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  • Obst

    Kernobstnotierung Bodensee

2021 KW 17

Nach wie vor läuft der Absatz in zufriedenstellenden Bahnen. Besonders an den Großmärkten herrscht eine verstärkte Nachfrage. Im Einzelhandel fällt der Absatz dagegen etwas moderater aus, da das frühlingshafte Wetter die Kunden eher zu ersten Erdbeeren greifen lässt.

Das Angebot an heimischen Tafeläpfeln schränkt sich immer weiter ein, weshalb sich beim Preis teilweise Tendenzen nach oben zeigen. Dies würde wohl auch dem Abbautempo etwas zu Gute kommen und dieses etwas verlangsamen, da sich die noch vorhandenen Bestände eher etwas knapp zeigen.

Erste Erdbeeren aus dem Bodensee-Raum werden um den 10. Mai erwartet. Die Haupternte wird um Pfingsten erwartet. Bedingt durch den geschützten Anbau wird hier voraussichtlich mit keinen größeren Frostschäden zu rechnen sein.

Generell ist man doch zunehmend optimistisch, dass sich die Frostschäden im Bodenseeraum dieses Jahr in Grenzen halten werden. Kirschen und Birnen mussten zwar Einbußen hinnehmen die Apfelblüte dürfte davon aber wohl verschont bleiben, zumal in den nächsten Tagen keine weiteren Frostnächte in Sicht sind.

  • Erste Notierung des neuen Jahres vom 20.04.2021

    Kl.1, ab Station, ohne Verpackung, netto, in €/dt

    2020/21

    20.04.

    ±

    09.03.

    19.01.

    Braeburn
    85/90
    75/80/85
    70/75
    65/70
    70+ Kl.2


    -
    -
    -
    -
    -





    CA
    66
    75
    70
    60
    50

    CA
    66
    75
    70
    60
    50

    Elstar
    85/90
    75/80/85
    70/75
    65/70
    60/65
    70+ Kl.2

    CA
    80
    105
    99
    85
    70
    50



    +5
    +4

    CA
    80
    100
    95
    85
    70
    50

    CA
    80
    100
    90
    85
    70
    50

    Gala Royal
    75/80/85/90
    70/75
    65/70
    60/65
    70+ Kl.2

    CA
    78
    74
    68
    63
    50


    +1
    +2

    +3

    CA
    77
    72
    68
    60
    50

    CA
    80
    75
    70
    60
    50

    Golden D.
    75/80/85/90
    70/75
    65/70
    70+ Kl.2

    CA
    77
    66
    57
    45


    +2

    -8

    CA
    75
    66
    65
    45

    CA
    75
    66
    65
    45

    Idared
    90/100
    85/90
    75/80/85
    70/75
    70+ Kl.2

    CA
    55
    62
    67
    60
    45



    +2
    +2

    CA
    55
    60
    65
    60
    45

    CA
    55
    60
    65
    60
    45

    Jonagold
    90/100
    85/90
    75/80/85
    70/75
    65/70
    70+ Kl.2

    CA
    57
    78
    88
    73
    67
    50




    +3
    +3
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    CA
    57
    78
    85
    70
    65
    50

    CA
    57
    78
    85
    70
    65
    50

    Topaz
    85/90
    75/80/85
    70/75
    65/70
    70+ Kl.2


    -
    -
    -
    -
    -





    CA
    75
    80
    73
    68
    50

    CA
    75
    80
    73
    68
    50

    Pinova
    85/90
    75/80/85
    70/75
    65/70
    70+ Kl.2

    CA
    82
    82
    75
    68
    50


    +2
    +2

    +3

    CA
    80
    80
    75
    65
    50

    CA
    -
    80
    75
    65
    50

    Mostäpfel *)

    15,0

    15,0

    15,0

    Notierungsvorsitz:

    Pollok (KOB)

    Redaktion / Bericht:

    Kreisel (LEL)

    *) ab Erfassungsstation, Erzeugerpreis  Notierung - 1,5 €/dt + MwSt.

    © LEL Schwäbisch Gmünd, KOB Bavendorf

    Die Notierungen sind für den Notierungstag geschätzte Gleichgewichtspreise, zu denen nach Meinung der Kommission die größten Umsätze getätigt werden. Sie sind weder empfohlene Preise noch verbindliche Richtpreise, sondern geben nur eine kurzgefasste Beurteilung der Marktlage. Die tatsächlichen Preise können je nach Lieferumfang und Qualität von den Notierungen abweichen. Spitzenqualitäten, Kleinverkäufe etc. erzielen entsprechend mehr.

    • Alle Preise sind Großhandelspreise für großhandelsfähige Mengen durchschnittlicher Qualität, in €/dt, ohne MwSt., ohne Verpackungskosten, ab Obstgroßmarkt am Bodensee.

    • Die Erzeugerpreise ergeben sich nach Abzug von Lager- und Sortierkosten sowie Vermarktungsspanne (ca. 15 - 18 €/dt)

    * Da der Faxbezug kostenpflichtig ist, werden die Notierungsergebnisse ca. 3 Tage verzögert eingestellt.

