Service-Navigation

Suchfunktion

  • Obst

    Kernobstnotierung Bodensee

Die Vermarktung verläuft nach wie vor in ruhigen Bahnen. Bis Mitte des Monats wird die Eigenversorgung voraussichtlich langsam abnehmen, was das Geschäft dann bis Anfang Dezember wohl wieder etwas beleben dürfte. Generell werden bis Weihnachten allerdings Zitrusfrüchte im Focus der Kunden stehen. Die für gestern geplante Notierung wurde daher auch auf kommende Woche verschoben.

Gala Royal und Elstar gehen nun vollständig als CA-Ware in den Handel, alle anderen Sorten befinden sich aktuell in der Übergangsphase.

Diese Woche kommen auch am Bodensee die ersten Früchte der neuen Sorte Fräulein® in den Handel. Nun bleibt abzuwarten, wie die Sorte bei den Kunden ankommt und sich der Verkauf entwickelt. Durch die neue Sorte erweitert sich das Sortenspektrum am Bodensee nun immer weiter.

  • Aktuelle Notierung vom 27.10.2020

    Kl.1, ab Station, ohne Verpackung, netto, in €/dt

    2020/21

    27.10.

    ±

    06.10.

    15.09.

    Boskoop 
    75/80/85/90 
    70/75 
    70+ Kl.2


    100
    85
    50


    -5
    -5


    105 
    90 
    50


    105
    90
    50

    Braeburn 
    85/90 
    75/80/85 
    70/75 
    65/70 
    70+ Kl.2


    75
    80
    75
    65
    50


    -5
    -5


    80 
    85 
    75 
    65 
    50


    -
    -
    -
    -
    -

    Cox Orange 
    70/75, 85/90 
    75/80/85 
    65/70 
    60/65 
    70+ Kl.2


    -
    -
    -
    -
    -






    85 
    90 
    80 
    70 
    45

     

    85
    90
    80
    70
    45

    Elstar 
    85/90 
    75/80/85 
    70/75 
    65/70 
    60/65 
    70+ Kl.2

    CA
    80
    95
    88
    80
    70
    50







    80
    95
    88
    80
    70
    50


    88
    95
    88
    80
    70
    50

    Gala Royal 
    75/80/85/90 
    70/75 
    65/70 
    60/65 
    70+ Kl.2

     CA 
    80
    75
    70
    60
    50







    80
    75
    70
    60
    50



    85
    80
    75
    65
    50

    Golden D.
    75/80/85/90 
    70/75 
    65/70 
    70+ Kl.2


    75
    66
    65
    45


    -5
    -4


    80
    70
    65
    45





    -

    Jonagold 
    90/100 
    85/90 
    80/85 
    75/80 
    70/75 
    65/70 
    70+ Kl.2


    57 
    78 
    82 
    84 
    70 
    67 
    45


    -3
    -2
    -4
    -2
    -10
    -8


    60 
    80 
    86 
    86 
    80 
    75 
    45


    70 
    85 
    90 
    90 
    85 
    80 
    45

    Topaz 
    70/75, 85/90 
    75/80/85 
    65/70 
    70+ Kl.2


    80 
    85 
    72 
    50


    -5
    -5
    -3


    85
    90
    75
    50





    -

    Pinova 
    75/80/85, 80/90
    70/75 
    70+ Kl.2


    80
    75
    50




    -
    -
    -


    -
    -
    -

    Mostäpfel*)

    15,0

    +3

    12,0

    12,0

    A. Lucas 
    80/85 
    70/75/80 
    65/70 
    60/65


    62
    65
    55
    50





    62
    65
    55
    50


    65
    70
    55
    50

    Conference 
    70/80 
    65/70 
    60/65 
    55/60


    78 
    73 
    66
    60





    78 
    73 
    66
    60


    85 
    78 
    70 
    60

    Notierungsvorsitz:

    Fr. Pollock, KOB

    Redaktion / Bericht:

    Fr. Ockert, LEL

    *) ab Erfassungsstation, Erzeugerpreis= Notierung - 1,5 €/dt + MwSt.

