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  • Obst

    Kernobstnotierung Bodensee

2021 KW 28

Die Nachfrage nach Kernobst zeigt sich weiterhin konstant aber auf niedrigem Niveau. Das Sortiment schränkt sich immer weiter ein, bis zur neuen Ernte ist die Warenverfügbarkeit aber sichergestellt.

Nachdem die Hauptsaison bei den Erdbeeren zu Ende gegangen ist stehen nun Strauchbeeren im Fokus. Durch die unbeständige Wetterlage und den teilweise starken Regenfällen fehlt es aber an Ware. Die durchschnittlichen Preise bewegen sich laut vorläufiger Marktstatistik dafür aber auf hohem Niveau.

Die Saison für Kirschen wird voraussichtlich in rund einer Woche bereits wieder zu Ende gehen. Damit ist die Ernte das zweite Jahr in Folge deutlich kleiner ausgefallen, als üblich.

Die ersten Zwetschgen werden um den 25. Juli erwartet

  • Notierung vom 20.07.2021 - letzte Notierung der Saison

    Kl.1, ab Station, ohne Verpackung, netto, in €/dt

    20.07.

    29.06.
    18.05
    Gala Royal
    75/80/85/90
    70/75
    65/70
    60/65
    70+ Kl.2
    -
    -
    -
    -
    -

    CA
    82
    78
    73
    65
    50
    CA
    82
    78
    73
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    50
    Golden D.
    75/80/85/90
    70/75
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    70+ Kl.2
    CA
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    45
    CA
    78
    66
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    45
    Idared
    90/100
    85/90
    75/80/85
    70/75
    70+ Kl.2
    CA 
    55
    62
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    45

    CA
    55
    62
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    45
    CA
    55
    62
    67
    60
    45
    Jonagold
    90/100
    85/90
    75/80/85
    70/75
    65/70
    70+ Kl.2
    CA 
    53
    74
    90
    75
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    52

    CA
    53
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    CA
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    52
    Pinova
    85/90
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    70+ Kl.2
    CA 
    82
    85
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    50

    CA
    82
    85
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    CA
    82
    85
    78
    68
    50
     


     
     
    Mostäpfel *)
    12,0

    12,0
    15,0
    Notierungsvorsitz:
    Pollok (KOB)
    Redaktion / Bericht:
    Kreisel (LEL)
    *) ab Erfassungsstation, Erzeugerpreis = Notierung - 1,5 €/dt + MwSt.
    © LEL Schwäbisch Gmünd, KOB Bavendorf


    Die Notierungen sind für den Notierungstag geschätzte Gleichgewichtspreise, zu denen nach Meinung der Kommission die größten Umsätze getätigt werden. Sie sind weder empfohlene Preise noch verbindliche Richtpreise, sondern geben nur eine kurzgefasste Beurteilung der Marktlage. Die tatsächlichen Preise können je nach Lieferumfang und Qualität von den Notierungen abweichen. Spitzenqualitäten, Kleinverkäufe etc. erzielen entsprechend mehr.

    • Alle Preise sind Großhandelspreise für großhandelsfähige Mengen durchschnittlicher Qualität, in €/dt, ohne MwSt., ohne Verpackungskosten, ab Obstgroßmarkt am Bodensee.

    • Die Erzeugerpreise ergeben sich nach Abzug von Lager- und Sortierkosten sowie Vermarktungsspanne (ca. 15 - 18 €/dt)

    * Da der Faxbezug kostenpflichtig ist, werden die Notierungsergebnisse ca. 3 Tage verzögert eingestellt.

  • Obstmarktbericht


    Inhalte
    - Umfassende Beschreibungen der Marktlage bei Kernobst, Steinobst und Beeren

    - Ergebnisse der Kernobstnotierungen Bodensee, Niederelbe, Elbe/Saale und Südtirol

    - Absatz- und Preisstatistik alle Obstarten vom Bodensee Großmarktpreise (deutsche Großmärkte gesamt und Großmarkt München)

    - Kernobstvorräte (EU, Deutschland, Bodensee, Südtirol, Steiermark, Frankreich)

    - Aktuelle und langfristige Marktgrafiken

    Umfang 4 Seiten,
    erscheint wöchentlich mittwochs,
    Versand per E-Mail, Fax oder Post


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    55 €/Jahr (Deutschland)
    85 €/Jahr (andere Länder)
    inkl. Versand
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  • Notierungsfax


