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165
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Futtergerste
142
€/t
Körnermais
162
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Raps
357
€/t

Quelle: LBV

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Erntedruck nimmt zu – Weizenkurse rückläufig

Mit Fortschreiten der Ernte in Mitteleuropa nimmt der Erntedruck zu. Insbesondere die Weizenerträge beim größten Produzenten Frankreich, die doch etwas besser ausfallen als ursprünglich befürchtet, drücken auf die Kurse. Der DRV (Deutscher Raiffeisenverband) hat in seiner 5. Schätzung Mitte Juli für Deutschland die Ertragserwartungen ebenfalls leicht nach oben korrigiert. Zudem mindert ein steigender Euro die Exportchancen.

In Summe zeigt sich insbesondere die Welt-Weizenbilanz im Getreidewirtschaftsjahr 2020/21 solide versorgt. Zwar korrigierte das USDA (US-amerikanisches Agrarministerium) die Bilanz in seiner jüngst veröffentlichten Julischätzung deutlich nach unten. Dennoch soll mit 769 Mio.t die größte Weizenernte aller Zeiten eingefahren werden. Bei einem Welt-Weizenverbrauch von 747 Mio.t bleibt die Weizenbilanz erneut deutlich im Plus. Die Endbestände würden weiter wachsen und mit 315 Mio.t erstmals die 300 Mio.t-Marke überschreiten. Ein stock-to-use-ratio von 42,2% (Verhältnis von Endbestand zu Verbrauch) signalisiert im Markt eine mehr als solide Versorgungslage.

Auch die Welt-Getreideernte insgesamt fällt mit 2.228 Mio.t so groß aus wie nie zuvor. Obwohl die Mais- und Gerstenbilanzen sich nur gut ausgeglichen zeigen ist dennoch die Welt-Getreidebilanz insgesamt deutlich im Plus. Bei einem Verbrauch von 2.194 Mio.t steigen die Endbestände zum 30.06.2021 voraussichtlich auf 661 Mio.t (stock-to-use-ratio: 30,1%).

Auf europäischer Ebene liegt die Ernteerwartung mit 284 Mio.t zwar rund 10 Mio.t unter dem Vorjahresergebnis. Dennoch bleibt der Selbstversorgungsgrad in der EU27 mit 109% auf gutem Niveau. Die jetzt rückläufige Preise in der Ernte verwundern daher kaum. Offen ist jedoch, wie weit sich der Abwärtstrend fortsetzt.


© Schmid, LEL Schwäbisch Gmünd

Stand: 22.07.2020

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AGRARMÄRKTE 2019

Kapitel 2 Getreide

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