Milch

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Der Milchmarkt zeigt sich im ersten Quartal 2021 ausgesprochen fest. Am Weltmarkt steigen die Preise trotz einer in 2020 um 1,9 % höheren Produktion der großen Exporteure, insbesondere der USA und der EU. Allerdings hat deren Wachstum zum Jahreswechsel deutlich nachgelassen, im Januar waren es nur noch +0,2 %. Gleichzeitig zieht die Nachfrage Chinas und Asiens weiter an.
In Neuseeland sind aufgrund der die Produktion übersteigenden Nachfrage die Preise des Global Dairy Trade Tender von November bis Anfang März um insgesamt 41 % angezogen, zuletzt in einem Schritt um 15 %. Mitte März gab es zwar einen kleinen Rücksetzer von knapp 4 %, die Preise liegen dennoch auf dem höchsten Niveau seit 2013 und die dortigen Milcherzeuger erwarten den zweithöchsten Milchpreis aller Zeiten.
Mit zur Entspannung des Weltmarktes beigetragen haben die abnehmenden Milchanlieferungen in der EU, hauptsächlich in Frankreich (-3,4 % im Januar), Deutschland (-1,7 %) und den Niederlanden (-1,4 %), die die EU-Anlieferungen von +1,3 % im November auf -0,7 % im Januar sinken ließen.
Die deutsche Erzeugung ist bereits seit Mitte 2020 rückläufig, was auf die abnehmenden Kuhzahlen und die nicht zur Mehrerzeugung motivierenden Erzeugerpreise zurückzuführen sein dürfte. Der Rückstand hält weiter an, in KW 10 wurden 1,7 % weniger als in der Vorjahreswoche geliefert.
Entsprechend zeigen praktisch alle Produktmärkte positive Preisentwicklungen und auch die Rohstoffpreise haben angezogen, deutsche Spotmilch kostete in KW 11 32,8 ct/kg.
Der Kieler Rohstoffwert hat sich entsprechend von Januar auf Februar von 31,3 auf 32,9 ct/kg verbessert. An der EEX in Leipzig sind die Terminkontrakte bis Anfang März steil angestiegen. Trotz seitheriger Verluste von rund 5 % ergeben sich daraus derzeit abgeleitete Erzeugerpreise von 36 bis 38 ct/kg für das Jahr 2021.
Die Auszahlungspreise der Molkereien sind in Folge der Corona-bedingten Markteinbrüche und der großen Unsicherheiten 2020 in Baden-Württemberg bis auf 32,7 ct/kg eingebrochen. Nach einer Erholungsphase konnten sich die Preise bis Dezember wieder auf 34,2 ct/kg erholen. Für Januar und Februar mussten die Molkereien wegen des Drucks des LEH bei Butter die Auszahlungspreise erneut bis auf 33,8 ct/kg zurücknehmen.
Damit sollte die Preisschwäche zum Jahreswechsel nun aber überwunden sein. Stabile Erzeugerpreise sind auch vor dem Hintergrund der kräftigen Preissteigerungen bei Futter, Düngemitteln und Kraftstoffen dringend notwendig.
Biomilch erlebte 2020 Corona-bedingt einen Nachfrageschub, der laut den Molkereien weiter anhält. In den ersten 2 Monaten 2021 erreichten die Auszahlungspreise der süddeutschen Molkereien nach Zahlen von Bioland 49,5 ct/kg. Ab März sind weitere Preisanhebungen angekündigt.

31.03.2021

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