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Milch

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Richard Riester
Abteilungsleiter Agrarmärkte und Qualitätssicherung

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Marktlage Milch

Am Milchmarkt hatte sich Corona-bedingt weltweit in ähnlicher Weise Marktdruck aufgebaut. Absatzrückgänge im Gastronomie- und GV-Bereich durch Ausgangssperren und Schließungen ließen sich nur teilweise durch den Mehrabsatz in den Supermärkten kompensieren. Hinzu kommt, dass sich auf einzelne Teilmärkte spezialisierte Molkereien nicht ohne Weiteres an die geänderten Warenströme anpassen konnten. In den USA fordern einzelne Molkereien ihre Erzeuger deshalb sogar dazu auf, ihre Milch nicht mehr anzuliefern. In Großbritannien konnten einzelne Molkereien das Milchgeld nicht mehr pünktlich zu bezahlen und auch von nicht mehr abgenommener Milch wurde berichtet. Auch in Deutschland forderten die Bayern MeG und einzelne Molkereien die Milcherzeuger auf, die Milchmenge kurzfristig deutlich einzuschränken.
Deutlicher wird die Entspannung am Spotmarktpreis, der seit dem Tief um Ostern mit 20 ct/kg wieder auf 27,3 ct/kg in KW 21 angezogen hat.
So positiv die Stabilisierungstendenzen auch sind, so bleibt doch das Marktumfeld weiter schwierig. Global nehmen die Milchanlieferungen in der EU und in den USA wieder stärker zu. Die großen Exporteure lagen im März bei +2,0 %, die EU bei +1,7 %. In Deutschland waren es in KW 20 +0,4 %.
Auf den übrigen Produktmärkten stabilisiert der Trinkmilchabschluss von Aldi mit +5 ct/kg (brutto) ab Mai die Erlöse, während bei den Käsepreisen Abschläge von rund 50 ct/kg für Schnittkäse, entsprechend rund -5 ct/kg beim Erzeugerpreis, zu verkraften sind. Auch hier wird durch die Öffnung der Gastronomie die Nachfrage stimuliert und die Forderungen ziehen an. Südeuropa läuft allerdings nach wie vor schwach.
Die Auszahlungspreise der Molkereien sind nach einer rund 2 Jahre dauernden stabilen Phase unter Druck geraten. Für April wird in Baden-Württemberg ein Erzeugerpreis von 33,3 ct/kg erwartet. Die unterschiedliche Entwicklung an den Märkten hat zu deutlichen Verwertungsunterschieden und entsprechenden Auszahlungsunterschieden zwischen den Molkereien geführt. Für April liegt die Spreizung zwischen den Molkereien im Land bei fast 6 ct/kg.
Biomilch hat von Corona profitiert und einen Nachfrageschub erlebt. Im April wurde z.B. 21 % mehr Bio-Trinkmilch gegenüber +6,8 % konventioneller Trinkmilch von privaten Haushalten eingekauft. Die Erzeugerpreise in Süddeutschland lagen nach Zahlen von Bioland im April mit dem Übergang auf die Sommerpreise bei 47,5 ct/kg.

29.05.2020

Milchpreis Baden-Württemberg 15 Jahre
Milchpreis Baden-württemberg
Milchpreis Deutschland

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AGRARMÄRKTE 2019

Kapitel 11 Milch

  Text (1.070 kB)
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Jahresheft Milch

Das Jahresheft Milch 2010 erhalten Sie hier.