    © LEL SchwäbischGmünd, KOB Bavendorf

    Die Notierungen sind für den Notierungstag geschätzte Gleichgewichtspreise, zu denen nach Meinung der Kommission die größten Umsätze getätigt werden. Sie sind weder empfohlene Preise noch verbindliche Richtpreise, sondern geben nur eine kurzgefasste Beurteilung der Marktlage. Die tatsächlichen Preise können je nach Lieferumfang und Qualität von den Notierungen abweichen. Spitzenqualitäten, Kleinverkäufe etc. erzielen entsprechend mehr.

    • Alle Preise sind Großhandelspreise für großhandelsfähige Mengen durchschnittlicher Qualität, in €/dt, ohne MwSt., ohne Verpackungskosten, ab Obstgroßmarkt am Bodensee.

    • Die Erzeugerpreise ergeben sich nach Abzug von Lager- und Sortierkosten sowie Vermarktungsspanne (ca. 15 - 18 €/dt)

    * Da der Faxbezug kostenpflichtig ist, werden die Notierungsergebnisse ca. 3 Tage verzögert eingestellt.

  • Obstmarktbericht


    Inhalte
    - Umfassende Beschreibungen der Marktlage bei Kernobst, Steinobst und Beeren

    - Ergebnisse der Kernobstnotierungen Bodensee, Niederelbe, Elbe/Saale und Südtirol

    - Absatz- und Preisstatistik alle Obstarten vom Bodensee Großmarktpreise (deutsche Großmärkte gesamt und Großmarkt München)

    - Kernobstvorräte (EU, Deutschland, Bodensee, Südtirol, Steiermark, Frankreich)

    - Aktuelle und langfristige Marktgrafiken

    Umfang 4 Seiten,
    erscheint wöchentlich mittwochs,
    Versand per E-Mail, Fax oder Post

    Archiv
    Ältere Ausgaben (4 Wochen Wartefrist) kostenlos im Archiv

    Abonnement
    55 €/Jahr (Deutschland)
    85 €/Jahr (andere Länder)
    inkl. Versand
    Bestellung im LEL Online-Shop

  • Notierungsfax


    Inhalte
    - Ergebnis der aktuellen Kernobstnotierung Bodensee

    - Kurzkommentar zur aktuellen Marktlage

    - Großmarktpreise Obst in München

    - Eine aktuelle Marktgrafik

    Umfang 1 Seite,
    erscheint wöchentlich
    dienstags (13:00 - 14:00 Uhr),
    Versand per E-Mail oder Fax 

    Abonnement
    43 €/Jahr (Deutschland)
    61 €/Jahr (andere Länder)
    Bestellung im LEL Online-Shop

  • Marktlage Tafeläpfel Newsletter November 2020                                             

    Anfang Oktober begann die Streuobsternte und die gute Eigenversorgung machte sich in Form einer moderateren Nachfrage und einer allgemein ruhigen Marktlage bemerkbar. Trotzdem bewegten sich die Preise für Tafeläpfel weiterhin auf einem relativ hohen Niveau von über 70 €/dt. Ware floss vor allem über Aktionen ab, das Tagesgeschäft fiel dagegen zurückhaltender aus. Ende Oktober war dann das gesamte Sortiment an Lageräpfeln verfügbar. Gala Royal, Elstar und Braeburn galt, wie gewohnt das Hauptinteresse. Gleichzeitig begann langsam der Übergang auf CA-Ware. Im Gegensatz zum Frühjahr brachte auch die Einführung des Teil-Lockdowns ab dem 1. November keine spürbare Belebung in den Markt. Es fanden auch keine Hamsterkäufe statt, wie im Frühjahr. Im Gegenteil, es war zu beobachten, dass die neuerlichen Einschränkungen die Verbraucher dazu veranlassten ihre Einkaufshäufigkeit zu reduzieren, weshalb wohl auch einige Impulskäufe wegfielen. Mitte November trafen dann die ersten Lagerbestände der neuen Saison ein. Insgesamt fielen die Vorräte 5 % niedriger aus als 2019, was für den weiteren Saisonverlauf auf gute Preise hoffen lässt. Der Rückgang ist insbesondere auf die Jonagold-Gruppe zurückzuführen, die am Bodensee deutlich von Frost geschädigt wurde. Es ist wohl davon auszugehen, dass sich die Marktlage, bis kommenden Jahres nicht nennenswert verändern wird. So wurden auch in der letzten Notierung die Preise lediglich bestätigt und für dieses Jahr ist nur noch eine Notierung im Dezember geplant. Aktuell liegen die Preise für Tafeläpfel Klasse I bei etwas unter 70 €/dt.

