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Schlachtrinder

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Bernhard Stetter

Referent tierische Märkte


07171 / 917 242

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Marktlage Schlachtrinder

Der Rindfleischmarkt hat sich nach dem Coronabedingten Einbruch von rund 40 ct/kg SG seit dem Tiefpunkt Anfang Mai wieder erstaunlich gut erholt. Von Seiten der Schlachtunternehmen wurde von einem zufriedenstellenden Inlandsabsatz berichtet. Dies war zum großen Teil auf die höhere Nachfrage zurückzuführen, weil die Leute ihren Urlaub überwiegend in Deutschland verbachten. Gestützt wurden die Preise auch dadurch, dass die Schlacht- und Zerlegebetriebe wegen der Corona-Auflagen nicht mit voller Kapazität arbeiten können. Auch im Export liefen die Geschäfte in Richtung Frankreich, Spanien und Italien wieder besser, wenn auch noch nicht ganz zu den alten Preisen. Auf der Angebotsseite wird in den letzten Wochen insgesamt von einem relativ knappen Aufkommen berichtet, so dass die Schlachtereien z.T. um Schlachtvieh konkurrieren. Bei einer aktuell flotten Nachfrage ist weiter von einer festen Tendenz auszugehen.
Ein Problem stellt die Verwertung des 5. Viertels dar. Bei Rinderhäuten sind die Lager der Gerbereien in Folge des Absatzrückgangs im Automobilbereich, aber auch bei Möbeln und Schuhen voll. Gute Fleckviehhäute haben sich von rund 120 € auf etwa 50 € verbilligt, schwarzbun-te Kuhhäute liegen z.T. unter 10 €. Auch Innereien und Fette sind deutlich billiger, da hier vieles in den Export gegangen ist.

30.09.2020

Schlachtrinder 10 Jahre

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6 mal im Jahr informiert über aktuelle Entwicklungen auf  landwirtschaftlichen Märkten.

Marktlage Jungbullen

Die Erzeugerpreise für Jungbullen haben Ende Juli saisonuntypisch stärker angezogen und lagen zeitweise sogar über Vorjahresniveau. Dies war auf höhere Preise in Norddeutschland im Zusammenhang mit der Tönnies-Schließung zurückzuführen. Dort hatte sich zeitweise ein Wettbewerb zwischen großen Schlachtunternehmen entwickelt. Mit der Umstellung des Handels auf das Wintersortiment ziehen die Jungbullen saisontypisch weiter an.

In KW 39 wurde von den meldepflichtigen Schlachtbetrieben im Südwesten für Jungbullen (E-P) im Schnitt 3,57 €/kg SG bezahlt. Bio-Jungbullen (E-P) erlösten im September bundesweit 4,58 €/kg SG (+11 ct/kg gg. Vj.).

30.09.2020

Jungbullen aktuell
Jungbullen 3 Jahre

AGRARMÄRKTE 2020

Kapitel 10 Rinder

  Text
Folien

Marktlage Kühe

Kuhfleisch war durch die Corona-bedingte Schließung der Fastfood-Ketten wie McDonalds stark betroffen, konnte sich bis Juli jedoch wieder bis auf Vorjahresniveau erholen. Im September kamen die Kuhpreise dann wieder unter Druck. Die Nachfrage war verhalten bis schwach und die verfügbaren Mengen oft nur mit Mühe zu vermarkten. Ein Grund war auch, dass die Nachfrage aus den hochpreisigen Exportmärkten Spanien und Frankreich wegen der dortigen neuerlichen Verschärfung der Corona-Situation wieder zurückging. Saisonale Abschläge bei Kühen im Herbst sind an sich normal, in diesem Jahr zeigen sie sich allerdings deutlicher als in Normaljahren. Offen ist, ob sich der ASP-bedingte Preiseinbruch bei Schlachtschweinen auf die Kuhpreise auswirken wird. Von den meldepflichtigen Schlachtbetrieben im Markt-gebiet wurde in KW 39 2,54 €/kg SG (E-P) bezahlt. Im September erlösten Bio-Schlachtkühe (E-P) bundesweit 3,46 €/kg SG (-12 ct/kg gg. Vj).

30.09.2020

Kühe aktuell
Kühe 3 Jahre
Rinder 1-2 Jahre 2019
Rinder über 2 Jahre 2019
Marktlage Färsen

Die Erzeugerpreise für Färsen hängen noch um rund 10 ct/kg SG hinter dem Vorjahr. Hier ist eine weitere Preiserholung zu erwarten, da Färsen tendenziell knapper und gefragter werden dürften.

Von den meldepflichtigen Schlachtbetrieben im Südwesten wurden in KW 39 für Färsen 3,29 €/kg SG (E-P) bezahlt. Im September erlösten Bio-Schlachtfärsen (E-P) bundesweit 4,40 €/kg SG (+9 ct/kg gg. Vj.).

30.09.2020

Färsen aktuell
Färsen 3 Jahre
Marktlage Schlachtkälber

Von den meldepflichtigen Schlachtbetrieben im Marktgebiet wurden in KW 39 in den Handelsklassen E-P 87 Kälber geschlachtet. Im Durchschnitt wurde für diese Tiere 5,41 €/kg SG (E-P) bezahlt.

30.09.2020

Schlachtkälber aktuell
Schlächtkälber 3 Jahre

RINDERPREISE

Kalenderjahr

2009

2010

2011

2012

2013

2014

2015

2016

2017

2018

2019

2020

Jungbullen

E-P 3,10 3,20 3,56 3,91 3,79 3,62 3,78 3,66 3,83 3,86 3,60

Kühe

E-P 2,23 2,28 2,73 3,11 2,99 2,66 2,77 2,56 2,89 2,91 2,70

Färsen

E-P 2,82 2,81 3,15 3,56 3,64 3,52 3,50 3,36 3,50 3,58 3,40

Kälber

E-P 4,44 4,51 4,80 4,94 5,19 5,16 5,19 5,07 5,15 5,38 5,14

Wirtschaftsjahr

08/09

09/10

10/11

11/12

12/13

13/14

14/15

15/16

16/17

17/18

18/19

19/20

Jungbullen

E-P 3,22 3,07 3,36 3,73 3,95 3,67 3,66 3,73 3,68 3,93 3,69 3,57

Kühe

E-P 2,41 2,20 2,46 2,93 3,15 2,80 2,70 2,65 2,65 2,99 2,72 2,63

Färsen

E-P 2,92 2,77 2,94 3,34 3,68 3,57 3,52 3,42 3,39 3,59 3,45 3,31
Kälber E-P 4,49 4,49 4,64 4,82 5,15 5,15 5,18 5,11 5,06 5,30 5,23 5,17

Preise in Baden-Württemberg (ab 2012 für BW, He, RP)   nach der 4. DVO/1. FlGDV in €/kg SG, frei Schlachtstätte, ohne MwSt.

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