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Quelle: LBV

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Erzeugereinkaufspreise für Sojaschrot ziehen an

Die Aprilzahlen des USDA (amerikanisches Agrarministerium) weisen für 2019/20 weiter eine deutlich defizitäre Welt-Sojabilanz aus. Einer Produktion von 338 Mio. t steht ein Verbrauch von 348,4 Mio. t gegenüber. Die Endbestände zum 30. Juni 2020 sollen auf 100,5 Mio. t sinken. Grund für die niedrigere Ernteschätzung ist v.a. eine schwache US-amerikanischen Sojaernte 2019. Während die Amerikaner im Jahr 2018 auf gut 35,5 Mio. ha noch 120,5 Mio. t Sojabohnen ernteten waren es 2019 auf 30,4 Mio. ha nur noch 96,8 Mio.t. Die Flächeneinschränkung war eine Reaktion der Farmer auf die schlechten Verkaufszahlen wegen des Handelsstreits mit China. Die Sojabestände waren nach der Ernte 2018/19 in den USA auf knapp 25 Mio. t, dem knapp dreifachen Wert der „normalen“ Bestände von 7 bis 10 Mio. t, angewachsen.

Trotz der defizitären Bilanz zeigt sich die Kursentwicklung der Sojabohnen an den Börsen weiter schwach. Zuletzt notierte der Frontmonat der Bohnen an der CBoT (Chicago Board of Trade) gerade noch bei 840 US-Cent pro Buschel. Grund für die Kursschwäche sind eine solide Welt-Versorgung mit Soja aufgrund der hohen Endbestände sowie der weiter offene Handels- und inzwischen auch Corona-Streit zwischen USA und China. Gute Ernten in Südamerika drücken zusätzlich die Kurse. In Brasilien wird voraussichtlich mit 124,5 Mio. t die größte Sojaernte aller Zeiten erwartet, aus Argentinien kommen nochmals 52 Mio. t hinzu.

Die Erzeugereinkaufspreise für Sojaschrot haben trotz der guten Versorgungslage in den zurückliegenden Wochen leicht angezogen. Im Markt wird berichtet, dass vor allem vordere Ware aufgrund logistischer Engpässe eher knapp ist. Preisstützend wirkt auch eine eher knappe Versorgung mit Rapsschrot sowie ein derzeit schwacher Euro, der die Einfuhr von Agrargütern verteuert. Auf mittlere Frist erwartet der Markt, sollten sich die logistischen Engpässe auflösen, allerdings tendenziell rückläufige Sojaschrotpreise. Aus diesem Grund werden derzeit kaum Termingeschäfte getätigt. Alle Marktteilnehmer warten darauf, dass sich die soliden fundamentalen Daten im Markt preissenkend auswirken. Aktuelle werden für 43/44 er Schrot Erzeugereinkaufspreise bei 39,50 €/dt, für 48er HP-Schrot 40 €/dt genannt. GVO-freie Schrote werden im Markt, bei vergleichbarem Proteingehalt mit einem Aufpreis von 7 bis 8 €/dt gehandelt.

© Schmid,  LEL Schwäbisch Gmünd

Stand: 06.05.2020

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AGRARMÄRKTE 2019

Kapitel 2 Getreide

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