    © Kreisel, LEL Schwäbisch Gmünd
    www.agrarmaerkte-bw.de

  • Funktion

    Die Obstregion Bodensee ist mit rund 7.500 ha Baumobstfläche und einem Produktionsvolumen allein bei Äpfeln von 250.000 t neben der Region Niederelbe das bedeutendste Obstanbaugebiet Deutschlands. Der Großteil der jährlichen Apfel- und Birnenernte dieser Region wird von etwa 15 genossenschaftlichen und privaten Unternehmen vermarktet. Dem steht eine große Zahl landwirtschaftlicher Betriebe mit Verkaufsanbau von Äpfeln und Birnen gegenüber. Ein ausgewogener und für alle Beteiligten akzeptabler Preis kommt nur zustande, wenn alle möglichst umfassende und vollständige Informationen über die Marktgegebenheiten haben und ihre Verhandlungspositionen daran ausrichten können. Verfügt ein Marktpartner über mehr, genauere oder aktuellere Marktkenntnis, so ist er im Vorteil und kann den Preis zu seinen Gunsten beeinflussen. Durch die neutrale Marktberichterstattung der LEL und die Kernobstnotierung kann ein hohes Maß an Markttransparenz erzielt werden. Dies führt zu einer Verringerung des Preisrisikos für Erzeuger, Vermarkter und auch Verbraucher.

  • Geschichte

    Bis Mitte der 1960er Jahre erfolgte die Preisbildung für Tafel-Kernobst am Bodensee überwiegend auf Obstversteigerungen. Dies führte je nach Ernte zu extremen Preisschwankungen. Deshalb wurde von Dr. Janssen an der damaligen Obstbauversuchsstation Bavendorf der Universität Hohenheim die Notierung entwickelt. Mit der ersten Notierung begann man bereits im Wirtschaftsjahr 1967/68.Aufgrund ihrer Bedeutung für den Obstmarkt hat die Kernobstnotierung Bodensee eine Leitfunktion für die Kernobstvermarktung erhalten. Und das nicht nur im Bodenseegebiet, sondern im ganzen Land. In anderen deutschen und europäischen Obstregionen (Niederelbe, Südtirol, Steiermark) wurden in den vergangenen Jahren nach dem Vorbild der Kernobstnotierung Bodensee ähnliche Preisfindungseinrichtungen geschaffen.

