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Marktlage Pflanzlicher Bereich

Getreide Feld; Bild R. Müller LEL

Marktblick KW 47/23 und Marktlage vom 31.09.2023

KW 47/23

 

Ölschrote wieder teurer

Die Versorgung mit Ölsaaten und -schroten sowie mit Pflanzenölen wurde vom US-amerikanischen Agrarministerium (USDA) in der Novemberschätzung weiterhin als gut gezeichnet. Gegenüber Oktober wurden die Erwartungen gar wieder leicht angehoben. Sojabohnen soll es 400,4 Mio.t geben, der Verbrauch in 2023/24 wird auf 383,7 Mio.t geschätzt. Damit würden die Soja-Endbestände zum 30.06.24 um 14 auf 114,5 Mio.t anwachsen. Anders bei Raps. Da zeigt sich die Bilanz leicht defizitär. Einer Erzeugung von 85,6 Mio.t steht ein Verbrauch von 85,7 Mio.t gegenüber, die Bestände zum Wirtschaftsjahresende am 30.06.24 würden auf 6,5 Mio.t zurückfallen. Als gut ausgeglichen wird die Sonnenblumenbilanz eingeschätzt (Erzeugung: 57,0 Mio.t; Verbrauch 56,8 Mio.t). 
Für Europa wurde die Sojaerzeugung erneut nach oben korrigiert. Laut Vereinigung DonauSoja wurde 2023 mit 11,9 Mio.t eine um 2 Mio.t größere Ernte gedroschen als im Vorjahr. Auch die Ölsaatenerzeugung in der EU-27 liegt mit 32,5 Mio.t über Vorjahr (31,4). 19,8 Mio.t Raps, 10 Mio.t Sonnenblumen und 2,7 Mio.t Sojabohnen nannte die EU-Kommission im Oktober. Trotz der guten Ernte in der EU-27 und Europa - die Kurse und Preise für Schrote, Öle und Saaten orientieren sich stark am Weltmarktgeschehen. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die EU-27 jährlich netto rund 78 bis 80 Mio.t an Ölsaaten (3 Mio.t) & Öle (25 Mio.t) & Schrote (50 Mio.t) verbraucht und mit einem Selbstversorgungsgrad um 45 % in diesem Sektor außerordentlich stark auf Importe angewiesen ist.
Bewegt wurden Markt und Preise in den zurückliegenden Wochen vor allem von Nachrichten über Trockenheit in Südamerika, damit verbunden regional erhebliche Verzögerungen der Aussaat. Als Reaktion kauft China verstärkt in den USA ein, was die Exportzahlen und damit auch die Kurse im Sojakomplex, sowohl der Bohnen, insbesondere aber des Schrots, Richtung Norden schickte. Zwar konnte ein leicht erstarkter Euro (1,09 US-Dollar je Euro) einige Prozentpunkte abfedern, aber am Ende wurde Sojaschrot in Europa doch merklich teurer.
Im November wurde ein Erzeugereinkaufspreis für 43/44 er Sojaschrot bei 62,50 €/dt für Baden-Württemberg genannt, 48er HP-Schrot kostete 65,- €/dt, GVO-freier Schrot 67,50 €/dt. Rapsschrot lag bei 35,50 €/dt. 

©Werner Schmid, LEL Schwäbisch Gmünd
www.agrarmaerkte-bw.de

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