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Marktblick KW 07/26 und Marktlage (Newsletter) vom Januar 26

Schweinepreise in BW

Beruhigung am Schlachtschweinemarkt, Ferkelmarkt bleibt belebt

Der deutsche Schlachtschweinemarkt hat sich in den vergangenen Wochen spürbar entspannt. Bis auf wenige Ausnahmen konnten die bestehenden Überhänge inzwischen abgebaut werden. Das Angebot trifft aktuell auf eine dazu passende, mittlere Nachfrage, sodass sich die Marktverhältnisse weitgehend ausgeglichen darstellen. Die Vermarktung der angebotenen Mengen verläuft zügig und überwiegend problemlos.

Auf Seiten der Erzeuger mehren sich die Stimmen, die angesichts der verbesserten Marktlage festere Preise erwarten. Dem stehen die Schlachtunternehmen zurückhaltend gegenüber. Vom Fleischmarkt kommen weiterhin kaum Impulse. Saisonbedingt bleibt die Nachfrage verhalten, zusätzliche Mengen lassen sich nur begrenzt platzieren, überschüssige Ware wird eingelagert. Vor diesem Hintergrund tendieren die Notierungen vorerst unverändert. Viele Mäster sehnen sich aufgrund der steigenden Ferkelpreise nach festeren Schlachtschweinepreisen, entsprechende Impulse fehlen jedoch bislang.

EU-weit präsentieren sich die Schlachtschweinemärkte überwiegend ausgeglichen. In mehreren Ländern konnten die Überhänge abgebaut werden, zugleich bleibt der Fleischhandel ruhig und durch hohe innereuropäische Konkurrenz geprägt. Entsprechend überwiegen stabile Notierungen. Während sich in Spanien die Marktverhältnisse zunehmend ausgleichen und perspektivisch mit einem geringeren Aufkommen gerechnet wird, hält in Italien der Preisdruck aufgrund hoher Angebotsmengen an.

Der aktuelle Schlachtschweinepreis der VEZG in Deutschland liegt für KW 08 bei 1,50 €/kg SG (+0,05 €). Marktbeobachter gehen davon aus, dass die dieswöchige moderate Preiserhöhung von 5 ct/kg SG dem Markt helfen kann. Nach Einschätzung von Experten kann dies signalisieren, dass der Tiefpunkt überschritten ist und Schweine kaum günstiger gekauft werden können, wodurch die Nachfrage belebt werden könnte.

Mäster warten auf Signale – der Ferkelmarkt läuft ihnen davon.

Am Ferkelmarkt trifft ein insgesamt kleines, regional auch knappes Angebot auf eine flächendeckend rege Nachfrage. Die verfügbaren Partien lassen sich zügig vermarkten. Der stabile Vereinigungspreis stützt die anhaltende Aufnahmebereitschaft der Mäster, auch wenn angesichts unveränderter Schlachtschweinepreise vermehrt Diskussionen über die Wirtschaftlichkeit aufkommen. Der belebte Markt und die flotte Vermarktung sprechen für weitere Preisaufschläge. Zuletzt notierten die Ferkel in Baden-Württemberg bei 45,10 €/25kg Ferkel (+3€). 

Auch aus Dänemark und den Niederlanden werden festere Ferkelpreise gemeldet. Insgesamt bleibt der Ferkelmarkt fest gestimmt, zusätzliche Nachfrageimpulse treffen auf ein nur begrenzt verfügbares Angebot.

© Moritz Bühler   LEL Schwäbisch Gmünd
www.agrarmaerkte-bw.de

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