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  • KW 08/21

    Einkaufspreise Handel

    Brotweizen     185 €/tBraugerste     175 €/tFuttergerste   172 €/tKörnermais    200 €/tRaps             420 €/t
    Quelle: LBV

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  • Rapskurse weiter auf Höhenflug

    Der Ölsaatenkomplex zeigt sich im Wirtschaftsjahr 2020/21 inzwischen deutlich defizitär, auch wenn man im Frühjahr 2020 noch von einer positiven Bilanz ausgegangen war. Nach der Januarschätzung des USDA (US-amerikanisches Agrarministerium) steht einer Erzeugung von 594,5 Mio.t ein Verbrauch von 606 Mio.t gegenüber. Die Endbestände zum 30.06.2021 sollen auf 96,5 Mio.t rückläufig sein. Damit wurde die Ölsaatenbilanz in mehreren Monaten nacheinander nach unten korrigiert.

    Im Detail weisen die drei großen Ölsaaten, sowohl Sojabohnen als auch Raps und Sonnenblumen, für das aktuelle Wirtschaftsjahr negative Bilanzen auf. Die Sojaernte wurde zuletzt auf 361 Mio.t geschätzt, der Verbrauch soll bei knapp 370 Mio.t liegen. Bei Raps soll sich die Erntemenge auf 68,9 Mio.t belaufen, bei einem Verbrauch von 70,8 Mio.t. Die Sonnenblumenernte wurde in den zurückliegenden Monaten mehrfach nach unten korrigiert. Die Ernte wird derzeit noch auf 50 Mio.t geschätzt, im Frühjahr waren es noch 56,8 Mio.t. Bei einem Verbrauch von 50,4 Mio.t ergibt sich damit auch für Sonnenblumen eine defizitäre Bilanz.

    Die Auslöser für die schwächere Einschätzung des Ölsaatenkomplexes sind vielfältig. Zum einen war da die schwache Rapsernte in der EU, aber auch die kanadische Ernte war 2020 deutlich kleiner als in den Vorjahren. Dann wurde die Sonnenblumenernte, v.a. in der Ukraine und weiteren Schwarzmeeranrainern deutlich zurückgenommen. Und zuletzt wurde auch noch die Sojaernte in den USA, und zuletzt auch für Argentinien, nach unten korrigiert. Die zu Beginn als groß eingeschätzte Sojaernte in Südamerika scheint witterungsbedingt nicht voll erzielbar zu sein. Die Ernte dort hat zwar inzwischen begonnen, liegt aber nach Angaben der Statistikbehörden hinter den Fortschrittszahlen der letzten Jahre.

    Die Begrenzung des Preisanstieges durch schwache Rohölpreise hat sich im Verlaufe des Jahres 2020 etwas aufgelöst. Zwischenzeitlich notiert Rohöl wieder im Bereich um 60 US-Dollar/barrel. Im 1. Quartal 2020 waren das gerade mal 25 bis 30 US-Dollar. Die derzeit attraktiven Preise sollten Anlass geben noch verfügbare alte Ware zu vermarkten und ggf. auch Abschlüsse für die neue Saison ins Auge zu fassen. Auch wenn die Kurse für neue Ware lediglich um 400 €/t pendlen.

    © Schmid, LEL Schwäbisch Gmünd

    Stand: 09.02.2021

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