Rinder laufen durch den Schnee

Marktlage Tierischer Bereich

Marktblick KW 07/26 und Marktlage (Newsletter) vom Januar 26

Schlachtrinderpreise in BW

Preisabschläge am Rindermarkt

Zum Jahreswechsel und in den ersten Januartagen präsentierte sich der Rindfleischmarkt nochmals sehr fest. Die Nachfrage aus Handel und Verarbeitung zog nach den Feiertagen spürbar an, während das Angebot an Schlachtrindern begrenzt blieb. Entsprechend konnte das hohe Preisniveau, insbesondere bei Jungbullen, zunächst verteidigt und teils nochmals gefestigt werden. In der KW 04 lagen im Südwesten die Jungbullenpreise bei 7,39 €/kg SG (E-P), dem höchsten Preis der in der amtlichen Preisfeststellung je erzielt wurde. Regional weiteten sich die Unterschiede zwischen Nord- und Süddeutschland wieder aus, wobei im Süden eine höhere Kaufbereitschaft der Abnehmer zu beobachten war. Auch weibliche Schlachtrinder waren zu Jahresbeginn gut gefragt, das Angebot blieb überschaubar. Im weiteren Verlauf des Januars beruhigte sich die Marktlage jedoch zunehmend. Angebot und Nachfrage glichen sich stärker an, gleichzeitig ließ die Kaufbereitschaft auf Seiten des Lebensmitteleinzelhandels nach. Die hohen Preisniveaus bremsten die Nachfrage der Verbraucher, was sich dämpfend auf die Vermarktung von Rindfleisch auswirkte. In der Folge agieren die Schlachtunternehmen vorsichtiger, die Aufnahmebereitschaft hat spürbar nachgelassen.

Aktuell zeigt sich der Schlachtrindermarkt insgesamt ruhig. Ein weiterhin begrenztes Schlachtviehangebot trifft derzeit auf eine spürbar verhaltene Nachfrage nach Schlachtrindern. Sowohl bei weiblichen Tieren als auch – noch ausgeprägter – bei Jungbullen zeigt sich eine abgekühlte Kaufbereitschaft der Schlachtunternehmen. In der Folge konnten die bislang stabilen bis festen Preisniveaus nicht gehalten werden; zunehmende Forderungen nach Preisrücknahmen haben zu schwächeren Markttendenzen geführt.

Bei den weiblichen Schlachtrindern und Schlachtkühen ist die Nachfrage aktuell gedämpft. Das Aufkommen wird regional unterschiedlich eingeschätzt, insgesamt trifft es jedoch auf eine begrenzte Aufnahmebereitschaft der Schlachtunternehmen. Die Vermarktung verläuft entsprechend schleppend, größere Impulse sind kurzfristig nicht zu erwarten. Auch die Entwicklungen des Milchpreises werden in den kommenden Wochen das Angebot von Schlachtkühen beeinflussen. In der KW 06 wurden im Südwesten Schlachtkühe mit 5,95 €/kg SG (E-P) gehandelt, Färsen erzielten 6,68 €/kg SG (E-P).

Im Jungbullenhandel stehen derzeit mit regionalen Unterschieden Stückzahlen zur Verfügung, die teils als gering, insgesamt aber als mehr als ausreichend für die vorherrschende Nachfrage bewertet werden. Die Vermarktung verläuft ruhig, die Marktstellung der Schlachtunternehmen hat sich zuletzt verbessert. Entsprechend wurde den zunehmend laut werdenden Forderungen nach Preisrücknahmen nachgegeben und die Preisempfehlungen gesenkt. Kurzfristig dominieren damit stabile bis schwächere Tendenzen, spürbare Nachfrageimpulse sind aktuell nicht in Sicht. In der KW 06 lagen im Südwesten die Jungbullenpreise bei 7,23 €/kg SG (E-P).


© Frohwin Brühl   LEL Schwäbisch Gmünd
www.agrarmaerkte-bw.de

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