• Welche Angebote zu Sozialer Landwirtschaft gibt es bisher in Baden-Württemberg?
  • Warum entscheiden sich landwirtschaftliche Familien und Unternehmen dafür, Soziale Landwirtschaft anzubieten?
  • Was sind Erfolgsfaktoren? Welche Hindernisse/Stolpersteine gibt es bei der Umsetzung?
  • Welchen Unterstützungsbedarf sehen Sie?

Soziale Landwirtschaft in Baden-Württemberg - Studie im Auftrag des MLR 

Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg (MLR) hat eine Studie  „Soziale Landwirtschaft in Baden-Württemberg“ beauftragt  und bittet um Mitwirkung an einer Expertenbefragung.


Einladung zur Teilnahme an der Studie (Prof. Seibert (Fa. ART) )

Soziale Landwirtschaft in Baden-Württemberg - Stand, Perspektiven, Unterstützungsbedarf  

 Soziale Landwirtschaft - worum geht es?

„Soziale Landwirtschaft“ beschreibt die Verbindung von landwirtschaftlicher Erwerbstätigkeit mit dem Angebot sozialer Dienstleistungen in einem Betrieb bzw. einer bäuerlichen Familie. Die Leistungen reichen vom Kindergarten auf einem Bauernhof über Wohnangebote für Jugendliche oder Senioren, der Möglichkeit zur Mitarbeit im Betrieb bis zur (therapeutischen) Betreuung von Personen mit spezifischem Hilfebedarf. Gut organisiert kann sich aus dieser Kombination ein Win-Win-Situation ergeben: Viele Nutzer schätzen das Leben in kleinen Gruppen und den engen sozialen Kontakt, die Nähe zur Natur, den Umgang mit Tieren oder die Möglichkeit zu einer sinnstiftenden Mitwirkung bei betrieblichen Abläufen. Und den landwirtschaftlichen Familien öffnet sich eine Chance zu einer dauerhaften – aber auch anspruchsvollen – Einkommenskombination.

Wie stehen angesichts des wachsenden Bedarfs an Betreuungsangeboten die Chancen für landwirtschaftliche Familien, sich an diesem „Markt“ zu beteiligen? Welche persönlichen und betrieblichen Voraussetzungen sind zu erfüllen? Welche Partner werden gebraucht? Welche Risiken sind zu bedenken?

Auftaktveranstaltung für eine Studie

Um solche Fragen drehte sich am 16. Oktober ein Workshop in der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau in Weinsberg. Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz hatte dazu Landwirte*innen mit Erfahrungen in sozialer Landwirtschaft, aber auch Vertreter*innen aus Beratung und Verwaltung eingeladen. Der Workshop bildete den Auftakt zur Studie „Soziale Landwirtschaft in Baden-Württemberg“, mit der die Forschungsgruppe Agrar- und Regionalentwicklung Triesdorf im Kontext der Evaluation des baden württembergischen ELER-Programms beauftragt wurde. Anlass für die Studie ist zunächst, den aktuellen Stand von sozialer Landwirtschaft detaillierter zu erfassen. Anschließend geht es darum, aus der Analyse praktischer Fälle Erfolgs- und Risikofaktoren zu identifizieren und durch Interviews mit allen in diesem Segment engagierten Institutionen Erkenntnisse abzuleiten, die für die künftige Gestaltung von Beratungs-, Qualifizierungs- und Förderangeboten von Bedeutung sein könnten. Im Vordergrund stehen dabei die Förderung der Inklusion und die Unterstützung der Unternehmensentwicklung im ländlichen Raum.

Einladung zur Teilnahme an der Studie

Alle Landwirte*innen, die bereits soziale Dienstleistungen anbieten oder sich mit dem Gedanken tragen, in die soziale Landwirtschaft einzusteigen, werden herzlich eingeladen, sich an der Studie zu beteiligen. Die Empfehlungen für die Gestaltung künftiger Förderangebote sind stichhaltiger, wenn sie sich auf die Beiträge und Erfahrungen vieler „Fachleute“ stützen können.  Scheuen Sie sich deshalb nicht, unverbindlich Kontakt mit der Forschungsgruppe aufzunehmen. Frau Jessica Maurer ist gerne bereit, weiterführende Informationen zu geben (maurer@fg-art.de, Tel.: 09826 333178).

 

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