    Inhalte
    - Ergebnis der aktuellen Kernobstnotierung Bodensee

    - Kurzkommentar zur aktuellen Marktlage

    - Großmarktpreise Obst in München

    - Eine aktuelle Marktgrafik

    Umfang 1 Seite,
    erscheint wöchentlich
    dienstags (13:00 - 14:00 Uhr),
    Versand per E-Mail oder Fax 

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  • Archiv

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  • Marktlage Tafeläpfel Newsletter Juli 2021                                             

    Im Juni ging die Nachfrage nach Kernobst mit den wärmeren Temperaturen etwas zurück. Der Grundabsatz zeigte sich aber weiter zufriedenstellend. Die durchschnittlichen Preise für Tafeläpfel Klasse I bewegten sich um die 73 €/dt und lagen damit auf dem Niveau der Vorsaison. Zunehmend rückte Sommerobst in den Fokus und das Sortiment bei Kernobst schränkte sich weiter ein. Braeburn, Kanzi® und Elstar wurden geräumt. Im Juli beruhigte sich der Markt weiter. Grund dürften die verstärkten Aktionen im April und Mai gewesen sein, auf die nun verstärkt Aktionen von Sommerobst folgten. Mit der ungewöhnlich schwachen Nachfrage pendelten die Preise in den letzten Wochen bei rund 70 €/dt und damit deutlich unter Vorjahr. In der letzten Notierung der aktuellen Saison wurden die Preise daher auch nur bestätigt.Durch das kühle Frühjahr wird sich der Erntebeginn etwa um zehn Tage verzögern. Die Ernte von Elstar wird somit voraussichtlich ab 5.9. starten, Gala Royal wird wohl ab 10.9. folgen. Durch die spätere Ernte kann gelassen auf die aktuelle ruhige Marktlage geblickt werden. Ein nahtloser Übergang zur neuen Saison ist somit zu erwarten.

    © Kreisel, LEL Schwäbisch Gmünd
    www.agrarmaerkte-bw.de

  • Funktion

    Die Obstregion Bodensee ist mit rund 7.500 ha Baumobstfläche und einem Produktionsvolumen allein bei Äpfeln von 250.000 t neben der Region Niederelbe das bedeutendste Obstanbaugebiet Deutschlands. Der Großteil der jährlichen Apfel- und Birnenernte dieser Region wird von etwa 15 genossenschaftlichen und privaten Unternehmen vermarktet. Dem steht eine große Zahl landwirtschaftlicher Betriebe mit Verkaufsanbau von Äpfeln und Birnen gegenüber. Ein ausgewogener und für alle Beteiligten akzeptabler Preis kommt nur zustande, wenn alle möglichst umfassende und vollständige Informationen über die Marktgegebenheiten haben und ihre Verhandlungspositionen daran ausrichten können. Verfügt ein Marktpartner über mehr, genauere oder aktuellere Marktkenntnis, so ist er im Vorteil und kann den Preis zu seinen Gunsten beeinflussen. Durch die neutrale Marktberichterstattung der LEL und die Kernobstnotierung kann ein hohes Maß an Markttransparenz erzielt werden. Dies führt zu einer Verringerung des Preisrisikos für Erzeuger, Vermarkter und auch Verbraucher.

  • Geschichte

    Bis Mitte der 1960er Jahre erfolgte die Preisbildung für Tafel-Kernobst am Bodensee überwiegend auf Obstversteigerungen. Dies führte je nach Ernte zu extremen Preisschwankungen. Deshalb wurde von Dr. Janssen an der damaligen Obstbauversuchsstation Bavendorf der Universität Hohenheim die Notierung entwickelt. Mit der ersten Notierung begann man bereits im Wirtschaftsjahr 1967/68.Aufgrund ihrer Bedeutung für den Obstmarkt hat die Kernobstnotierung Bodensee eine Leitfunktion für die Kernobstvermarktung erhalten. Und das nicht nur im Bodenseegebiet, sondern im ganzen Land. In anderen deutschen und europäischen Obstregionen (Niederelbe, Südtirol, Steiermark) wurden in den vergangenen Jahren nach dem Vorbild der Kernobstnotierung Bodensee ähnliche Preisfindungseinrichtungen geschaffen.

