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Quelle: LBV

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Rapskurse weiter stabil

Der Ölsaatenkomplex zeigt sich im Wirtschaftsjahr 2020/21 in Summe nun doch leicht defizitär, auch wenn man im Frühjahr noch von einer positiven Bilanz ausgegangen war. Nach der Oktoberschätzung des USDA (US-amerikanisches Agrarministerium) steht einer Erzeugung von 605,5 Mio.t ein Verbrauch von 609,5 Mio.t gegenüber. Die Endbestände zum 30.06.2021 sollen auf 101 Mio.t rückläufig sein.

Im Detail weisen die drei großen Ölsaaten, sowohl Sojabohnen als auch Raps und Sonnenblumen, für das aktuelle Wirtschaftsjahr negative Bilanzen auf. Die Sojaernte wurde zuletzt auf 368,5 Mio.t geschätzt, der Verbrauch soll bei 370,6 Mio.t liegen. Bei Raps soll sich die Erntemenge auf 68,9 Mio.t belaufen, bei einem Verbrauch von 70,3 Mio.t. Die Sonnenblumenernte wurde in den zurückliegenden Monaten mehrfach nach unten korrigiert. Die Ernte wird derzeit noch auf 51,5 Mio.t geschätzt, im Frühjahr waren es noch 56,8 Mio.t. Bei einem Verbrauch von 52 Mio.t ergibt sich damit auch für Sonnenblumen eine defizitäre Bilanz.

Die Auslöser für die schwächere Einschätzung des Ölsaatenkomplexes sind vielfältig. Zum einen war da die schwache Rapsernte in der EU, aber auch die kanadische Ernte war 2020 deutlich kleiner als in den Vorjahren. Dann wurde die Sonnenblumenernte, v.a. in der Ukraine und weiteren Schwarzmeeranrainern deutlich zurückgenommen. Und zuletzt wurde auch noch die US-Sojaernte nach unten korrigiert. Und wetterbedingt fragt sich der Markt derzeit, ob die bisher als riesig eingeschätzte Sojaernte in Südamerika überhaupt erzielbar ist. Dort herrschen aktuell eher trockene Verhältnisse, die eine deutlich kleinere Ernte befürchten lassen.

Begrenzt wird ein möglicher Preisanstieg bei den Ölsaaten v.a. durch den schwachen Rohölpreis, der es erschwert Pflanzenöle kostendeckend im Biospritsektor zu platzieren. In Summe wird den Preisen für Raps & Co. aber noch deutlich Luft nach oben zugeschrieben. Unter der Prämisse, dass im Rohölsektor wieder etwas Normalität einkehrt könnten die Rapskurse die 400 €/t-Marke an der MATIF in Paris noch vor Jahresende knacken.

© Schmid, LEL Schwäbisch Gmünd

Stand: 23.10.2020

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Kapitel 2 Getreide

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