Milchinhaltsstoffe Baden-Württemberg
Milchanlieferung Baden-Württemberg
Milchpreis Baden-Württemberg & Deutschland 15 Jahre
Milchkühe 2019
Class III Milchkontraktkurse CME Chicago (in €)
Class III Milchkontraktkurse CME Chicago (in $)
Flüssigmilch Kontrakte EEX
Monatlicher Milchpreis


Amtliche Preisfeststellung für Milch

(Erzeugerpreise in Cent/kg, ab Hof, ohne Mwst)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

kumuliert

 

Jahr

Jan

Feb

Mrz

Apr

Mai

Jun

Jul

Aug

Sep

Okt

Nov

Dez

(Jan-Apr)

Jahr

Baden-Württemberg

2018

36,2

35,3

34,7

34,3

34,1

34,3

34,7

35,2

35,6

36,0

36,3

36,3

35,1

36,5

2019

35,7

35,6 35,3 35,2 34,9 34,8 34,5 34,4 34,5 34,6 34,8

34,8

35,4

35,8

2020

34,7 34,9 34,6 33,3 s32,8 34,4

± ct/kg

-1,0 -0,7 -0,7 -1,9 -2,1 -1,1

Bayern

2018

37,5

36,5

35,4

34,1

34,0

34,3

34,6

34,8

35,3

35,8

35,9

35,9

35,9

36,0

2019

35,6

35,5 35,4 35,1 34,6 34,2 33,9 33,8 33,8 33,9 34,0 34,0

35,4

35,2

2020

34,3 34,5 34,6 34,0 34,3

± ct/kg

-1,3 -1,0 -0,8 -1,1 -1,1

Deutschland

2018

35,5

33,4

32,7

32,2

32,2

32,7

33,3

34,0

34,7

35,1

35,3

34,7

33,5

34,4

2019

33,8

 33,7 33,5 33,3 33,0 32,9 32,7 32,6 32,7 32,9 33,0 33,3

33,6

33,7

2020

33,2 33,3 33,4 32,7 33,1

± ct/kg

-0,6 -0,4 -0,1 -0,6 -0,4

Erzeugerpreise für konventionell erzeugte Kuhmilch nach Erzeugerstandort (bei 4,0% Fett und 3,4% Eiweiß) nach der Meldeverordnung Milch,
einschließlich Zuschlägen (S-Klasse, Verwertung, Saison, Liefermengen, etc.), abzüglich Abzügen (Kl. 2, Zellen, Hemmstoffe, etc.),
abzüglich bundeseinheitlicher und landesspezifischer Abgaben (soweit auf den Milchgeldabrechnungen ausgewiesen).
Monatswerte und kumulierte Werte ohne , Jahreswerte mit Nach- und Abschlusszahlungen. Nach- und Abschlusszahlungen
werden auf das Jahr des Auszahlungszeitpunktes angerechnet. Die BLE behält sich die Änderungen der Ergebnisse vor.
s) Schätzung LEL
Quelle: BL

jährlicher Milchpreis

Kalenderjahr

2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019
Fettgehalt (in %) 4,22 4,20 4,17 4,17 4,17 4,17 4,17 4,14 4,18 4,17 4,14 4,15 4,12 4,09 4,06 4,13
Eiweißgehalt (in %) 3,44 3,43 3,40 3,42 3,40 3,40 3,41 3,40 3,42 3,41 3,41 3,41 3,43 3,44 3,45 3,47
Nettofettwert (in Ct / % Fett) 3,00 3,00 2,72 2,70 2,69 2,71 2,71 2,72 . . . . . . .
Nettoeiweißwert (in Ct / % Eiweiß) 3,81 3,81 4,10 4,17 4,17 4,12 4,13 4,12 . . . . . . .
Erzeugerpreis Rohmilch, Molkereistandort, 4,0% Fett, 3,4 % Eiweiß (in Ct/kg, o. MwSt.) 28,94 28,51 28,15 34,24 36,48 25,73 31,34 35,30 31,79 37,51 .
. . . .
Erzeugerpreis konventionelle Kuhmilch, Erzeugerstandort, 4,0% Fett, 3,4 % Eiweiß (in Ct/kg, o. MwSt.) . . . . . . . . 31,78 37,51 37,58 29,29 26,73 36,19 34,37 33,70
Quelle: LEL Schwäbisch Gmünd (bis 2008), BLE Bonn (ab 2009)

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