  • Obstmarktbericht


    Inhalte
    - Umfassende Beschreibungen der Marktlage bei Kernobst, Steinobst und Beeren

    - Ergebnisse der Kernobstnotierungen Bodensee, Niederelbe, Elbe/Saale und Südtirol

    - Absatz- und Preisstatistik alle Obstarten vom Bodensee Großmarktpreise (deutsche Großmärkte gesamt und Großmarkt München)

    - Kernobstvorräte (EU, Deutschland, Bodensee, Südtirol, Steiermark, Frankreich)

    - Aktuelle und langfristige Marktgrafiken

    Umfang 4 Seiten,
    erscheint wöchentlich mittwochs,
    Versand per E-Mail, Fax oder Post

    Archiv
    Ältere Ausgaben (4 Wochen Wartefrist) kostenlos im Archiv

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  • Notierungsfax


    Inhalte
    - Ergebnis der aktuellen Kernobstnotierung Bodensee

    - Kurzkommentar zur aktuellen Marktlage

    - Großmarktpreise Obst in München

    - Eine aktuelle Marktgrafik

    Umfang 1 Seite,
    erscheint wöchentlich
    dienstags (13:00 - 14:00 Uhr),
    Versand per E-Mail oder Fax 

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  • Marktlage Tafeläpfel Newsletter März 2021                                             

    Im Februar verliefen die Geschäfte in ruhigen Bahnen. Es fehlte zwar immer noch die sonst übliche Dynamik, die Verkäufe waren aber dennoch zufriedenstellend. Auch die Preise bewegten sich unverändert auf einem zufriedenstellenden Niveau von rund 66 €/dt für Tafeläpfel der Klasse I. Tendenziell lief der Absatz über die Großmärkte etwas besser als im LEH, da die Wochenmärkte aufgrund der frühlingshaften Witterung verstärkt Ware orderten. Im Einzelhandel war dagegen günstige Gastro-Ware, wie Beeren, als Konkurrenzprodukte in den Regalen zu finden.
    Ab Mitte März fand dann doch noch eine gewisse Belebung des Marktes statt. Besonders Braeburn erfreute sich einer erhöhten Nachfrage. Zum Monatsende nahm die Dynamik am Markt weiter spürbar zu und die Nachfrage zeigte sich lebhaft. Dazu leisteten wohl die bevorstehenden Oster-Feiertage, genauso ihren Beitrag, wie das frühlingshafte Wetter. Braeburn wird dadurch voraussichtlich nur noch bis Mitte April und Elstar wohl nur noch bis Anfang Mai verfügbar sein. Gala Royal dürfte noch bis Mitte Juni reichen. Bei Jonagold wird der Verkauf nach Ostern verstärkt beginnen.
    Trotz der positiven Entwicklung liegt der Fokus weiterhin auf der Absatzkontinuität. Die Preise zeigen sich weiterhin konstant. Auch der Abbau der Bestände schreitet weiterhin gut voran. Es ist davon auszugehen, dass im März die Vorräte am Bodensee unter dem Niveau des Vorjahres liegen werden. Damit kann gelassen auf den weiteren Saisonverlauf geblickt werden.

    © Kreisel, LEL Schwäbisch Gmünd
    www.agrarmaerkte-bw.de

  • Funktion

    Die Obstregion Bodensee ist mit rund 7.500 ha Baumobstfläche und einem Produktionsvolumen allein bei Äpfeln von 250.000 t neben der Region Niederelbe das bedeutendste Obstanbaugebiet Deutschlands. Der Großteil der jährlichen Apfel- und Birnenernte dieser Region wird von etwa 15 genossenschaftlichen und privaten Unternehmen vermarktet. Dem steht eine große Zahl landwirtschaftlicher Betriebe mit Verkaufsanbau von Äpfeln und Birnen gegenüber. Ein ausgewogener und für alle Beteiligten akzeptabler Preis kommt nur zustande, wenn alle möglichst umfassende und vollständige Informationen über die Marktgegebenheiten haben und ihre Verhandlungspositionen daran ausrichten können. Verfügt ein Marktpartner über mehr, genauere oder aktuellere Marktkenntnis, so ist er im Vorteil und kann den Preis zu seinen Gunsten beeinflussen. Durch die neutrale Marktberichterstattung der LEL und die Kernobstnotierung kann ein hohes Maß an Markttransparenz erzielt werden. Dies führt zu einer Verringerung des Preisrisikos für Erzeuger, Vermarkter und auch Verbraucher.

