Aktuelle Ferkelnotierung

Ferkel

Aktuelle Marktlage

Am Ferkelmarkt hat sich die Nachfrage bei einem knappen Angebot weiter belebt. Demzufolge ziehen die Preise in dieser Woche mit rund 5 € auch stärker an. Im europäischen Umfeld geht der Preisanstieg ebenfalls kräftig weiter.

Am Schlachtschweinmarkt hat der schneller als erwartete Abbau der Überhänge zu einem kräftigen Preisanstieg geführt. Auch in der laufenden Woche bleiben Schweine gesucht. Vom Fleischmarkt kommen infolge des Frühlingsintermezzos ebenfalls positive Impulse. Entsprechend dürfte sich der Preistrend in der laufenden Woche fortsetzen.

Der Vereinigungspreis für Schlachtschweine für den Zeitraum vom 25.02. bis 03.03.2021 beträgt 1,30 (+0,09) €/Indexpunkt bzw. kg SG.

Region Hohenlohe
und Oberschwaben 

Erzielte Ø-Preise der Vorwoche
22.02. - 26.02.2021

Notierung

vom 01.03.2021

Spanne Ø
Preis 200er Gruppe 35 € - 42 € 36,50 € + 5,00 €
Ferkel im Handelsabsatz 23.801 Stück

Die Preise beziehen sich auf ein Ferkel mit 25 kg in einer Gruppe mit ca. 200 Tieren, einheitlicher Genetik, einheitlichem Gewicht, mit QS-Status, ab Hof, nicht kastriert, ohne Impfungen und ohne Mehrwertsteuer.

Ferkelpartien im ausgeglichenen biologischen Geschlechtsverhältnis erhalten beim Verkauf einen Zuschlag von 2 €/Ferkel, wenn die männlichen Ferkel ab dem 01.01.2021 nach den Vorgaben des deutschen Tierschutzgesetzes kastriert wurden. Der Zuschlag gilt für Babyferkel ab der Kalenderwoche 5, für 25 kg-Ferkel ab der Kalenderwoche 10.

Der Zuschlag für Mehrgewicht beträgt je nach Vermarktungsunternehmen ca. 1 €/kg. Die angegebene Preisspanne bezieht sich auf die Minimum- und Maximumpreise der einzelnen Vermarkter.

Nächste Notierung: 01.02.2021

Ferkelpreis aktuell
Ferkelpreis 3 Jahre
Ferkelpreis 10 Jahre
Ferkel 2019

Marktlage (31.01.2021)

Geprägt vom Geschehen am Schlachtschweinemarkt ist der Ferkelmarkt 2020 in vier großen Schritten, die in der Summe einen Preisabschlag von 60 € pro 25 kg-Ferkel bedeuteten, bis auf 23,20 €/Ferkel in KW 48 zusammengebrochen. Die Vermarktung gestaltet sich über Wochen äußerst schwierig, da Mastplätze verzögert frei werden und Mäster auf Grund der schlechten Preise auch nicht mehr einstallten. Nicht in direkter Zuordnung befindlichen Partien ließen sich oft gar nicht vermarkten und gingen vermehrt in die Schlachtung. Inzwischen dreht sich die Situation am Ferkelmarkt zusehends. Gezogen vom europäischen Umfeld konnten die Ferkelpreise gegenüber dem Tiefststand im Dezember bereits wieder um 4 €/Ferkel zulegen. Für die nächste Woche sind weitere 2 € Aufschlag zu erwarten. Ursachen sind die das stark zurückgehende innerdeutsche Angebot, aber auch rückläufige Importe niederländischer und dänischer Ferkel. Beide Länder profitieren derzeit von steigenden Preisen und entsprechender Nachfrage nach Ferkeln aus Spanien und Polen. Innerhalb Deutschlands ist derzeit ein deutliches Nord-Süd-Gefälle zu beobachten; während der Norden anzieht tut sich der süddeutsche, insbesondere bayerische Ferkelhandel schwer, die höheren Preise umzusetzen. Angesichts der gestiegenen Getreidepreise drohen manche Mäster offen mit dem Verkauf des Getreides statt der Aufstallung von Ferkeln.





Stellungnahme zu den möglichen Auswirkungen des Verbots der betäubungslosen Ferkelkastration ab 2019

Nach den Vorgaben des Tierschutzgesetzes ist ab dem 1. Januar 2019 die betäubungslose Ferkelkastration in Deutschland verboten. Im Rahmen einer Folgenabschätzung untersuchten im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden- Württemberg die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft, die Landesanstalt für Schweinezucht in Boxberg sowie die Landesanstalt für Entwicklung der Landwirtschaft und der ländlichen Räume in Schwäbisch Gmünd die Auswirkungen des Verbots der betäubungslosen Ferkelkastration auf die Wettbewerbsfähigkeit der Schweinefleischerzeugung in Süddeutschland einschließlich der Vermarktung und auf die Strukturen in der Ferkelerzeugung.

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