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Körnermais
153
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Quelle: LBV

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Sojaschrotpreise notieren seitwärts

Die Januarzahlen des USDA (amerikanisches Agrarministerium) weisen eine deutlich defizitäre Welt-Sojabilanz aus. Einer Produktion von 337,7 Mio.t steht ein Verbrauch von 350,1 Mio.t gegenüber. Die Endbestände zum 30. Juni 2020 sollen auf 96,7 Mio.t sinken. Grund für die niedrigere Ernteschätzung ist v.a. eine schwache US-amerikanischen Sojaernte 2019. Während die Amerikaner im Jahr 2018 auf gut 41 Mio.ha noch 130 Mio.t Sojabohnen ernteten waren es 2019 auf 37 Mio.ha nur noch 107 Mio.t. Die Flächeneinschränkung war eine Reaktion der Farmer auf die schlechten Verkaufszahlen wegen des Handelsstreits mit China. Die Sojabestände waren nach der Ernte 2018/19 in den USA auf über 26 Mio.t, dem knapp dreifachen Wert der „normalen“ Bestände von 7 bis 10 Mio.t, angewachsen.

Trotz der defizitären Bilanz zeigt sich die Kursentwicklung der Sojabohnen an den Börsen schwach – mit dem Resultat, dass Sojaschrot ebenfalls vergleichsweise günstig zu haben ist. Die Welt-Versorgung mit Soja ist aufgrund der hohen Endbestände bei knapp unter 100 Mio.t weiter sehr solide aufgestellt. Der trotz des „Phase 1-Deals“ noch längst nicht beigelegte Handelsstreit zwischen USA und China drückt weiter in der gesamten Breite auf die Agrarpreise. Aktuell kommen Einschränkungen im Welthandel aufgrund des „Corona-Virus“ hinzu. Und nicht zuletzt wird in Südamerika in Summe, sollte das Wetter mitspielen, eine Sojabohnenernte mit deutlich über 180 Mio.t erwartet. Entsprechend befinden sich im Moment die Bohnenkurse an der CBoT in Chicago nach einem Absturz auf unter 900 US-Cent/bushel im Seitwärtsgang.

Die Entwicklung der Erzeugereinkaufspreise für Sojaschrot zeigte sich in den letzten Monaten etwas unterschiedlich. 43/44 er Schrot notiert schon seit Oktober unverändert seitwärts bei 34,50 €/dt. 48er HP-Schrot, welcher zum Jahresende auf 37 €/dt angezogen hatte, wird im Januar leicht rückläufig bei 36,80 €/dt gesehen. GVO-freie Schrote werden im Markt, bei vergleichbarem Proteingehalt, mit einem Aufpreis von 7 bis 8 €/dt gehandelt. Auch wenn derzeit die Signale kaum auf Veränderung stehen sollte man sich bei den aktuellen Preisen dennoch Gedanken darüber machen im Rahmen des Risikomanagements möglicherweise gewisse Mengen, auch für fernere Termine, zu fixieren.

© Schmid,  LEL Schwäbisch Gmünd

Stand: 29.01.2020

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AGRARMÄRKTE 2019

Kapitel 2 Getreide

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