  • Geschichte

    Bis Mitte der 1960er Jahre erfolgte die Preisbildung für Tafel-Kernobst am Bodensee überwiegend auf Obstversteigerungen. Dies führte je nach Ernte zu extremen Preisschwankungen. Deshalb wurde von Dr. Janssen an der damaligen Obstbauversuchsstation Bavendorf der Universität Hohenheim die Notierung entwickelt. Mit der ersten Notierung begann man bereits im Wirtschaftsjahr 1967/68.Aufgrund ihrer Bedeutung für den Obstmarkt hat die Kernobstnotierung Bodensee eine Leitfunktion für die Kernobstvermarktung erhalten. Und das nicht nur im Bodenseegebiet, sondern im ganzen Land. In anderen deutschen und europäischen Obstregionen (Niederelbe, Südtirol, Steiermark) wurden in den vergangenen Jahren nach dem Vorbild der Kernobstnotierung Bodensee ähnliche Preisfindungseinrichtungen geschaffen.

  • Durchführung

    Nach Absprache findet dienstags um 11:30 Uhr die Notierungssitzung statt. Die Leitung obliegt dem Kompetenzzentrum Obstbau Bodensee in Bavendorf. Seit Ende 2008 ist keine Anwesenheit im KOB mehr erforderlich, sondern ein Einwählen in die Telefonkonferenz vom Arbeitsplatz möglich. Diese Neuerung bietet sowohl ökonomische als auch ökologische Vorteile und bedeutet eine enorme Zeitersparnis für die Teilnehmer.Die Notierungskommission ist paritätisch mit Vertretern der Erzeuger und Vermarkter der verschiedenen Erzeugerorganisationen besetzt.
    Zu Beginn der Notierungssitzung werden alle Mitglieder der Notierungskommission von der LEL Schwäbisch Gmünd telefonisch und per online abrufbarer Tischvorlage über die aktuelle Situation am Obstmarkt, Notierungen anderer Anbaugebiete und die Großmarktpreise der vergangenen Woche informiert.
    Die eigentliche Notierung erfolgt im 2. Schritt getrennt nach Sorten und Kalibern.Die notierten Preise sind für den Notierungstag geschätzte Gleichgewichtspreise, zu denen nach Meinung der Kommission die größten Umsätze getätigt werden. Die Notierungskommission hat jetzt die Aufgabe, aus den Informationen der Marktberichterstattung und der eigenen Beurteilung der Marktlage, die Preise am Notierungstag möglichst genau zu beurteilen.Da die Einschätzung der Teilnehmer sehr unterschiedlich sein kann, geben für ein erstes Meinungsbild zunächst alle Teilnehmer ihre Preiseinschätzung für die anderen nicht einsehbar ab. Diese werden im Notierungsportal aufgezeigt.
    Anschließend wird auf Basis der aufgezeigten Preisvorstellungen geheim über jeden einzelnen Preis abgestimmt. Dazu dient als Grundlage der Mittelwert der Schätzungen. Wenn sich für den Vorschlag keine Mehrheit findet, werden höhere bzw. niedrigere Preisnennungen zur Abstimmung gegeben. Das Abstimmungsbild (z.B. 8:0) gibt die Einigkeit der Kommission wieder. Eine Notierungssitzung dauert je nach Sortenzahl ½ bis 1 Stunde.Die Notierungspreise sind weder empfohlene Preise noch Richtpreise, sondern stellen nur eine kurzgefasste Beurteilung der Marktlage dar. Die Veränderung zur Vorwoche gibt die Tendenz der Preisentwicklung an.Die tatsächlichen Preise können je nach Lieferumfang und Qualität durchaus von den Notierungen abweichen. Spitzenqualitäten, Kleinverkäufe etc. erzielen entsprechend mehr.
    Notiert werden großhandelsfähige Mengen durchschnittlicher Qualität in € je 100 kg netto, ohne Verpackungskosten, ab Station Bodensee.

  • Aufgaben des Marktbüros

    Die Landesanstalt für Entwicklung der Landwirtschaft und der ländlichen Räume (LEL Schwäbisch Gmünd), Abt. 4 Agrarmärkte und Ernährung, nimmt im Auftrag des Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (Stuttgart) im Rahmen der Kernobstnotierung die Funktion eines neutralen Marktinformationsbüros wahr. Folgende Aufgaben werden laufend (wöchentlich) erledigt:
    Sammlung und Auswertung von Daten und Informationen zur Marktbeurteilung:aus der Bodenseeregion:- Informationsgespräche mit Marktleitern- Verkaufsabrechnungen aller organisierten Bodenseeobst-Vermarkter- Vorratsmengen aller Vermarkter- Daten über Erntemengen, etc.aus anderen Regionen:- Informationen aus den konkurrierenden Obstanbauregionen (vor allem Niederelbe, Steiermark, Südtirol, neben Frankreich, Schweiz, den Beneluxländern und Übersee)- Informationen zu konkurrierenden Obstarten (Erdbeeren, Kirschen, Pflaumen, Pfirsiche u.a.)
    Berichte und Auswertungen- an die Notierungskommission im Rahmen der Notierungssitzung- an die Bodenseeobst-Vermarkter- Veröffentlichung der Ergebnisse- Notierungsfax (Dienstag, direkt nach der Notierung) Ausführlicher Obstmarktbericht (Mittwoch) Landwirtschaftliche Fachzeitschriften und Wochenblätter- Auf dieser Website (aus datenrechtlichen Gründen erst Freitags)

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