Suchfunktion

  • Logo USDA

    Datenanalyse Getreide/Ölsaaten                                        USDA / EU / Deutschland



  • Stand: USDA-Datenbank (12. Juli 2022)

    Die dritte Schätzung des USDA (US-amerikanisches Agrarministerium) vom 12. Juli 2022 brachte gegenüber dem Vormonat eine Abwärtskorrektur v.a. bei Weizen, Gerste und Soja.

    Insgesamt 2.249 Mio.t Getreide erwarten die Schätzer. Das sind 4 Mio.t weniger als im Vormonat. Ein Minus von 1,4 Mio.t bei Weizen und von 1,8 Mio.t bei Gerste, v.a. ausgelöst durch die Trockenheit in Europa, ist die Ursache. Bei den Ölsaaten wurden die Erwartungen ebenfalls nach unten korrigiert, wenngleich dort noch weiter optimistische Stimmung herrscht. Einer Ernte von 643 Mio.t soll ein Verbrauch von 628 Mio.t gegenüberstehen. Damit befindet sich die Ölsaatenbilanz weiter deutlich im Plus, die Bestände würden auf 118,5 Mio.t wachsen. 

    Die Verhandlungen der Kriegsparteien Ukraine und Russland über Lieferkorridore für Weizen & Co. am Schwarzen Meer lassen hoffen, dass der Abtransport der Agrargüter aus der Region gelingen könnte. Angesichts dieser hoffnungsvollen Nachrichten und dem Beginn der Erntearbeiten auf den Feldern der Nordhalbkugel haben sich die Kurse und Preise für Ware aus der neuen Ernte weltweit abwärts bewegt. Allerdings verharren sie weiter auf historisch betrachtet hohem Niveau.



    © Werner Schmid, LEL Schwäbisch Gmünd

    Download: USDA Analyse (Power point, ca. 7 MB)

  •  

    Stand: EU-Kommission (28. Juli 2022) 

    In ihrer fünften Schätzung des gerade gestarteten Getreidejahres 2022/23 hat die EU-Kommission ihre bisher optimistischen Erwartungen an die Ernte im Sommer 2022 wiederholt und dieses Mal massiv zurückgenommen. Erwartete man in der Maischätzung noch 293,8 Mio.t Getreide, so sind es in der Julischätzung nur noch 278,5 Mio.t. Damit fiele die Ernte 2022 um gut 15 Mio.t schwächer aus als im Vorjahr. Die Erwartungen bei Weizen wurden von 138,8 Mio.t auf nur noch 131,0 Mio.t nach unten korrigiert. Ab er auch die Maisernte soll gegenüber der ersten Schätzung von 74,0 Mio.t mit 65,8 Mio.t um gut 8 Mio.t geringer ausfallen. In Summe ergäbe sich damit ein Selbstversorgungsgrad in der EU-27 von rund 107,8%. Im Vorjahr waren es 112,8%. 

    Angesichts des Krieges in der Ukraine geht die Kommission weiter davon aus, dass Europa einen Teil der ausfallenden Getreideexporte vom Schwarzen Meer kompensieren muss, um Hungersnot in vielen Ländern, die bislang aus der Schwarzmeerregion Getreide importierten, zumindest weitgehend zu vermeiden. Die Exporte wurden aufgrund der deutlich schwächeren Ernteschätzung zwar leicht nach unten korrigiert, liegen aber mit 52,4 Mio.t weiter auf rekordverdächtigem Niveau. Nur 2019/20 lagen die Exportzahlen mit 55,1 Mio.t höher. Mehr Importe (22,4 Mio.t) und ein Abbau der Endbestände auf 39,6 Mio.t (minus 5,1 Mio.t gegenüber der Vormonatsschätzung) sollen die Bilanz richten.

    Trotz dieser schwächeren Ernteaussichten in der EU-27 befanden sich die Preise und Kurse an der Euronext (ehemals MATIF), aber auch an den anderen wichtigen Börsen dieser Welt auf Konsolidierungskurs. Zwischenzeitlich ist eine Stabilisierungsphase zu erkennen, Weizen notiert in Paris zwischen 330 bis 350 €/t. Zu Monatsbeginn Juni waren es noch 400.



     Download: Getreidebilanz EU-27 (Power Point, ca.1,7 MB)

    © Werner Schmid, LEL Schwäbisch Gmünd

Matif Weizennotierung

Matif Maisnotierung

CBOT Sojabohnennotierung in $

aktuelle Kurse finden Sie hier

Matif Offene Weizenkontrakte

Matif Offene Maiskontrakte

CBOT Sojabohnennotierung

Matif Rapsnotierung

ICE Rapsnotierung

Liffe Weißzuckernotierung in $

Matif Offene Rapskontrakte

ICE Rapsnotierung in $

Liffe Weißzuckernotierung

Fußleiste