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Stand: EU-Kommission (31. Juli 2020)

Die EU-Kommission korrigierte die voraussichtliche Getreide-Erntemenge im Sommer 2020 (EU27; Getreidewirtschaftsjahr 2020/21) in ihrer vierten Schätzung erneut um 2 Mio.t nach unten. War im April die Getreideernte in der EU noch auf 289,6 Mio.t geschätzt worden sollen es nach den Julizahlen nur noch 282,3 Mio.t werden. Während die aktuelle Abwärtskorrektur bei Weizen mit minus 0,5 Mio.t moderat ausfiel wurde im Juli insbesondere die Gerstenernte von 56,1 auf 54,1 Mio.t zurückgenommen. Besonders Wintergerste hat unter der Trockenheit der letzten Wochen gelitten. Hier kam der Regen vielerorts zu spät. Zudem war die Wintergerste regional auch von Frostschäden betroffen. Dennoch scheint sich die Getreideernte in der EU27 noch ganz ordentlich zu entwickeln. Mit einem Selbstversorgungsgrad von gut 108% liegt die Ernte zwar unter dem Ergebnis des Vorjahres, belegt aber im Rückblick der letzten fünf Jahre immerhin noch Rang 2. Die Exportchancen in Drittstaaten werden aufgrund der weltweit als überschüssig eingeschätzten Getreidebilanz etwas schwächer gesehen, so dass zum Ende des Wirtschaftsjahres 2020/21 die Endbestände in der EU27 auf 49 Mio.t anwachsen könnten.

© Werner Schmid, LEL Schwäbisch Gmünd

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