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    Pflanzliche Märkte

  • KW 17/21

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    Quelle: LBV

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  • Rapskurse im Allzeithoch 

    Die fundamentalen Daten sagen: Der Ölsaatenkomplex zeigt sich im Wirtschaftsjahr 2020/21 erneut defizitär, auch wenn man im Frühjahr 2020 noch von einer positiven Bilanz ausgegangen war. Nach der Aprilschätzung des USDA (US-amerikanisches Agrarministerium) steht einer Erzeugung von 598 Mio.t ein Verbrauch von knapp 607 Mio.t gegenüber. Die Endbestände zum 30.06.2021 sollen auf 100,0 Mio.t rückläufig sein. Damit wurde die Ölsaatenbilanz im April mit einem Defizit von minus 12,2 Mio.t gegenüber der Märzschätzung mit minus 15,3 Mio.t sogar leicht freundlicher gesehen.

    Im Detail weisen die drei großen Ölsaaten, sowohl Sojabohnen als auch Raps und Sonnenblumen, für das aktuelle Wirtschaftsjahr zwar negative Bilanzen auf. Die Sojaernte wurde im April mit 363 Mio.t rund 2 Mio.t höher geschätzt als im März, der Verbrauch soll bei knapp 370 Mio.t liegen. Bei Raps soll sich die Erntemenge auf 70,8 Mio.t belaufen, bei einem Verbrauch von 72,4 Mio.t. Die Sonnenblumenernte wird auf 49,6 Mio.t geschätzt, der Verbrauch soll bei 50,0 Mio.t liegen.

    Aber trotz einer etwas freundlicheren Aprilschätzung gingen die Kurse der Ölsaaten weltweit durch die Decke. Der Mai-Liefertermin für Raps an der MATIF in Paris verzeichnete am 29.April mit 681,25 €/t ein Allzeithoch, das wohl von kaum jemand so für möglich gehalten worden wäre. Zu Aprilende ging der Maikontrakt letztlich mit 601,25 €/t aus dem Markt, dem ebenfalls höchsten Kurs aller Zeiten. Fundamental lassen sich diese Kurse nicht mehr erklären. Marktkenner machen die Massen an Kapital, die im Zuge der Coronakrise in die Märkte floss, als Treiber der Geschehnisse aus.

    Da auch die Kurse auf neue Ernte um oder knapp über 500 €/t notieren gilt für die Praxis die Devise: Verkaufen, verkaufen. Fixieren Sie die Preise zur neuen Ernte mit Vorverträgen, ggf. mit modernen Instrumenten (Futures) wie Verkaufskontrakten. Aber Vorsicht: Vor der Ernte sollte man nicht alles verkaufen, da immer auch das Wetter- und damit das Mengenrisiko besteht.

    © Schmid, LEL Schwäbisch Gmünd

    Stand: 05.05.2021

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