  • Durchführung

    Nach Absprache findet dienstags um 11:30 Uhr die Notierungssitzung statt. Die Leitung obliegt dem Kompetenzzentrum Obstbau Bodensee in Bavendorf. Seit Ende 2008 ist keine Anwesenheit im KOB mehr erforderlich, sondern ein Einwählen in die Telefonkonferenz vom Arbeitsplatz möglich. Diese Neuerung bietet sowohl ökonomische als auch ökologische Vorteile und bedeutet eine enorme Zeitersparnis für die Teilnehmer.Die Notierungskommission ist paritätisch mit Vertretern der Erzeuger und Vermarkter der verschiedenen Erzeugerorganisationen besetzt.
    Zu Beginn der Notierungssitzung werden alle Mitglieder der Notierungskommission von der LEL Schwäbisch Gmünd telefonisch und per online abrufbarer Tischvorlage über die aktuelle Situation am Obstmarkt, Notierungen anderer Anbaugebiete und die Großmarktpreise der vergangenen Woche informiert.
    Die eigentliche Notierung erfolgt im 2. Schritt getrennt nach Sorten und Kalibern.Die notierten Preise sind für den Notierungstag geschätzte Gleichgewichtspreise, zu denen nach Meinung der Kommission die größten Umsätze getätigt werden. Die Notierungskommission hat jetzt die Aufgabe, aus den Informationen der Marktberichterstattung und der eigenen Beurteilung der Marktlage, die Preise am Notierungstag möglichst genau zu beurteilen.Da die Einschätzung der Teilnehmer sehr unterschiedlich sein kann, geben für ein erstes Meinungsbild zunächst alle Teilnehmer ihre Preiseinschätzung für die anderen nicht einsehbar ab. Diese werden im Notierungsportal aufgezeigt.
    Anschließend wird auf Basis der aufgezeigten Preisvorstellungen geheim über jeden einzelnen Preis abgestimmt. Dazu dient als Grundlage der Mittelwert der Schätzungen. Wenn sich für den Vorschlag keine Mehrheit findet, werden höhere bzw. niedrigere Preisnennungen zur Abstimmung gegeben. Das Abstimmungsbild (z.B. 8:0) gibt die Einigkeit der Kommission wieder. Eine Notierungssitzung dauert je nach Sortenzahl ½ bis 1 Stunde.Die Notierungspreise sind weder empfohlene Preise noch Richtpreise, sondern stellen nur eine kurzgefasste Beurteilung der Marktlage dar. Die Veränderung zur Vorwoche gibt die Tendenz der Preisentwicklung an.Die tatsächlichen Preise können je nach Lieferumfang und Qualität durchaus von den Notierungen abweichen. Spitzenqualitäten, Kleinverkäufe etc. erzielen entsprechend mehr.
    Notiert werden großhandelsfähige Mengen durchschnittlicher Qualität in € je 100 kg netto, ohne Verpackungskosten, ab Station Bodensee.

  • Aufgaben des Marktbüros

    Die Landesanstalt für Entwicklung der Landwirtschaft und der ländlichen Räume (LEL Schwäbisch Gmünd), Abt. 4 Agrarmärkte und Ernährung, nimmt im Auftrag des Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (Stuttgart) im Rahmen der Kernobstnotierung die Funktion eines neutralen Marktinformationsbüros wahr. Folgende Aufgaben werden laufend (wöchentlich) erledigt:
    Sammlung und Auswertung von Daten und Informationen zur Marktbeurteilung:aus der Bodenseeregion:- Informationsgespräche mit Marktleitern- Verkaufsabrechnungen aller organisierten Bodenseeobst-Vermarkter- Vorratsmengen aller Vermarkter- Daten über Erntemengen, etc.aus anderen Regionen:- Informationen aus den konkurrierenden Obstanbauregionen (vor allem Niederelbe, Steiermark, Südtirol, neben Frankreich, Schweiz, den Beneluxländern und Übersee)- Informationen zu konkurrierenden Obstarten (Erdbeeren, Kirschen, Pflaumen, Pfirsiche u.a.)
    Berichte und Auswertungen- an die Notierungskommission im Rahmen der Notierungssitzung- an die Bodenseeobst-Vermarkter- Veröffentlichung der Ergebnisse- Notierungsfax (Dienstag, direkt nach der Notierung) Ausführlicher Obstmarktbericht (Mittwoch) Landwirtschaftliche Fachzeitschriften und Wochenblätter- Auf dieser Website (aus datenrechtlichen Gründen erst Freitags)

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