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    Pflanzliche Märkte

  • KW 30/21

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    Brotweizen     180 €/t Braugerste     200 €/t Futtergerste   160 €/tKörnermais    240 €/tRaps             525 €/t (KW 27)
    Quelle: LBV

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  • Wetterkapriolen halten Getreidemärkte im Klammergriff

    Glaubt man der Julischätzung des USDA (US-amerikanisches Agrarministerium), so steht weltweit mit 2.289 Mio. t die größte Getreideernte aller Zeiten auf dem Halm. Bei einem Verbrauch von 2.266 Mio. t könnte daraus ein Bestandsaufbau von geschätzt 10 Mio. t auf 610 Mio. t resultieren. Die optimistische Einschätzung des USDA geht davon aus, dass die Welt-Getreidefläche im Jahr 2021/22 um rund 5 auf 566 Mio. ha anwächst. Ebenso soll der Durchschnittsertrag um gut 3 % auf 4,05 t/ha zulegen.

    In Summe zeichnet auch die EU-Kommission bislang ein freundliches Bild der EU27-Getreideernte, wenngleich die Schätzung gegenüber den Vormonaten leicht rückläufig war. Mit rund 289 Mio. t läge die Ernte gut 3 % über dem Durchschnitt der zurückliegenden fünf Jahre. Neben einem Anwachsen der Exporte auf rund 44 Mio. t wäre damit auch eine Aufstockung der Bestände um 2,6 auf 43,3 Mio. t möglich. 

    Auch die Juli-Ernteschätzung des DRV (Deutscher Raiffeisenverband e.V.) für Deutschland ist weiter zuversichtlich. Bei einer leicht auf 6,024 Mio. ha reduzierten Anbaufläche (minus 0,6 % zum Vorjahr) wird derzeit eine Erntemenge von 43,84 Mio. t (plus 1,3 % zum Vorjahr) erwartet.

    Aber noch stehen die Zahlen auf tönernen Füßen. Witterungsbedingt startete die Getreideernte v.a. im Süden Deutschlands im Vergleich zu den Vorjahren später. Historisch betrachtet kann man allerdings von einem „normalen“ Erntebeginn sprechen. In Frühgebieten wird berichtet, dass 50 bis 60 % bereits gedroschen sind. Andernorts stehen sogar noch Teile der Wintergerste. Hatte man aufgrund der guten Wasserversorgung auf gute bis sehr gute Erträge gehofft, ist die Enttäuschung in manchen Fällen groß. Schwächere Hektoliter-Gewichte sind Ursache für oft nur durchschnittliche Erträge. Ertrag kosteten in manchen Regionen auch die Spätfröste im April. Qualitativ scheint das bislang gedroschene Getreide, mit Ausnahme von Ausreißern, in Ordnung. Sorge bereiten etwas die Bestände mit Lagergetreide. In Summe hoffen derzeit alle, dass sich die Wetterlage beruhigt und die restliche Ernte halbwegs trocken eingebracht werden kann.

    Das Preisniveau für Getreide ist durchaus weiter ansprechend, zumal die Kurse für Weizen an der MATIF weiter deutlich über 200 €/t notieren. Grund dafür sind unter anderem die Wetterkapriolen in den USA. Dort beherrschen Nachrichten über Trockenheit in weiten Gebieten die Kurse an der CBoT.

    © Schmid, LEL Schwäbisch Gmünd

    Stand: 28.07.2021

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