Aktuelle Ferkelnotierung

Ferkel

Aktuelle Marktlage



Am Ferkelmarkt wird die Einstallbereitschaft der Mäster von der schwierigen Lage am Schlachtschweinemarkt ausgebremst. Aufgrund des gleichzeitig weiter zurückgehenden Ferkelangebots werden deutschlandweit mehrheitlich unveränderten Ferkelpreisen erwartet. In den EU-Ländern führte ein im Verhältnis zur Nachfrage nicht allzu umfangreiches Angebot in der letzten Woche zu überwiegend festeren Ferkelpreisen.


Am Schlachtschweinemarkt halten sich Überhänge in Grenzen, so dass sich der VEZG-Preis zuletzt unverändert bei 1,23 €/kg SG behaupten konnte. Allerdings üben die führenden Schlachtunternehmen durch ihren gesenkten Hauspreis auf 1,17 €/kg SG großen Druck auf die Notierung aus. Der Personalmangel in den Schlachtbetrieben sowie der schwache Fleischmarkt bereiten große Probleme. Auch die Entwicklung der Corona-Pandemie belasten den Markt und drückt auf die Stimmung der Marktteilnehmer. 



Der Vereinigungspreis für Schlachtschweine für den Zeitraum vom  13.01.2022 bis 19.01.2021 beträgt 1,23 € ( ±0,00 €) pro Indexpunkt bzw. kg SG.

Region Hohenlohe
und Oberschwaben 

Erzielte Ø-Preise der Vorwoche
10.01. - 14.01.2022

Notierung

vom 17.01.2022

Spanne Ø Veränderung
Preis 200er Gruppe 24 € - 29 € 26,10 € unverändert
Ferkel im Handelsabsatz 22.829 Stück

Die Preise beziehen sich auf ein Ferkel mit 25 kg in einer Gruppe mit ca. 200 Tieren, einheitlicher Genetik, einheitlichem Gewicht, mit QS-Status, ab Hof, nicht kastriert, ohne Impfungen und ohne Mehrwertsteuer.

Ferkelpartien im ausgeglichenen biologischen Geschlechtsverhältnis erhalten beim Verkauf einen Zuschlag von 2 €/Ferkel, wenn die männlichen Ferkel nach den Vorgaben des deutschen Tierschutzgesetzes kastriert wurden. 

Der Zuschlag für Mehrgewicht beträgt je nach Vermarktungsunternehmen ca. 1 €/kg. Die angegebene Preisspanne bezieht sich auf die Minimum- und Maximumpreise der einzelnen Vermarkter.

Nächste Notierung: 24.01.2022

Ferkelpreis aktuell
Ferkelpreis 3 Jahre
Ferkelpreis 10 Jahre
Ferkel 2019

Marktlage (30.09.2021)

Am Ferkelmarkt war das erste Quartal von einer lebhaften Nachfrage und einem nicht ausreichenden Angebot geprägt. Ursachen waren zum einen das stark zurückgehende innerdeutsche Angebot und zum anderen rückläufige Importe niederländischer und dänischer Ferkel. War die Stimmung der Mäster bis Mitte Februar noch zurückhaltend, so hat sich mit dem Anstieg der Schweinepreise im März auch die Nachfrage nach Ferkeln sprunghaft erhöht. Anfang Mai hat die Euphorie mit der Schwäche der Schweinepreise deutlich nachgelassen. Hinzu kamen die saisonal bedingte schwächere Nachfrage und die Verunsicherung der Mäster im Zuge der ersten ASP-Fälle in Hausschweinebeständen. Derzeit verläuft die Vermarktung der Ferkel äußerst zäh. Angesichts der niedrigen Schlachtschweinepreise, der Ernte- und Bestellarbeiten, der vielerorts unbefriedigenden Getreideernte sowie aufgrund der hohen Futterkosten, ist die Zurückhaltung der Mäster groß. Da viele Mastställe leer bleiben, können trotz der niedrigen Ferkelpreise nicht für alle Partien Abnehmer gefunden werden. Auch im Rest der EU steht der Ferkelmarkt unter Druck. Dadurch drängen dänische und niederländische, aber auch norddeutsche Ferkel verstärkt auf die lokalen Märkte und verschärfen die schwierige Lage der heimischen Ferkelerzeugung. Die existentielle Preismisere lässt viele Ferkelerzeuger an die Aufgabe des Betriebszweigs denken. Bei anhalten der Krise muss mit einem massiven Strukturbruch gerechnet werden. Inzwischen bestehen berechtigte Befürchtungen, dass die zukünftige Versorgung mit regionalen Ferkeln in vielen Teilen Deutschlands nicht mehr gesichert ist. Dies ist jedoch die Voraussetzung für regionale und herkunftsbezogene Qualitätsprogramme. Ein erstes positives Signal für die deutschen Ferkelerzeuger kam kürzlich aus dem Lebensmitteleinzelhandel. Die erste Lebensmitteleinzelhandelskette hat nun angekündigt, das konventionelle Fleischsortiment bis Sommer 2022 überwiegend auf „5xD“ (Geburt, Aufzucht, Mast, Schlachtung und Zerlegung/Verarbeitung in Deutschland) umzustellen. Wenn auch andere Handelsketten auf diesen Zug aufspringen, könnte das der heimischen Ferkelerzeugung wieder eine Perspektive bieten. Die Aktuelle Ferkelnotierung fiel angesichts der geringen Einstallbereitschaft der Mäster von 54,70 € in der ersten Juniwoche bis auf 22 €/25-kg-Ferkel in der letzten Septemberwoche. Der Preis für Bioferkel lag im August bei 151 €/Ferkel.

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