Datenanalyse Getreide/Ölsaaten - USDA / EU / Deutschland

Hier finden Sie eine ausführliche Datenanalyse der Getreide- und Ölsaatenmärkte.

Darstellung der USDA Getreidebilanz



Stand: USDA-Datenbank (12. Mai 2026) 

In der ersten Einschätzung des Erntejahres 2026/27 durch das US-amerikanischen Agrarministerium (USDA) deuten die Zahlen einen Trend in Richtung Ölsaaten an. Sowohl die Weizen- als auch die Maisfläche werden als leicht rückläufig eingeschätzt, während Soja, Raps und Sonnenblume deutlich zulegen sollen. Entsprechend präsentieren sich die geschätzten Erntemengen.
Bei Weizen erwarten die Schätzer für 2026/27 eine Ernte von 819,1 Mio.t, das sind knapp 25 Mio.t weniger als im aktuellen Jahr 2025/26. Nach einem deutlich überschüssigen Bilanzergebnis würde damit ein leicht defizitäre Weizenbilanz folgen. Auch die Maisernte soll mit 1.295,4 Mio.t um rund 17 Mio.t kleiner ausfallen. Mit der Folge, dass die Endbestände um knapp 20 Mio.t auf 277,5 Mio.t zurückgehen sollen. Lediglich Gerste soll es mit 155 Mio.t etwas mehr geben, nachdem die Fläche hier leicht ausgedehnt wurde. Die Gerstenbilanz würde sich damit gerade als ausgeglichen zeigen.
Bei den Ölsaaten soll insbesondere die Sojafläche auf rund 146,5 Mio.ha erneut deutlich zulegen. Mit 441,5 Mio.t würde damit eine Sojaernte der Superlative eingefahren. Da auch der Verbrauch deutlich wachsen soll erwarten die Schätzer allerdings lediglich eine knapp ausgeglichene Bilanz. Auch bei Raps, dessen Fläche ebenfalls deutlich anwächst, wird eine neue Ernte der Superlative mit 96,9 Mio.t erwartet. Vergleichbares gilt für die Sonnenblumenernte, die auf 61,8 Mio.t taxiert wird. Beide Bilanzen zeigen sich ähnlich wie bei Soja lediglich knapp ausgeglichen.
Fazit zur 1. Einschätzung des künftigen Erntejahres 2026/27 im Mai 2026 durch das USDA: Getreide wird es im Trend weniger geben, die Bilanzen zeigen sich überwiegend defizitär. Die Ölsaaten hingegen sollen zulegen. Getragen durch die aktuellen Preistrends zeigen sich Ölsaaten derzeit ökonomisch im Vorteil. Allerdings gilt zu beachten: Die erste Einschätzung steht noch auf tönernen Füßen, das Erntejahr 2026/27 startet erst zum 01.Juli 2026. Insofern zeigen die Zahlen erste Trends, sind jedoch noch wenig belastbar.

Download:  2025_05_12_USDA_Analyse.pptx (Power point, ca. 12 MB)

© Werner Schmid, w.schmid-markt@gmx.de, LEL Schwäbisch Gmünd

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