  • Durchführung

    Nach Absprache findet dienstags um 11:30 Uhr die Notierungssitzung statt. Die Leitung obliegt dem Kompetenzzentrum Obstbau Bodensee in Bavendorf. Seit Ende 2008 ist keine Anwesenheit im KOB mehr erforderlich, sondern ein Einwählen in die Telefonkonferenz vom Arbeitsplatz möglich. Diese Neuerung bietet sowohl ökonomische als auch ökologische Vorteile und bedeutet eine enorme Zeitersparnis für die Teilnehmer.Die Notierungskommission ist paritätisch mit Vertretern der Erzeuger und Vermarkter der verschiedenen Erzeugerorganisationen besetzt.
    Zu Beginn der Notierungssitzung werden alle Mitglieder der Notierungskommission von der LEL Schwäbisch Gmünd telefonisch und per online abrufbarer Tischvorlage über die aktuelle Situation am Obstmarkt, Notierungen anderer Anbaugebiete und die Großmarktpreise der vergangenen Woche informiert.
    Die eigentliche Notierung erfolgt im 2. Schritt getrennt nach Sorten und Kalibern.Die notierten Preise sind für den Notierungstag geschätzte Gleichgewichtspreise, zu denen nach Meinung der Kommission die größten Umsätze getätigt werden. Die Notierungskommission hat jetzt die Aufgabe, aus den Informationen der Marktberichterstattung und der eigenen Beurteilung der Marktlage, die Preise am Notierungstag möglichst genau zu beurteilen.Da die Einschätzung der Teilnehmer sehr unterschiedlich sein kann, geben für ein erstes Meinungsbild zunächst alle Teilnehmer ihre Preiseinschätzung für die anderen nicht einsehbar ab. Diese werden im Notierungsportal aufgezeigt.
    Anschließend wird auf Basis der aufgezeigten Preisvorstellungen geheim über jeden einzelnen Preis abgestimmt. Dazu dient als Grundlage der Mittelwert der Schätzungen. Wenn sich für den Vorschlag keine Mehrheit findet, werden höhere bzw. niedrigere Preisnennungen zur Abstimmung gegeben. Das Abstimmungsbild (z.B. 8:0) gibt die Einigkeit der Kommission wieder. Eine Notierungssitzung dauert je nach Sortenzahl ½ bis 1 Stunde.Die Notierungspreise sind weder empfohlene Preise noch Richtpreise, sondern stellen nur eine kurzgefasste Beurteilung der Marktlage dar. Die Veränderung zur Vorwoche gibt die Tendenz der Preisentwicklung an.Die tatsächlichen Preise können je nach Lieferumfang und Qualität durchaus von den Notierungen abweichen. Spitzenqualitäten, Kleinverkäufe etc. erzielen entsprechend mehr.
    Notiert werden großhandelsfähige Mengen durchschnittlicher Qualität in € je 100 kg netto, ohne Verpackungskosten, ab Station Bodensee.

  • Aufgaben des Marktbüros

    Die Landesanstalt für Entwicklung der Landwirtschaft und der ländlichen Räume (LEL Schwäbisch Gmünd), Abt. 4 Agrarmärkte und Ernährung, nimmt im Auftrag des Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (Stuttgart) im Rahmen der Kernobstnotierung die Funktion eines neutralen Marktinformationsbüros wahr. Folgende Aufgaben werden laufend (wöchentlich) erledigt:
    Sammlung und Auswertung von Daten und Informationen zur Marktbeurteilung:aus der Bodenseeregion:- Informationsgespräche mit Marktleitern- Verkaufsabrechnungen aller organisierten Bodenseeobst-Vermarkter- Vorratsmengen aller Vermarkter- Daten über Erntemengen, etc.aus anderen Regionen:- Informationen aus den konkurrierenden Obstanbauregionen (vor allem Niederelbe, Steiermark, Südtirol, neben Frankreich, Schweiz, den Beneluxländern und Übersee)- Informationen zu konkurrierenden Obstarten (Erdbeeren, Kirschen, Pflaumen, Pfirsiche u.a.)
    Berichte und Auswertungen- an die Notierungskommission im Rahmen der Notierungssitzung- an die Bodenseeobst-Vermarkter- Veröffentlichung der Ergebnisse- Notierungsfax (Dienstag, direkt nach der Notierung) Ausführlicher Obstmarktbericht (Mittwoch) Landwirtschaftliche Fachzeitschriften und Wochenblätter- Auf dieser Website (aus datenrechtlichen Gründen erst Freitags)

Fußleiste