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Raps

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Werner Schmid

Referent pflanzliche Märkte


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Marktlage Raps

Die Welt-Rapsbilanz 2019/20 wird in der Novemberschätzung des USDA (US-amerikanisches Agrarministerium) als leicht defizitär eingeschätzt. Einer Erzeugung von 68,5 Mio. t steht ein Verbrauch von 69,9 Mio. t gegenüber. Der Endbestand zum 30.06.2020 wird auf nur noch 6,6 Mio. t geschätzt. Bemerkenswert, da marktwirksam, ist, dass das USDA die Welt-Rapsproduktion im Juli um 3,1 Mio.t nach unten korrigiert hat. Damit veränderte sich die Bilanz von „leicht überschüssig“ im Juni auf „leicht defizitär“ im Juli. Auslöser für diese Korrektur war eine schwächere Einschätzung der Ernte in Kanada, Australien und der EU. Gerade in der EU ist die Rapsernte im Jahr 2019 sehr schwach ausgefallen. In ihrer Oktoberschätzung beziffert die Kommission die Ernte nach einer erneuten Abwärtskorrektur auf gerade noch 16,77 Mio. t. Im Schnitt der letzten 5 Jahre lag die EU-Erntemenge bei 21,3 Mio. t. Entsprechend zeigen sich die Erzeugerpreise mit 36,50 €/dt freundlich. Sollten sich die fundamentalen Daten befestigen, könnte in Sachen Raps-Erzeugerpreise auch noch Luft nach oben sein. Allerdings darf der Einfluss eines gut versorgten Sojamarkts nicht aus den Augen verloren werden. Franko Mannheim notiert Raps um 39,20 €/dt.

26.11.2019
Raps Baden-Württemberg
Raps 10 Jahre

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AGRARMÄRKTE 2019

Kapitel 3 Ölsaaten und Eiweißpflanzen

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Terminmarkt Raps



Die Rapsnotierungen an der MATIF in Paris zeigen seit Ende Juni über alle Termine hinweg einen Aufwärtstrend. Notierte der FEB20 Anfang Juli noch bei 368,- €/t, so sind es zwischenzeitlich knapp 390,- €/t. Getragen wird diese Entwicklung einerseits von einer leicht defizitären Welt-Rapsbilanz in Verbindung mit einer sehr schwachen EU-Rapsernte. Andererseits trägt die Entwicklung im Sojabereich ihren Teil dazu bei. Hier korrigierte das USDA die Sojaernte in der Julischätzung um gut 8 Mio. t nach unten, nachdem klar wurde, dass die Ernteerwartungen in den USA aufgrund niedrigerer Aussaatflächen deutlich geringer ausfallen. Die Welt-Sojabilanz kippte damit von einer ausgeglichenen in eine doch deutlich defizitäre Bilanz um. In Summe scheint bei den Rapskursen noch Luft nach oben zu sein. Ob allerdings die 400,- €/t – Marke zu knacken ist, ist noch ungewiss. Schlechte Nachrichten aus dem Sojabereich auf der Südhalbkugel könnten einen solchen Effekt bewirken.

26.11.2019

MATIF Rapsnotierung
Matif offene Kontrakte Raps
Rapskontraktkurse ICE Winnipeg
Rapskontraktkurse ICE Winnipeg in $

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2012

2013

2014

2015

2016

2017

2018

2019

28,4

37,6

26,1

32,0

44,0

45,6

39,7

33,3

34,8

35,4

36,5
35,0

06/07

07/08

08/09

09/10

10/11

11/12

12/13

13/14

14/15

15/16

16/17

17/18

18/19

24,5

37,6

29,6

26,5

41,9

43,3

45,4

35,4

32,0

35,4

39,3

35,9

34,3

Erzeugerpreise in Baden-Württemberg, frei Erfasser, in €/ dt, ohne MwSt.

Winterraps 2018

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