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Datenanalyse Getreide/Ölsaaten                                        USDA / EU / Deutschland

Darstellung der USDA Getreidebilanz



Stand: USDA-Datenbank (12. Januar 2026) 

Im Januar hat das US-amerikanische Agrarministerium (USDA) seine Schätzung der Getreideernte zum Wirtschaftsjahr 2025/26 gegenüber Dezember nochmals deutlich angehoben. Im Wirtschaftsjahr, das am 01. Juli 2025 begonnen hat, soll es mit 2.433 Mio.t eine Getreideernte der Superlative geben. Das Plus der aktuellen Schätzung gegenüber dem Vormonat liegt bei knapp 19,2 Mio.t. Die Bestände zum 30.06.2026 sollen mit einem Plus von 16,7 Mio.t mit 600,1 Mio.t erstmals wieder die 600er-Marke knacken (Vj.: 583,4). Die Hauptgründe für die erneut höhere Einschätzung sind eine Anhebung der Ernten in den USA um +7,0 auf 501,8 Mio.t, Chinas um +6,3 auf 450,3 Mio.t, Russlands um +3,6 auf 128,6 Mio.t, Argentiniens um +3,5 auf 89,3 Mio.t und Brasiliens um +0,3 auf 145,6 Mio.t. Mit rund 842,2 Mio.t zeigt sich dabei die Weizenbilanz mit einem Bestandsplus von knapp 18,3 Mio.t deutlich positiv, die Endbestände wachsen auf 278,3 Mio.t an. Mais hingegen weist trotz eines Spitzenergebnisses von 1.296 Mio.t eine leicht defizitäre Bilanz auf (-3,8 auf 290,9 Mio.t). Die Gerstenbilanz wird mit einer Ernte von 153,7 Mio.t vergleichbar zu Weizen leicht im Plus gesehen (Bestände: +2,3 auf 21,0 Mio.t).
Die Ölsaatenernte 2025/26 sieht das USDA in seiner Januarschätzung erneut optimistischer. Die Welt erwartet auch hier eine Spitzenernte von rund 693,1 Mio.t. Der Bilanzüberschuss begrenzt sich allerdings auf ein Plus von + 3,4 Mio.t. Zum 30.06.2026 stünden damit die Bestände mit 145,1 Mio.t über Vorjahresniveau (141,7). Im Detail zeigt sich dabei die Sojabilanz mit einer Ernte von 425,7 Mio.t knapp (+1,0), die Rapsbilanz mit einer Spitzenernte von 95,2 Mio.t (+ 2,4) etwas stärker im Plus. Sonnenblumen soll es nach der Januarschätzung mit 52,1 Mio.t ebenfalls etwas mehr geben als noch im Vormonat angenommen. Die Bilanz zeigt sich hier knapp ausgeglichen.
Fazit zur 8. Einschätzung der Bilanz 2025/26 im Dezember 2025 durch das USDA: Entgegen den Entwicklungstrends in den Vorjahren wurden die Erntebilanzen, v.a. bei Getreide, im laufenden Wirtschaftsjahr fortlaufend angehoben. Hatte das USDA in seiner ersten Schätzung der Getreideernte 2025/26 im Mai 2025 noch eine Erntemenge von 2.358 Mio.t erwartet, so liegt die Januarschätzung mit 2.433 Mio.t um +75 Mio.t darüber. Diese außerordentlich gute Einschätzung der Ernte und damit der Versorgung spiegelt sich im Markt in der Begrenzung der Preise wieder.

Download:  2025_01_12_USDA_Analyse.pptx (Power point, ca. 12 MB)

© Werner Schmid, LEL Schwäbisch Gmünd

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