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Aktuelle Preise KW 08/20

(Baden-Württemberg)
 

Brotweizen
158
€/t
Braugerste
180
€/t
Futtergerste
145
€/t
Körnermais
153
€/t
Raps
376
€/t

Quelle: LBV

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Weizenkurse an der MATIF rückläufig

Die Weizenkurse an der MATIF befanden sich in den letzten Tagen im Rückwärtsgang. Der Maitermin hat inzwischen die 190 €-Marke unterschritten. Als Auslöser werden Unsicherheiten genannt, welche die Verbreitung des Corona-Virus, nicht nur in die Agrarmärkte, bringt. Auch andere Produktgruppen, darunter auch Rohöl, verloren deutlich an Wert.

Aber auch die fundamentalen Daten zeichnen nicht unbedingt einen Weg nach oben. Im Summe ist die Getreideversorgung, und insbesondere die Weizenversorgung, 2019/20 als solide zu bezeichnen. Zwar zeigt die Gesamt-Getreidebilanz ein leichtes Defizit. Einer Erzeugung von 2.167 Mio.t steht ein Verbrauch von 2.178 Mio.t gegenüber. Die Weizenbilanz hingegen zeigt unverändert ein leichtes Plus. Hier steht der Erzeugung von 764 Mio.t ein Verbrauch von 751,5 Mio.t gegenüber. Ein Endbestand von 615 Mio.t Getreide gesamt bzw. 288 Mio.t Weizen unterstreicht im Markt die solide aufgestellte Versorgungslage.

Hinzu kommt, dass die europäische Getreide- und Weizenernte im Sommer 2019, entgegen allen Befürchtungen, gut ausgefallen ist. Mit einer Ernte von 317,8 Mio.t konnte die zweitbeste Ernte aller Zeiten in der EU eingefahren werden. Nur 2014 war mit 328,1 Mio.t etwas besser. Die gute europäische Versorgung ist, trotz florierender Exportzahlen und schwachem Euro, mit der Grund, weshalb sich die Erzeugerpreise nur auf schwachem Niveau entwickeln konnten.

Die Befürchtungen um einen Einbruch der Weizenkurse haben sich in den zurückliegenden Tagen leider bewahrheitet. Als Erzeugerpreis werden aktuell im Süden noch Werte um 15,80 €/dt Brotweizen genannt. Die Mühlen signalisieren allerdings gute Versorgung, höhere Erlöse sind daher kaum zu erzielen. Gebote für Vorkontrakte für neue Ernte liegen in ähnlicher Höhe.

© Schmid,  LEL Schwäbisch Gmünd

Stand: 26.02.2020

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AGRARMÄRKTE 2019

Kapitel 2 Getreide

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