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  • Obst

    Kernobstnotierung Bodensee

2021 KW 40

Grundsätzlich zeigt sich der Markt weiterhin ruhig, die für gestern geplante Notierung wurde daher auch um eine Woche verschoben.

Elstar, Gala Royal, Boskoop und Cox Orange bestimmen aktuell das Sortiment der Tafeläpfel. Hier zeigt sich die Nachfrage zufriedenstellend.

Die Preise bewegen sich ebenfalls auf einem zufriedenstellenden Niveau. Laut vorläufiger Marktstatistik lagen die durchschnittlichen Preise für Tafeläpfel Klasse I in den letzten beiden Wochen bei rund 69 €/dt.

Birnen werden weiterhin gut nachgefragt. Die Durchschnittspreise liegen teilweise deutlich über dem Niveau des Vorjahres.

Die Saison für Zwetschgen ist trotz des späteren Erntebeginns mittlerweile am Auslaufen. Aktuell werden noch die letzten Bestände vermarktet.

  • Notierung vom 28.09.2021

    Kl.1, ab Station, ohne Verpackung, netto, in €/dt

    2021/22

    28.09.

    ±

    14.09.

    07.09.

    Boskoop
    70/75, 85/90
    75/80/85
    65/70
    70+ Kl.2


    95
    100
    80
    50





    -
    -
    -
    -


    -
    -
    -
    -

    Cox Orange
    85/90
    75/80/85
    70/75
    65/70
    60/65
    70+ Kl.2


    87
    95
    92
    72
    62
    50







    -
    -
    -
    -
    -
    -


    -
    -
    -
    -
    -
    -

    Delbar.
    75/80/90
    70/75
    65/70


    87
    82
    70




    87
    82
    70


    87
    82
    70

    Elstar
    85/90
    75/80/85
    70/75
    65/70
    60/65
    70+ Kl.2


    87
    95
    92
    72
    62
    50


    -3
    -5
    -3
    -3
    -3


    90
    100
    95
    75
    65
    50


    90
    105
    100
    85
    75
    55

    Gala Royal
    85/90
    75/80/85
    70/75
    65/70
    60/65
    70+ Kl.2


    85
    87
    78
    67
    58
    50


    -15
    -8
    -12
    -3
    -2


    100
    95
    90
    70
    60
    50


    -
    -
    -
    -
    -
    -

    Mostäpfel *)

    12,0

    12,0

    11,0

    A. Lucas
    70/75/80/85
    65/70
    60/65


    70
    60
    55




    70
    60
    55


    -
    -
    -

    Conference
    70/80
    65/70
    60/65
    55/60


    95
    85
    70
    65





    95
    85
    70
    65


    -
    -
    -
    -

    Williams
    70+
    65/70
    60/65


    90
    85
    65


    -5


    95
    85
    65


    95
    85
    65

    Notierungsvorsitz:

    Pollok (KOB)

    Redaktion / Bericht:

    Kreisel LEL)

    *) ab Erfassungsstation, Erzeugerpreis

    = Notierung - 1,5 €/dt + MwSt.

    © LEL Schwäbisch Gmünd, KOB Bavendorf



    Die Notierungen sind für den Notierungstag geschätzte Gleichgewichtspreise, zu denen nach Meinung der Kommission die größten Umsätze getätigt werden. Sie sind weder empfohlene Preise noch verbindliche Richtpreise, sondern geben nur eine kurzgefasste Beurteilung der Marktlage. Die tatsächlichen Preise können je nach Lieferumfang und Qualität von den Notierungen abweichen. Spitzenqualitäten, Kleinverkäufe etc. erzielen entsprechend mehr.

    • Alle Preise sind Großhandelspreise für großhandelsfähige Mengen durchschnittlicher Qualität, in €/dt, ohne MwSt., ohne Verpackungskosten, ab Obstgroßmarkt am Bodensee.

    • Die Erzeugerpreise ergeben sich nach Abzug von Lager- und Sortierkosten sowie Vermarktungsspanne (ca. 15 - 18 €/dt)

    * Da der Faxbezug kostenpflichtig ist, werden die Notierungsergebnisse ca. 3 Tage verzögert eingestellt.

  • Obstmarktbericht


    Inhalte
    - Umfassende Beschreibungen der Marktlage bei Kernobst, Steinobst und Beeren

    - Ergebnisse der Kernobstnotierungen Bodensee, Niederelbe, Elbe/Saale und Südtirol

    - Absatz- und Preisstatistik alle Obstarten vom Bodensee Großmarktpreise (deutsche Großmärkte gesamt und Großmarkt München)

    - Kernobstvorräte (EU, Deutschland, Bodensee, Südtirol, Steiermark, Frankreich)

    - Aktuelle und langfristige Marktgrafiken

    Umfang 4 Seiten,
    erscheint wöchentlich mittwochs,
    Versand per E-Mail, Fax oder Post


