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Marktlage Tierischer Bereich

Marktblick KW 05/26 und Marktlage (Newsletter) vom November 2025


Milchproduktenpreise in Baden-Württemberg

Milchmarkt stark unter Druck

Der deutsche Milchmarkt ist weiter geprägt von einer ungewöhnlich hohen Milchanlieferung. Im November wurde ein Plus von 7,5 % im Vergleich zum Vorjahr beobachtet. Im Januar ist der Abstand zum Vorjahresniveau etwas geringer geworden, dennoch übersteigt die Milchanlieferung deutlich das Vorjahresniveau mit einem Plus von 5,7 %. Die Ursachen sind in den stabilen Milchkuhbeständen, in der guten und ausreichenden Futtergrundlage, im milden Sommer und in der verzögerten Abkalbungen durch die Blauzungenkrankheit zu suchen. 
Die Rohstoffpreise gaben daraufhin Mitte Januar weiter nach. Die Eiweißseite verzeichnet einen weiteren Rückgang. Rahm kostet zuletzt 3,1 €/FE, was 5,5 € weniger gegenüber dem Vorjahr ist. Blockbutter war vor Weihnachten auch durch den geringen Preis im LEH von 0,99 €/250 g-Päckchen stark nachgefragt. Die Nachfrage wurde im Januar ruhiger was erneut zu einem schwächeren Butterpreis von 4,10 €/kg führte. 
Käse zeigt sich bei einem geringen Preis und reger Nachfrage stabil. An den Pulvermärkten zeigt sich Molkenpulver stabil, während Magermilchpulver leicht fester tendiert. 
Die Erzeugerpreise für konventionelle Milch in Baden-Württemberg haben im August mit 53,4 ct/kg ihren Höhepunkt erreicht. Seither sind die Preise kontinuierlich gefallen. Im Dezember war der Auszahlungspreis bereits bei 45,67 ct/kg. Im Norden und Osten Deutschlands wird schon unter 40 ct/kg ausbezahlt. Experten erwarten auch im Süden weitere Preisabschläge. Wann das Tal erreicht ist, ist leider noch nicht abzuschätzen. 
Die Entwicklung des Milchmarktes zum Jahresbeginn sind erschreckend. Die Milchmenge übersteigt in Deutschland und weltweit das Niveau des Vorjahres. Dieses hohe Milchaufkommen bringt den Markt und die Preise unter Druck. Ein klitzekleiner Lichtblick ist der leicht anziehende Spotmarkt um 4,9 ct/kg auf 17,4 ct/kg, wenn man sich bei unter 20 ct traut von einem solchen zu sprechen. Bleibt zu hoffen, dass im Jahr 2025 Reserven aufgebaut werden konnten um die schweren Zeiten zu überstehen. 

© Dr. Stefanie Vogt,   LEL Schwäbisch Gmünd
www.agrarmaerkte-bw.de

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