Datenanalyse Pflanzliche Märkte
Analyse der USDA-Daten vom 12.1.2026: Im Januar hat das US-amerikanische Agrarministerium (USDA) seine Schätzung der Getreideernte zum Wirtschaftsjahr 2025/26 gegenüber Dezember nochmals deutlich angehoben...
Analyse der USDA-Daten vom 12.1.2026
Im Januar hat das US-amerikanische Agrarministerium (USDA) seine Schätzung der Getreideernte zum Wirtschaftsjahr 2025/26 gegenüber Dezember nochmals deutlich angehoben. Im Wirtschaftsjahr, das am 01. Juli 2025 begonnen hat, soll es mit 2.433 Mio.t eine Getreideernte der Superlative geben. Das Plus der aktuellen Schätzung gegenüber dem Vormonat liegt bei knapp 19,2 Mio.t. Die Bestände zum 30.06.2026 sollen mit einem Plus von 16,7 Mio.t mit 600,1 Mio.t erstmals wieder die 600er-Marke knacken (Vj.: 583,4).
Die Ölsaatenernte 2025/26 sieht das USDA in seiner Januarschätzung erneut optimistischer. Die Welt erwartet auch hier eine Spitzenernte von rund 693,1 Mio.t. Der Bilanzüberschuss begrenzt sich allerdings auf ein Plus von + 3,4 Mio.t. Zum 30.06.2026 stünden damit die Bestände mit 145,1 Mio.t über Vorjahresniveau (141,7).
Fazit zur 8. Einschätzung der Bilanz 2025/26 im Dezember 2025 durch das USDA: Entgegen den Entwicklungstrends in den Vorjahren wurden die Erntebilanzen, v.a. bei Getreide, im laufenden Wirtschaftsjahr fortlaufend angehoben. Hatte das USDA in seiner ersten Schätzung der Getreideernte 2025/26 im Mai 2025 noch eine Erntemenge von 2.358 Mio.t erwartet, so liegt die Januarschätzung mit 2.433 Mio.t um +75 Mio.t darüber. Diese außerordentlich gute Einschätzung der Ernte und damit der Versorgung spiegelt sich im Markt in der Begrenzung der Preise wieder. (Werner Schmid; w.schmid-markt@gmx.de)