Obstanbau

Obst

Obsterzeugung

An erster Stelle bei der Obsterzeugung in Baden-Württemberg liegt eindeutig der Apfel. Bei den jährichen Ernten sind typische Schwankungen (Alternanz) zu beobachten. Davon ist besonders der Streuobstanbau betroffen. Diese werden noch durch Blütenfröste (1981, 1991, 2017) verstärkt. Demgegenüber schwanken die Ernten bei Marktäpfeln aufgrund von Kulturmaßnahmen nicht so stark.
Bei der Marktapfelerzeugung stiegen seit 1988 durch Dichtpflanzungen und Flächenausdehnungen die Erntemengen, der übrige Apfel- bzw. Streuobstanbau stagniert dagegen.
Flächenmäßig stehen Äpfel im Baumobstanbau mit einem Anteil von zwei Drittel der Gesamtfläche an oberster Stelle. Danach folgen Süßkirschen, Pflaumen und Zwetschgen, Birnen, Sauerkirschen sowie das übrige Baumobst.
Zum übrigen Baumobst zählen insbesondere Mirabellen und Renekloden, Walnüsse, Aprikosen/Marillen, Pfirsiche und Quitten.
 

Streuobst- und Hausgartenbau

Zusätzlich zur Marktproduktion hat der Streuobst- und Hausgartenanbau in Baden-Württemberg eine traditionell große Bedeutung. In guten Jahren kann hier dieselbe Menge Äpfel produziert werden wie im Marktobstanbau. Ein Großteil der Streuobsternte wird zu Fruchtsaft und Apfelmost verarbeitet.
Ein kleinerer Teil findet aber auch als Tafelobst Verwendung. Im Herbst führt das im Einzelhandel regelmäßig zu einer nachlassenden Nachfrage nach Äpfeln.
Mehr Informationen im Kapitel "Obst" der Beratungsunterlagen "Agrarmärkte".

Anzahl der Betriebe mit Baumobstanbau

Zu den Marktproduzenten zählen zurzeit 4.003 Betriebe mit einer Baumobstfläche ab 0,5 ha. Das bedeutet, dass jeder zweite Obstbaubetrieb Deutschlands in Baden-Württemberg angesiedelt ist. Aufgrund des Strukturwandels ist die Zahl der Betriebe seit Jahrzehnten rückläufig, während die Anbaufläche in den letzten 5 Jahren tendenziell eher zugenommen hat.
In der Rheinebene befanden sich im Jahr 2017 die meisten Marktproduzenten für Baumobst, obwohl die Anbaufläche insgesamt kleiner als am Bodensee ausfällt.
Grund hierfür ist, dass die Betriebsgröße in der Rheinebene mit durchschnittlich nur 2,8 ha besonders gering ausfällt. Dort wird Obstanbau noch hauptsächlich im Nebenerwerb betrieben, während am Bodensee deutlich größere Betriebe zu finden sind.
Mit durchschnittlich 8 ha werden am Bodensee größere Flächen bewirtschaftet als im Bundesdurchschnitt.

Anbau

In der wichtigsten Obstanbauregion am Bodensee sind der Baumobsterhebung 2017 zufolge 85 % der Obstanbauflächen mit Apfelbäumen bepflanzt.
Steinobst wie Kirschen und Pflaumen wird hingegen hauptsächlich in der südlichen Rheinebene angebaut.
Betrachtet man die Anbaufläche von Baumobst nach Landkreisen, so hat der Bodenseekreis einen hohen Anteil von 75 %, danach folgen Ravensburg mit 15 % und Konstanz mit 10 %.

Anbauflächen nach Regionen in BW

Anbaufläche nach Bodenseelandkreisen

Anbau nach Obstarten in BW 

Betriebsgrößen im Baumobstanbau in BW

Anbau nach Obstarten am Bodensee

Betriebe mit Baumobstanbau in BW

Birnenproduktion in Deutschland

Birnenproduktion in der EU

Kernobst 2019
Beerenobst 2019
Streuobst 2019
 

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