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  • Notierungsfax


    Inhalte
    - Ergebnis der aktuellen Kernobstnotierung Bodensee

    - Kurzkommentar zur aktuellen Marktlage

    - Großmarktpreise Obst in München

    - Eine aktuelle Marktgrafik

    Umfang 1 Seite,
    erscheint wöchentlich
    dienstags (13:00 - 14:00 Uhr),
    Versand per E-Mail oder Fax 

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  • Marktlage Tafeläpfel Newsletter September 2021                                             

    Die neue Saison 2021/22 begann rund zehn Tage später als üblich und startet um den 5. September mit der Ernte erster Elstar-Äpfel. Die Sorte stieg mit über 90 €/dt gleich hochpreisig in die Vermarktung ein. Aktuell bewegen sich die Preise bei Elstar um die 73 €/dt. Erste Gala Royal wurden rund eine Woche später geerntet, die mit rund 77 €/dt in den Handel einstiegen. In der vergangenen Woche fächerte sich das Sortiment mit ersten Cox Orange und Boskoop weiter auf. Erste neuerntige Jonagold werden voraussichtlich in der kommenden Woche eintreffen. Grund für den späteren Saisonstart war die kühle Witterung im April und Mai. Die Ernteverzögerung hatte aber auch den Vorteil, dass etwas mehr Zeit für die Vermarktung der alterntigen Ware blieb, die auf ein sehr ruhiges Sommergeschäft traf. Die letzten Restmengen an alterntigen Jonagold werden nun diese Woche mehr oder weniger geräumt. Prinzipiell schloss die neue Saison nahtlos an die alte Saison an, ohne größere Altbestände. Aktuell zeigt sich der Markt, wie üblich im September, noch etwas ruhig aber zufriedenstellend. Das Herbstgeschäft lässt aber auf gute Verkäufe hoffen, da mit keiner übermäßigen Eigenversorgung zu rechnen sein wird und sich die Witterung nun kälter zeigt. Grundsätzlich wird am Bodensee mit einer guten Durchschnittsernte gerechnet. Die Kaliber zeigen sich bist jetzt eher kleinfallend aber von guter Qualität und Ausfärbung.

    Marktlage Zwetschgen Newsletter September 2021

    Ende Juli trafen mit der Sorte Katinka die ersten Zwetschgen ein, rund zwei Wochen später als üblich. Grund für den späteren Erntebeginn war auch hier die kalte Wetterlage im April und Mai. Die Preise lagen zu Beginn der Saison bei rund 135 €/dt. Mit zunehmenden Mengen rückten die Zwetschgen immer mehr in den Fokus der Vermarktung. Durch die Ferien und den sommerlichen Temperaturen mangelte es aber noch etwas an der nötigen Nachfrage. Das Sommergeschäft zeigte sich aber generell ungewöhnlich ruhig, da vermutlich die Ferien dieses Jahr verstärkt zum Verreisen genutzt wurden, was im vorherigen Jahr durch die Pandemie nicht möglich war. Mitte August befand sich der Markt dann in der alljährlichen Lücke zwischen Cacaks Schöne und Cacaks Fruchtbare. Danach folgten die späteren Sorten Top und Hauszwetschge, die eine ordentlich Nachfrage generieren, zu Preisen um die 96 €/dt. Aktuell besteht das Sortiment am Bodensee nur noch aus der Spätsorte Presenta. Die Preise zogen in den letzten zwei Wochen wieder an und bewegten sich wieder über 100€/dt. Die Saison wird voraussichtlich in rund einer Woche zu Ende gehen

    © Kreisel, LEL Schwäbisch Gmünd
    www.agrarmaerkte-bw.de

  • Funktion

    Die Obstregion Bodensee ist mit rund 7.500 ha Baumobstfläche und einem Produktionsvolumen allein bei Äpfeln von 250.000 t neben der Region Niederelbe das bedeutendste Obstanbaugebiet Deutschlands. Der Großteil der jährlichen Apfel- und Birnenernte dieser Region wird von etwa 15 genossenschaftlichen und privaten Unternehmen vermarktet. Dem steht eine große Zahl landwirtschaftlicher Betriebe mit Verkaufsanbau von Äpfeln und Birnen gegenüber. Ein ausgewogener und für alle Beteiligten akzeptabler Preis kommt nur zustande, wenn alle möglichst umfassende und vollständige Informationen über die Marktgegebenheiten haben und ihre Verhandlungspositionen daran ausrichten können. Verfügt ein Marktpartner über mehr, genauere oder aktuellere Marktkenntnis, so ist er im Vorteil und kann den Preis zu seinen Gunsten beeinflussen. Durch die neutrale Marktberichterstattung der LEL und die Kernobstnotierung kann ein hohes Maß an Markttransparenz erzielt werden. Dies führt zu einer Verringerung des Preisrisikos für Erzeuger, Vermarkter und auch Verbraucher.

