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Schlachtschweine

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Am deutschen Schlachtschweinemarkt verschärft sich die Situation mit den zunehmenden Überhängen weiter. Inzwischen gehen die Überhänge schon in Richtung 700.000 Schweinen und entsprechen damit bald einer ganzen Schlachtwoche. Auch die Schlachtgewichte steigen weiter und liegen in Niedersachsen nun bei 99,5 kg. Der Fleischmarkt zeigt sich aufgrund der begrenzten Schlachtmengen dagegen stabil.

Vereinigungspreis

Der Vereinigungspreis für Schlachtschweine für den Zeitraum vom 22.10. bis 28.10.2020 beträgt 1,27 (+-0,00) €/Indexpunkt bzw. €/kg SG.

Schweinepreis aktuell

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Marktlage Schweine

Mit der Corona-Epidemie kam es ab März im Handel mit Schlachtschweinen in Folge des fehlenden Außer-Haus-Konsums und des stockenden Exports zunehmend zu Preisdruck. Ab Mai bot der Fleischmarkt mit dem Wiederanlaufen der Gastronomie europaweit dann wieder Impulse. Die Stabilisierung hielt jedoch nur bis Mitte Juni an, danach führte die Corona-bedingte Schließung des größten deutschen Schlachthofs für Schweine in Rheda-Wiedenbrück zu einem zweiten Preisrutsch um 19 ct/kg auf einen VEZG-Preis von 1,47 €/kg SG. In Folge der Schließung hatte sich vor allem in Nordwestdeutschland ein erheblicher Rückstau an schlachtreifen Schweinen aufgebaut, der auch dazu führte, dass Mastställe nicht leer wurden und keine Ferkel eingestallt werden konnten. Anfang Juli erreichten die Schlachtgewichte in Deutschland dadurch in der Spitze über 98 kg/Schwein. Als zusätzliches Problem gesellte sich der Personalmangel in der Zerlegung und Schlachtung hinzu. Ursachen waren das Wegbleiben rumänischen Personals in Folge der Quarantänevorgaben ab dem 7. August und deren abnehmendes Interesse im Schlachtbereich zu arbeiten. Osteuropäische Werkvertragnehmer wollen in möglichst kurzer Zeit viel Geld verdienen und sich nicht deutschem Arbeitsrecht unterwerfen. Trotz der Wiedereröffnung von Tönnies in Rheda-Wiedenbrück war es wegen der in ganz Deutschland Corona- und personalbedingt verminderten Schlacht- und Zerlegekapazitäten nicht möglich, den über 10 Wochen aufgestauten Überhang an schlachtreifen Schweinen zu schlachten und zu zerlegen. Der Schlachtschweinemarkt gestaltete sich entsprechend schwierig. Gleichzeitig reichte das geringere Angebot gut für die ebenfalls ruhige Nachfrage. Die deutschen Probleme wirkten sich auch auf große Teile der EU aus. Zudem wurde neben deutschen auch mehreren europäischen Betrieben Corona-bedingt die Zulassung für den Export von Schweinefleisch nach China entzogen. Diese Ware belastete den innereuropäischen Markt zusätzlich. Vom Chinaexport profitierten deshalb hauptsächlich die spanischen Schlachtunternehmen. In Deutschland ist am 10. September mit dem ersten Fund eines toten Wildschweins das lange befürchtete Horrorszenario ASP und der dritte Preisrutsch in diesem Jahr eingetreten. In einer außerordentlichen Sitzung am 11. September musste der VEZG-Preis um weitere 20 ct/kg auf 1,27 €/kg SG zurückgenommen. Binnen weniger Tage sperrten China, Südkorea, Japan und Mexiko Schweinefleischimporte aus Deutschland. Seither wurde die Preisempfehlung unverändert stehen gelassen. Die Schlachthöfe arbeiten an den Corona- und arbeitskräftebedingt eingeschränkten Kapazitätsgrenzen. Die verringerten Kapazitäten führen derzeit wieder zu einem Aufstauen schlachtreifer Schweine, da das saisonal größere Angebot nicht zeitnah geschlachtet werden kann. Am Fleischmarkt fließen die Mengen problemlos ab, Schlachtnebenprodukte leiden allerdings unter einem massiven Preisverfall. In den übrigen EU-Ländern zeigt sich ein von Nord nach Süd abnehmender Einfluss der deutschen Preisentwicklung. Im Südwesten wurde in KW 39 für Schweine der Klasse S-P 1,35 €/kg SG bezahlt. Bio-Schlachtschweine aller Handelsklassen erlösten im August in Deutschland 3,67 €/kg SG (+3 ct/kg gg. Vj.).

30.09.2020

Schweinepreis 10 Jahre
Schweinepreis 3 Jahre

AGRARMÄRKTE 2020

Kapitel 9 Schweine und Ferkel

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Mastschweine 2019
Kontrakt CME Chicago (in €)
Kontrakt CME Chicago (in $)
Schweine- & Ferkelpreise
Schweinemäster

Excel-Anwendung zur Abschätzung der Wirtschaftlichkeit in der Schweinemast

© LEL Schwäbisch Gmünd

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2019

1,33 1,23 1,40 1,42 1,49 1,35 1,56 1,42 1,41 1,53 1,72 1,72 1,58 1,42 1,52 1,67 1,48 1,78

Wirtschaftsjahr

02/03 03/04 04/05 05/06 06/07 07/08

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18/19

19/20

1,26 1,27 1,45 1,45 1,41 1,43 1,54 1,40 1,46 1,61 1,74 1,69 1,49 1,40 1,69 1,56 1,55 1,90

Preise in Baden-Württemberg nach der 1. FIGDV in €/kg SG, frei Schlachstätte, ohne MwSt.

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