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Gute Ernten sorgen für Rohstoffverfügbarkeit
Das Anbaujahr 25/26 sorgt mit guten Ernten auf der Nord- als auch auf der Südhalbkugel für eine gute
Rohstoffverfügbarkeit. Wohlwissend, dass der derzeit anhaltende Winter eine stockende Verfügbarkeit insbesondere im Süden
Deutschlands bedingt. Da auch der Schiffsverkehr teilweise eingeschränkt ist.
Bei den amerikanischen Anbauern sorgt 25/26 trotz gewisser Probleme mit Trockenheit im Frühjahr die Vermarktung für
größere Sorgen. 25/26 war und ist geprägt vom Handelskonflikt zwischen China und den USA. Dabei ist die USA nach Brasilien
der zweitgrößte Erzeuger von Sojabohnen. China hingegen ist nicht nur der größte Verbraucher, sondern auch der
größte Importeur von Sojabohnen. Durch diesen Handelskonflikt deckte China seinen Bedarf bis in den November 2025 hinein
ausschließlich in Südamerika, insbesondere in Brasilien. Aus Brasilien trafen derweil immer wieder Berichte von
größeren Anbauflächen und guten Flächenerträgen ein. Auch nach den Handelsgesprächen zwischen USA und China
wurde davon berichtet das China weiter in großem Stil in Brasilien Sojabohnen kauft, auch wenn staatliche Einkäufer wieder in den
USA einkaufen. Dies sorgte an der CBoT in den letzten Wochen immer wieder für sinkende Kurse.
Beim Raps wird nach den aktuellen Schätzungen der USDA eine globale Rekordernte von ca. 95 Mio. t erwartet, dies würde das
Vorjahr um 8 Mio. t übersteigen. Beim Raps zählt die EU nach Canada als zweit größter Erzeuger, dennoch ist zur Deckung
des Bedarfs in der EU ein Import von ca. 5-6 Mio. t von Nöten. Damit ist die EU größter globaler Verbraucher mit ca. 25,45
Mio. t (USDA). In der zweiten Januarhälfte zeigt sich Raps am heimischen Ölschrotmarkt etwas fester, wen gleich Sojaschrot etwas
schwächer tendierte. Vergleichsweise hohe Erntemengen kommen derzeit aus der aktuellen Ernte auf der Südhalbkugel auf den Markt
und üben damit Druck auf den Rapspreis aus.
Aufgrund der guten Ernten 25/26 ist die Verfügbarkeit von günstigen Ölschroten bisher gegeben. Abzuwarten bleibt jedoch wie
sich die steigende Volatilität des Marktes und eventuelle geopolitische Ereignisse sich auswirken werden.
© Frowin Brühl, LEL Schwäbisch Gmünd
www.agrarmaerkte-bw.de








