Aktuelle Ferkelnotierung

Ferkel

Aktuelle Marktlage



Am süddeutschen Ferkelmarkt finden die Ferkelpartien mit fester Zuordnung ihren Absatz, während sich die freien Ferkelpartien nur mit Mühe vermarkten lassen. Im Nordwesten dagegen hat sich durch das gestiegene Einstallinteresse seitens der Mäster der Ferkelmarkt etwas entspannt. Deutschlandweit zeigen die Ferkelpreise eine stabile Preistendenz.


Am Schlachtschweinemarkt konnten zuletzt wieder mehr Schweine geschlachtet werden, so dass die Lebendvermarktung meist reibungslos verlief. In Bayern dagegen führen die Corona-bedingten Kapazitätseinschränkungen zu Überhängen. Die Hoffnung auf festere Preise im Zuge der flotteren Fleischgeschäfte hat sich  aufgrund der Verschärfung der Corona-Maßnahmen  weitgehend zerschlagen. Im Fleischhandel kam es zu zahlreichen Abbestellungen. Entsprechend stagniert der VEZG-Preis weiter bei 1,20 €/kg SG.



Der Vereinigungspreis für Schlachtschweine für den Zeitraum vom 02.12. bis 08.12.2021 beträgt 1,20 € ( ±0,00 €) pro Indexpunkt bzw. kg SG.

Region Hohenlohe
und Oberschwaben 

Erzielte Ø-Preise der Vorwoche
29.11. - 03.12.2021

Notierung

vom 06.12.2021

Spanne Ø Veränderung
Preis 200er Gruppe 20 € - 25 € 22,00 € unverändert
Ferkel im Handelsabsatz 21.253 Stück

Die Preise beziehen sich auf ein Ferkel mit 25 kg in einer Gruppe mit ca. 200 Tieren, einheitlicher Genetik, einheitlichem Gewicht, mit QS-Status, ab Hof, nicht kastriert, ohne Impfungen und ohne Mehrwertsteuer.

Ferkelpartien im ausgeglichenen biologischen Geschlechtsverhältnis erhalten beim Verkauf einen Zuschlag von 2 €/Ferkel, wenn die männlichen Ferkel nach den Vorgaben des deutschen Tierschutzgesetzes kastriert wurden. 

Der Zuschlag für Mehrgewicht beträgt je nach Vermarktungsunternehmen ca. 1 €/kg. Die angegebene Preisspanne bezieht sich auf die Minimum- und Maximumpreise der einzelnen Vermarkter.

Nächste Notierung: 13.12.2021

Ferkelpreis aktuell
Ferkelpreis 3 Jahre
Ferkelpreis 10 Jahre
Ferkel 2019

Marktlage (30.09.2021)

Am Ferkelmarkt war das erste Quartal von einer lebhaften Nachfrage und einem nicht ausreichenden Angebot geprägt. Ursachen waren zum einen das stark zurückgehende innerdeutsche Angebot und zum anderen rückläufige Importe niederländischer und dänischer Ferkel. War die Stimmung der Mäster bis Mitte Februar noch zurückhaltend, so hat sich mit dem Anstieg der Schweinepreise im März auch die Nachfrage nach Ferkeln sprunghaft erhöht. Anfang Mai hat die Euphorie mit der Schwäche der Schweinepreise deutlich nachgelassen. Hinzu kamen die saisonal bedingte schwächere Nachfrage und die Verunsicherung der Mäster im Zuge der ersten ASP-Fälle in Hausschweinebeständen. Derzeit verläuft die Vermarktung der Ferkel äußerst zäh. Angesichts der niedrigen Schlachtschweinepreise, der Ernte- und Bestellarbeiten, der vielerorts unbefriedigenden Getreideernte sowie aufgrund der hohen Futterkosten, ist die Zurückhaltung der Mäster groß. Da viele Mastställe leer bleiben, können trotz der niedrigen Ferkelpreise nicht für alle Partien Abnehmer gefunden werden. Auch im Rest der EU steht der Ferkelmarkt unter Druck. Dadurch drängen dänische und niederländische, aber auch norddeutsche Ferkel verstärkt auf die lokalen Märkte und verschärfen die schwierige Lage der heimischen Ferkelerzeugung. Die existentielle Preismisere lässt viele Ferkelerzeuger an die Aufgabe des Betriebszweigs denken. Bei anhalten der Krise muss mit einem massiven Strukturbruch gerechnet werden. Inzwischen bestehen berechtigte Befürchtungen, dass die zukünftige Versorgung mit regionalen Ferkeln in vielen Teilen Deutschlands nicht mehr gesichert ist. Dies ist jedoch die Voraussetzung für regionale und herkunftsbezogene Qualitätsprogramme. Ein erstes positives Signal für die deutschen Ferkelerzeuger kam kürzlich aus dem Lebensmitteleinzelhandel. Die erste Lebensmitteleinzelhandelskette hat nun angekündigt, das konventionelle Fleischsortiment bis Sommer 2022 überwiegend auf „5xD“ (Geburt, Aufzucht, Mast, Schlachtung und Zerlegung/Verarbeitung in Deutschland) umzustellen. Wenn auch andere Handelsketten auf diesen Zug aufspringen, könnte das der heimischen Ferkelerzeugung wieder eine Perspektive bieten. Die Aktuelle Ferkelnotierung fiel angesichts der geringen Einstallbereitschaft der Mäster von 54,70 € in der ersten Juniwoche bis auf 22 €/25-kg-Ferkel in der letzten Septemberwoche. Der Preis für Bioferkel lag im August bei 151 €/Ferkel.

 

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