Das tatsächliche Anbaupotential für Äpfel in Höhe von 250.000 Tonnen wurde am Bodensee zuletzt 2014 erreicht. In den Jahren 2007 und 2011 wurden sogar Rekordernten von 300.000 bis 310.000 t erreicht. Die vergangenen beiden Jahre waren jedoch von Mindererträgen gekennzeichnet. Ursache für schwächere Ernten waren und sind ungünstige Witterungsbedingungen. Auch führen schwache Marktpreise, wie beispielsweise von 1998 bis 2001, zu weniger Neuanpflanzungen.
Für das Jahr 2017 wiederum wird ein dramatischer Rückgang der Apfelernte vorausgesagt. Während es europaweit infolge von Spätfrösten, Hagel und Trockenheit zu Ernteeinbußen von 20 % kommen soll, muss am Bodensee mit besonders starken Schäden von rund 65 % gerechnet werden. Insbesondere Plantagen mit Äpfeln der Jonagold-Gruppe verzeichnen oftmals Totalverluste, später blühende Gala-Äpfel hingegen wurden vom Frost weitestgehend verschont.