Marktlage Tierischer Bereich

Rinder

Marktblick KW 21 und Marktlage vom 31.03.2022.

KW 21/22

Preiskorrekturen am Schlachtrindermarkt

Am Schlachtrindermarkt geben die Preise auch in der laufenden Woche noch einmal deutlich nach. Im Norden wird von Abschlägen von 30 ct/kg SG für Jungbullen gesprochen. Im Süden dürfte es nicht ganz so massiv kommen, der Druck im Handel mit Jungbullen hat zuletzt aber auch hier noch einmal deutlich zugenommen. Das Angebot ist zwar nicht groß, der sehr schwierige Fleischabsatz bremst die Geschäfte jedoch spürbar. Bei Kühen wird im Norden von -15 ct/kg gesprochen. Zwar wirken auch hier die ruhige Nachfrage und die fehlenden Impulse vom Fleischmarkt bremsend, aber nicht so stark wie bei den Jungbullen. Die Feiertage in den nächsten Wochen reduzieren die Schlachtungen zusätzlich.

Der Hauptgrund der nun wieder zurückpendelnden Preise ist die Kaufzurückhaltung der Verbraucher. Im März war Rindfleisch im Laden 14 % teurer als im Vorjahr, im April sogar 18 %. Im März wurden von den privaten Haushalten in Deutschland deshalb fast 24 % weniger Fleisch (Rindfleisch -29 %) gekauft. Allerdings fällt in diese Zeit auch der vollständige Wegfall der Corona-Restriktionen in der Gastronomie und die vollständige Öffnung vieler Kantinen, was den Einbruch ein Stück weit kompensiert haben dürfte. Auffallend ist, dass auch Bio-Rindfleisch mit -23 % betroffen ist. Der Preis als bestimmender Faktor zeigt sich auch daran, dass der Discount mit -16 % weniger und die Metzgereien mit -31 % deutlich mehr am Fleischabsatz verloren haben.

Wie groß die Preiskorrektur letztendlich ausfallen wird, bleibt abzuwarten, zumal zumindest das Schlachtkuhangebot angesichts der noch steigenden Milchpreise knapp bleiben dürfte. 

© Riester, LEL Schwäbisch Gmünd

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