Aktuelle Ferkelnotierung

Ferkel

Aktuelle Marktlage



Am Ferkelmarkt halten sich Angebot und Nachfrage die Waage. Für eine anziehende Ferkelnachfrage sind weitere positive Preissignale vom Schweinemarkt notwendig. Die Marktbeteiligten rechnen mit einer weiter ausgeglichenen Marktlage und stabilen Ferkelpreisen in den kommenden Wochen.



Am Schlachtschweinemarkt stehen sich Angebot und Nachfrage relativ ausgeglichen gegenüber. Die Viehzählungsergebnisse lassen erwarten, dass das Schlachtschweineangebot in den nächsten Monaten weiter abnimmt. Aber auch der Fleischabsatz bleibt trotz Werbeaktionen hinter den Erwartungen zurück. Die deutsche Leitnotierung tendierte bei 1,85 EUR/kg SG unverändert. Wie sich der ASP-Fall im Emsland mit dem bundesweit dichtesten Viehbestand auf den Schweinemarkt in Deutschland auswirken wird, bleibt abzuwarten. 



Der Vereinigungspreis für Schlachtschweine für den Zeitraum vom  30.06.2022 bis 06.07.2022 beträgt 1,85 € (±0 €) pro Indexpunkt bzw. kg SG.

Region Hohenlohe
und Oberschwaben 

Erzielte Ø-Preise der Vorwoche
27.06.22. - 01.07.2022

Notierung

vom 04.07.2022

Spanne Ø Veränderung
Preis 200er Gruppe 41 € - 48 € 44,60 € unverändert
Ferkel im Handelsabsatz 23.227 Stück

Die Preise beziehen sich auf ein Ferkel mit 25 kg in einer Gruppe mit ca. 200 Tieren, einheitlicher Genetik, einheitlichem Gewicht, mit QS-Status, ab Hof, nicht kastriert, ohne Impfungen und ohne Mehrwertsteuer.

Ferkelpartien im ausgeglichenen biologischen Geschlechtsverhältnis erhalten beim Verkauf einen Zuschlag von 2 €/Ferkel, wenn die männlichen Ferkel nach den Vorgaben des deutschen Tierschutzgesetzes kastriert wurden. 

Der Zuschlag für Mehrgewicht beträgt je nach Vermarktungsunternehmen ca. 1 €/kg. Die angegebene Preisspanne bezieht sich auf die Minimum- und Maximumpreise der einzelnen Vermarkter.

Nächste Notierung: 11.07.2022

Ferkelpreis aktuell
Ferkelpreis 3 Jahre
Ferkelpreis 10 Jahre

Marktlage (31.05.2022)

Am Ferkelmarkt führt die existenzbedrohende Lage dazu, dass sich der drastische Strukturbruch der letzten zwei Jahre in der Sauenhaltung weiter fortsetzt. Zum Jahresbeginn kam der Ferkelhandel lange nicht in Schwung und die Aktuelle Ferkelnotierung stagnierte in den ersten Februarwochen bei rund 25 €/25-kg-Ferkel. Mit dem Preisanstieg bei den Schlachtschweinen kam es dann in KW 08 auch bei den Ferkeln zu einer Belebung des Handels und die Ferkelpreise konnten zwei Mal in Folge um je +13 € angehoben werden. Im April gab es dann keinen Spielraum mehr für weitere Preisanhebungen, so dass der Ferkelpreis sechs Wochen bis zur ersten Maiwoche bei 62 €/kg Ferkel verharrte. Zudem drängten verstärkt günstigere Ferkel aus Dänemark und den Niederlanden auf den deutschen Markt, deren Absatz nach Spanien aufgrund des Futtermangels unter Druck steht. In KW 19 mussten nach dem zurückgenommenen Schlachtschweinepreis schließlich auch die Ferkelpreise um 15 € nach unten korrigiert werden, denn das Einstallinteresse der Mäster hat nach dem negativen Preissignal und den enorm hohen Produktionskosten erheblich nachgelassen. Immer mehr Mäster, die auf Zukauffutter angewiesen sind, lassen ihre Ställe wegen der hohen Futterkosten leer stehen. Die Vermarktung von Ferkeln bereitet daher aktuelle große Schwierigkeiten. Ferkel ohne feste Mästerzuordnung sind so gut wie unverkäuflich. Selbst nach der neuen Ernte ist ungewiss, inwiefern das Einstallinteresse der Mäster wieder steigt. Bei den aktuell hohen Getreidepreisen ist davon auszugehen, dass sich einige Mäster eher für den Verkauf ihres Getreides entscheiden als Schweine mit ungewisser Gewinnperspektive zu mästen.

Aktuell notieren Ferkel bei 42,20 €/25-kg-Ferkel. Bei vollkostendeckenden Erzeugerpreisen von 80 bis 90 €/Ferkel (Abt. 2, LEL) wird die katastrophale wirtschaftliche Lage wohl viele weitere Betriebe die Existenz kosten. Bio-Ferkel wären derzeit ausreichend vorhanden, die Mäster stallen zum Teil aber nur reduziert ein. Der baden-württembergische Preis 

 

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