Marktlage Pflanzlicher Bereich

pflanzliche Märkte

KW 20/22

 

Keine Trendwende in Sicht

Anfang April fand eine moderate Aufhellung des Marktes statt. Besonders vor Ostern zeigten sich die Geschäfte lebhafter, was sich auch in den Preisen widerspiegelte. Nach den Feiertagen präsentierte sich der Markt dann durchwachsen, auf starke Verkaufstage folgten schwächere Handelstage. Grund dafür dürfte wohl auch der Krieg in der Ukraine und seine Auswirkungen gewesen sein. So wurde die für dorthin bestimmte Ware nach West-Europa umgeleitet und trat als günstige Konkurrenz zunehmend in Erscheinung. Die durchschnittlichen Preise für Tafeläpfel gesamt gaben im Verlauf des Monats leicht nach und lagen bei etwa (56 €/dt).

Die Frostnächte rund um Ostern wurden am Bodensee prinzipiell gut überstanden. Einzelne Ausfälle waren zwar regional beim Steinobst zu verzeichnen, die Apfelbestände blieben davon aber unberührt. Nach ersten Schätzungen wird von einer guten Ernte in der kommenden Saison ausgegangen.

Für die restliche Saison wird wohl mit einer wirklichen Trendwende nicht mehr zu rechnen sein. Anders als in anderen Jahren ziehen die Preise beim Obst jetzt im Mai auch nicht nennenswert an. Während Getreide oder Ölsaaten aufgrund des Ukrainekrieges deutliche Preissteigerungen verzeichnen konnten, erscheint Obst in den Augen der Verbraucherinnen und Verbraucher als Luxusartikeln was in Zeiten von sinkender Kaufkraft weniger nachgefragt wird. Trotz steigender Energie- und Verpackungskosten können daher zurzeit keine höheren Preise durchgesetzt werden. Aktuell zeigen die Preise aber zumindest etwas aufwärts, wieder Richtung 60 €/dt. 

Dennoch geben sich die Vermarkter nicht übermäßig beunruhig, da sich die Vorräte zum ersten Mai (+10 % ggü. Vj.) noch in einem akzeptablen Rahmen bewegen. Bei Braeburn stand bis jetzt die Absatzkontinuität im Vordergrund, um die Sorte bis Anfang Mai geräumt zu bekommen, was durch eine flexible Preisgestaltung auch gelang. Nun gilt es Gala Royal in den kommenden zwei Wochen zu vermarkten. Elstar wird voraussichtlich noch bis Ende Juni vorrätig sein. Danach gilt es die Jonagoldgruppe bis zum Start der neuen Ernte im Markt unterzubringen.

Aktuell verläuft besonders das Tagesgeschäft in ruhigen Bahnen. Aktionen werden dagegen gut angenommen, weshalb auch eine planmäßige Räumung erzielt werden kann. Es scheint so, als ob die Verbraucher wohl aufgrund der hohen Inflation verstärkt auf Aktionen achten.  

© A. Kreisel, LEL Schwäbisch Gmünd
www.agrarmaerkte-bw.de

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