Aktuelle Ferkelnotierung

Ferkel

Am Ferkelmarkt ziehen die Notierungen saisonal europaweit an. Dadurch fließen weniger niederländische und dänische Ferkel nach Deutschland. Hierzulande leidet der Ferkelmarkt nach wie vor unter dem Rückstau bei den Schweinen, dennoch ziehen auch bei uns die Ferkel langsam an.

Am deutschen Schlachtschweinemarkt liegt der Überhang nach den Feiertagen bei knapp über 1 Mio. Schweinen. Mit abnehmendem Angebot wird für die nächsten Wochen je nach Corona-Einschränkungen in den Schlachthöfen ein zügiger Abbau erwartet. Der Fleischabsatz könnte dann bei anhaltendem Lockdown zum beschränkenden Faktor werden. Vorerst verbleibten die Schweinepreise auf dem bestehenden Niveu.

Der Vereinigungspreis für Schlachtschweine für den Zeitraum vom 14.01. bis 20.01.2021 beträgt 1,19 (±0,0) €/Indexpunkt bzw. kg SG.

Region Hohenlohe
und Oberschwaben 

Erzielte Ø-Preise der Vorwoche
11.01. - 15.01.2021

Notierung

vom 18.01.2021

Spanne Ø
Preis 200er Gruppe 21 € - 29 € 25,10 € + 1 €
Ferkel im Handelsabsatz 22.461 Stück

Die Preise beziehen sich auf ein Ferkel mit 25 kg in einer Gruppe mit ca. 200 Tieren, einheitlicher Genetik, einheitlichem Gewicht, mit QS-Status, ab Hof, nicht kastriert, ohne Impfungen und ohne Mehrwertsteuer.

Ferkelpartien im ausgeglichenen biologischen Geschlechtsverhältnis erhalten beim Verkauf einen Zuschlag von 2 €/Ferkel, wenn die männlichen Ferkel ab dem 01.01.2021 nach den Vorgaben des deutschen Tierschutzgesetzes kastriert wurden. Der Zuschlag gilt für Babyferkel ab der Kalenderwoche 5, für 25 kg-Ferkel ab der Kalenderwoche 10.

Der Zuschlag für Mehrgewicht beträgt je nach Vermarktungsunternehmen ca. 1 €/kg. Die angegebene Preisspanne bezieht sich auf die Minimum- und Maximumpreise der einzelnen Vermarkter.

Nächste Notierung: 18.01.2021

Ferkelpreis aktuell
Ferkelpreis 3 Jahre
Ferkelpreis 10 Jahre
Ferkel 2019

Marktlage (30.11.2020)

Geprägt vom Geschehen am Schlachtschweinemarkt ist der Ferkelmarkt seit Jahresanfang in vier großen Schritten, die in der Summe einen Preisabschlag von 60 € pro 25 kg-Ferkel bedeuteten, bis auf 23,20 €/Ferkel in KW 48 zusammengebrochen. Die Vermarktung gestaltet sich seit Wochen sehr schwierig, da Mastplätze verzögert frei werden und Mäster auf Grund der schlechten Preise auch nicht mehr einstallen. Nicht in direkter Zuordnung befindlichen Partien lassen sich oft gar nicht vermarkten und gehen auch in die Schlachtung. Am Ferkelmarkt wird 2020 als das Jahr in die Geschichte eingehen, in dem die höchsten und nahezu niedrigsten Ferkelpreise der letzten 35 Jahre bezahlt wurden. War es 1993 die Klassische Schweinepest in Deutschland die die Ferkelpreise in Süddeutschland bis auf umgerechnet 18 €/Ferkel abstürzen ließen, so brachte die Schweinepest in den Niederlanden 1997 kurzzeitig Ferkelpreise von 84 € für die hiesigen Landwirte.

Stellungnahme zu den möglichen Auswirkungen des Verbots der betäubungslosen Ferkelkastration ab 2019

Nach den Vorgaben des Tierschutzgesetzes ist ab dem 1. Januar 2019 die betäubungslose Ferkelkastration in Deutschland verboten. Im Rahmen einer Folgenabschätzung untersuchten im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden- Württemberg die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft, die Landesanstalt für Schweinezucht in Boxberg sowie die Landesanstalt für Entwicklung der Landwirtschaft und der ländlichen Räume in Schwäbisch Gmünd die Auswirkungen des Verbots der betäubungslosen Ferkelkastration auf die Wettbewerbsfähigkeit der Schweinefleischerzeugung in Süddeutschland einschließlich der Vermarktung und auf die Strukturen in der Ferkelerzeugung.

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