  • Geschichte

    Bis Mitte der 1960er Jahre erfolgte die Preisbildung für Tafel-Kernobst am Bodensee überwiegend auf Obstversteigerungen. Dies führte je nach Ernte zu extremen Preisschwankungen. Deshalb wurde von Dr. Janssen an der damaligen Obstbauversuchsstation Bavendorf der Universität Hohenheim die Notierung entwickelt. Mit der ersten Notierung begann man bereits im Wirtschaftsjahr 1967/68.Aufgrund ihrer Bedeutung für den Obstmarkt hat die Kernobstnotierung Bodensee eine Leitfunktion für die Kernobstvermarktung erhalten. Und das nicht nur im Bodenseegebiet, sondern im ganzen Land. In anderen deutschen und europäischen Obstregionen (Niederelbe, Südtirol, Steiermark) wurden in den vergangenen Jahren nach dem Vorbild der Kernobstnotierung Bodensee ähnliche Preisfindungseinrichtungen geschaffen.

  • Durchführung

    Nach Absprache findet dienstags um 11:30 Uhr die Notierungssitzung statt. Die Leitung obliegt dem Kompetenzzentrum Obstbau Bodensee in Bavendorf. Seit Ende 2008 ist keine Anwesenheit im KOB mehr erforderlich, sondern ein Einwählen in die Telefonkonferenz vom Arbeitsplatz möglich. Diese Neuerung bietet sowohl ökonomische als auch ökologische Vorteile und bedeutet eine enorme Zeitersparnis für die Teilnehmer.Die Notierungskommission ist paritätisch mit Vertretern der Erzeuger und Vermarkter der verschiedenen Erzeugerorganisationen besetzt.
    Zu Beginn der Notierungssitzung werden alle Mitglieder der Notierungskommission von der LEL Schwäbisch Gmünd telefonisch und per online abrufbarer Tischvorlage über die aktuelle Situation am Obstmarkt, Notierungen anderer Anbaugebiete und die Großmarktpreise der vergangenen Woche informiert.
    Die eigentliche Notierung erfolgt im 2. Schritt getrennt nach Sorten und Kalibern.Die notierten Preise sind für den Notierungstag geschätzte Gleichgewichtspreise, zu denen nach Meinung der Kommission die größten Umsätze getätigt werden. Die Notierungskommission hat jetzt die Aufgabe, aus den Informationen der Marktberichterstattung und der eigenen Beurteilung der Marktlage, die Preise am Notierungstag möglichst genau zu beurteilen.Da die Einschätzung der Teilnehmer sehr unterschiedlich sein kann, geben für ein erstes Meinungsbild zunächst alle Teilnehmer ihre Preiseinschätzung für die anderen nicht einsehbar ab. Diese werden im Notierungsportal aufgezeigt.
    Anschließend wird auf Basis der aufgezeigten Preisvorstellungen geheim über jeden einzelnen Preis abgestimmt. Dazu dient als Grundlage der Mittelwert der Schätzungen. Wenn sich für den Vorschlag keine Mehrheit findet, werden höhere bzw. niedrigere Preisnennungen zur Abstimmung gegeben. Das Abstimmungsbild (z.B. 8:0) gibt die Einigkeit der Kommission wieder. Eine Notierungssitzung dauert je nach Sortenzahl ½ bis 1 Stunde.Die Notierungspreise sind weder empfohlene Preise noch Richtpreise, sondern stellen nur eine kurzgefasste Beurteilung der Marktlage dar. Die Veränderung zur Vorwoche gibt die Tendenz der Preisentwicklung an.Die tatsächlichen Preise können je nach Lieferumfang und Qualität durchaus von den Notierungen abweichen. Spitzenqualitäten, Kleinverkäufe etc. erzielen entsprechend mehr.
    Notiert werden großhandelsfähige Mengen durchschnittlicher Qualität in € je 100 kg netto, ohne Verpackungskosten, ab Station Bodensee.

  • Aufgaben des Marktbüros

    Die Landesanstalt für Entwicklung der Landwirtschaft und der ländlichen Räume (LEL Schwäbisch Gmünd), Abt. 4 Agrarmärkte und Ernährung, nimmt im Auftrag des Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (Stuttgart) im Rahmen der Kernobstnotierung die Funktion eines neutralen Marktinformationsbüros wahr. Folgende Aufgaben werden laufend (wöchentlich) erledigt:
    Sammlung und Auswertung von Daten und Informationen zur Marktbeurteilung:aus der Bodenseeregion:- Informationsgespräche mit Marktleitern- Verkaufsabrechnungen aller organisierten Bodenseeobst-Vermarkter- Vorratsmengen aller Vermarkter- Daten über Erntemengen, etc.aus anderen Regionen:- Informationen aus den konkurrierenden Obstanbauregionen (vor allem Niederelbe, Steiermark, Südtirol, neben Frankreich, Schweiz, den Beneluxländern und Übersee)- Informationen zu konkurrierenden Obstarten (Erdbeeren, Kirschen, Pflaumen, Pfirsiche u.a.)
    Berichte und Auswertungen- an die Notierungskommission im Rahmen der Notierungssitzung- an die Bodenseeobst-Vermarkter- Veröffentlichung der Ergebnisse- Notierungsfax (Dienstag, direkt nach der Notierung) Ausführlicher Obstmarktbericht (Mittwoch) Landwirtschaftliche Fachzeitschriften und Wochenblätter- Auf dieser Website (aus datenrechtlichen Gründen erst Freitags)

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