurde. Der Bilanzüberschuss begrenzt sich allerdings auf ein Plus von + 2,7 Mio.t. Zum 30.06.2026 stünden damit die Bestände mit 145,9 Mio.t über Vorjahresniveau (143,2). Leicht höher eingeschätzte Ernten in Russland, der EU-27 und Indien führten zu der Einschätzung.
Fazit zur 11. Einschätzung der Bilanz 2025/26 im April 2025 durch das USDA: Entgegen den Entwicklungstrends in den Vorjahren wurden die Erntebilanzen, insbesondere bei Getreide, aber auch den Ölsaaten, im laufenden Wirtschaftsjahr mehrfach angehoben. Hatte das USDA in seiner ersten Schätzung der Getreideernte 2025/26 im Mai 2025 noch eine Getreideernte von 2.358 Mio.t erwartet, so liegt die Aprilschätzung mit 2.442 Mio.t um +84 Mio.t darüber. Gleiches, wenn auch etwas abgemildert, gilt für die Ölsaaten. Das Plus der Kurse und Preise aufgrund der Irankrise in den zurückliegenden Wochen ist bei Getreide nahezu schon wieder Geschichte. Hier wirkt offenbar die gute Weltversorgung stark bremsend. Ölsaaten allerdings konnten den schon vor derIrankrise zu beobachtenden Aufwärtstrend nochmals deutlich aus bauen und verharren derzeit auf erhöhtem Niveau. Mit Spannung erwarten die Marktteilnehmer die kommende Schätzung im Mai, in welcher erstmals Zahlen zur Ernte 2026/27 veröffentlicht werden. 

Download:  2025_04_09_USDA_Analyse.pptx (Power point, ca. 12 MB)

© Werner Schmid, w.schmid-markt@gmx.de, LEL Schwäbisch Gmünd

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