Milch

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Der Weltmilchmarkt zeigt sich zuletzt wieder etwas schwächer. Die Preise des Global Dairy Trade Tenders, die bis Anfang März nachfragebedingt um insgesamt 41 % angezogen hatten, haben seither wieder 12 % nachgegeben, wobei sich der Rückgang im Juli beschleunigt hat. Obwohl auch der Konsum global angezogen hat, dürften die Hauptgründe im steigenden Angebot liegen. Von Januar bis Mai hat sich die Erzeugung der 9 großen Exporteure von +0,9 % auf +2,7 % erhöht. Die Mehrmengen kommen hauptsächlich aus den USA, wo die Milchkuhbestände ausgedehnt werden und im ersten Halbjahr +2,4 % und im Mai sogar +4,7 % mehr gemolken wurde. In Neuseeland wurde wegen der guten Futterversorgung und Rekord-Erzeugerpreise im ersten Halbjahr in der dortigen auslaufenden Saison +5,6 % mehr erzeugt. Auch in der EU ist die Produktion trotz der teuren Kraft- und Eiweißfuttermittel in Folge der guten Futterversorgung wieder zunehmend auf Expansionskurs. Im Mai wurde 1,8 % mehr Milch erzeugt. Dazu tragen insbesondere Irland (+8,3 % im ersten Halbjahr), Italien (+3,0 %) und zuletzt wieder Frankreich bei, wo die Produktion von ‑4,1 % im Januar auf +2,6 % im Mai anstieg. Die deutsche Erzeugung hat sich von -1,8 % im Januar auf +0,1 % im Mai entwickelt. In Baden-Württemberg haben sich die Milchanlieferungen von -0,3 % im Januar zu +1,4 % im Mai erhöht. Im Juni und Juli sind die deutschen Anlieferungen wieder rückläufig und lagen in KW 28 bei -1,9 % gg. dem Vorjahr. Entsprechend zeigten sich die Rohstoffpreise fest, deutsche Spotmilch kostete in KW 26 - 28 rund 35 ct/kg. Zuletzt kam es wegen der Flutkatastrophe zu einem Einbruch von 1,5 ct/kg, der aber überwunden zu sein scheint. Bis Juni konnten sich die baden-württembergischen Erzeugerpreise wieder bis auf 36,0 ct/kg erholen. 2021 zeigt aber auch die weiter zunehmende Marktmacht des LEH und der Discounter. Deren Druck auf die Butterpreise Anfang des Jahres ist deutlich bei den Erzeugerpreisen erkennbar. Auch die einseitige 2-monatige Verlängerung der Trinkmilchkontrakte und die Verschiebung der Kontraktlaufzeiten verbessert die künftige Verhandlungsposition des Handels. Biomilch erlebte 2020 Corona-bedingt einen Nachfrageschub, der weiter anhält. Im Juni 2021 erreichten die Auszahlungspreise der süddeutschen Molkereien nach Zahlen von Bioland 49,9 ct/kg.

30.07.2021

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