Stand: USDA-Datenbank (10. März 2026)
Nach Einschätzung des US-amerikanischen Agrarministeriums (USDA) präsentieren sich sowohl die Getreideernte im Wirtschaftsjahr
2025/26 als auch die Ölsaatenernte als Ernten der Superlative. Nie zuvor konnten auf der Welt mehr Getreide bzw. Ölsaaten
eingebracht werden. Allerdings kann man den Begriff „Superlative“ auch auf der Verbrauchsseite anwenden. Nie zuvor wurden so
viel Getreide bzw. Ölsaaten zur Befriedigung des Bedarfs benötigt wie im Wirtschaftsjahr 2025/26.
Die Getreideernte taxieren die Schätzer in der Märzschätzung auf 2.435 Mio.t und liegen damit rund 3,0 Mio.t oberhalb der
Februarschätzung. Mehr Getreide erwartet man in Brasilien (147,1 Mio.t; + 2,5) und der Ukraine (61,0; + 2,3). Eine leichte
Abwärtskorrektur um minus 1,0 Mio.t auf 89,1 Mio.t wurde hingegen für Argentinien genannt. Mit rund 842,1 Mio.t zeigt sich dabei
die Weizenbilanz weiter mit einem Bestandsplus von knapp 17,3 Mio.t deutlich positiv, die Endbestände sollen bei 277,0 Mio.t liegen.
Mais hingegen weist trotz eines Spitzenergebnisses von 1.297 Mio.t weiter eine leicht defizitäre Bilanz auf (-3,1 auf 292,7 Mio.t).
Die Gerstenbilanz wird mit einer Ernteschätzung von 154,3 Mio.t vergleichbar zu Weizen leicht im Plus gesehen (Bestände: +2,6 auf
21,3 Mio.t).
Die Ölsaatenernte 2025/26 sieht das USDA in seiner Märzschätzung erneut leicht optimistischer. Die Welt erwartet hier mit
einer Spitzenernte von rund 697,5 Mio.t (+ 1,8 gegenüber Februar) den höchsten Wert, der jemals geschätzt wurde. Der
Bilanzüberschuss begrenzt sich allerdings auf ein Plus von + 4,4 Mio.t. Zum 30.06.2026 stünden damit die Bestände mit 146,6
Mio.t über Vorjahresniveau (142,2). Das PLUS gegenüber dem Februar geht vor allem auf das Konto der Sonnenblumenernte, die um +
2,1 auf 54,1 Mio.t angehoben wurde. Höhere Ernten in Argentinien (+ 1,5 auf 7,0 Mio.t), in der Ukraine (+ 0,5 auf 11,0 Mio.t) und in
Kasachstan (+ 0,1 auf 2,5 Mio.t) sind die Ursache. Ein PLUS wird auch der Rapsernte auf 95,5 Mio.t (+ 0,5) zugeschrieben, da die Ernte in
Australien mit 7.7 Mio.t (+ 0,5) besser ausfallen soll. Soja hingegen wurde um 1,0 Mio.t auf rund 427,2 Mio.t nach unten korrigiert.
Fazit zur 10. Einschätzung der Bilanz 2025/26 im März 2025 durch das USDA: Entgegen den Entwicklungstrends in den Vorjahren
wurden die Erntebilanzen, insbesondere bei Getreide, aber auch den Ölsaaten, im laufenden Wirtschaftsjahr mehrfach angehoben. Hatte
das USDA in seiner ersten Schätzung der Getreideernte 2025/26 im Mai 2025 noch eine Getreideernte von 2.358 Mio.t erwartet, so liegt
die Märzschätzung mit 2.435 Mio.t um +77 Mio.t darüber. Gleiches, wenn auch etwas abgemildert, gilt für die
Ölsaaten. Dennoch konnten die Kurse und Preise in den zurückliegenden Wochen zulegen. Allerdings scheint der Weg nach oben, trotz
der prekären weltpolitischen Lage, Grenzen nach oben zu sehen.
Download: 2025_03_10_USDA_Analyse.pptx (Power point, ca. 12 MB)
© Werner Schmid, w.schmid-markt@gmx.de, LEL Schwäbisch Gmünd












