Futtermittel

Siloballen

Futtergerste

Die Erzeugerpreise für Futtergerste lagen im Süden nach der Ernte 2020 bei eher schwachen Werten um 13,50 €/dt. Futtergerste konnte aber im 4.Quartal, und insbesondere im 1. Quartal 2021, vom Aufwärtstrend bei den Getreidepreisen profitieren. Zwischenzeitlich haben die Erzeugerpreise um gut 5,- €/dt auf 18,50 €/dt angezogen. Auf EU-27-Ebene wird die Gerstenernte nach einer Abwärtskorrektur gegenüber ex-Ernte auf 54,8 Mio. t beziffert. Bei einem Binnenverbrauch von 44,4 Mio. t und einem unverändert eingeschätzten Export von 10,5 Mio. t könnten sich die Bestände bei 5,2 Mio. t knapp über Vorjahresniveau (4,3) halten. Für Deutschland beziffert das BMEL (Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft) den Wintergerstenanbau auf 1,31 Mio. ha (Vj. 1,35) und die Erntemenge auf 8,85 Mio. t (Vj. 9,76) bei einem Durchschnittsertrag von 67,5 dt/ha (Vj. 72,2). Die knappe Versorgungslage hat sich im Laufe des Vermarktungsjahres am Kassamarkt durchgesetzt, die nach der Ernte unbefriedigenden Preise sind Geschichte. Eine insgesamt gut ausgeglichene Versorgung weltweit sowie ein optimistischer Blick auf das neue EU-Getreidewirtschaftsjahr 2021/22, wie von der Kommission unlängst in der Maischätzung veröffentlicht, begrenzt den Preisanstieg. Alte Ernte wird knapp bleiben, Hoffnung auf die neue Ernte übt aber gewissen Druck aus. Hinzu kommen die Unsicherheiten im Schweinemarkt durch das ASP-Geschehen in Deutschland. Optimistischer hingegen stimmen die Signale aus dem Ferkelmarkt. Hier war in den vergangenen Monaten eine deutliche Konsolidierung der Preise zu spüren.
31.05.2021

Futterweizen

Ähnlich wie Futtergerste konnten die Futterweizenpreise gegenüber ex-Ernte um rund 4,50 €/dt zulegen. Derzeit wird im Süden ein Durchschnittspreis bei 19,90 €/dt genannt, das liegt rund 1,40 €/dt über der Futtergerste. In Summe beziffert das BMEL (Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft) die Weizenernte auf 21,88 Mio. t. (Vj. 23,06) bei einem Durchschnittsertrag von 77,2 dt/ha (Vj. 74). Für die dennoch geringere Weizenernte zeichnet der Flächenrückgang auf 2,83 Mio. ha (Vj. 3,12) verantwortlich. Stützung erfuhren die Erzeugerpreise in den zurückliegenden Wochen auch von den Entwicklungen der Warenterminkurse, die sich sowohl in Chicago als auch in Paris freundlich präsentierten. Mit Blick auf die neue Getreidesaison sind die Kurse jedoch inzwischen wieder um ca. 10% rückläufig. Entsprechend verhalten entwickeln sich die Erzeugerpreise. Die erste Prognose der EU-Kommission, die mit 133,9 Mio. t eine Weizenernte in 2021 von knapp 10 Mio. t über dem Vorjahresergebnis sieht, lässt im Moment kaum noch weiteren Spielraum für steigende Erzeugerpreise.
31.05.2021

Sojaextraktionsschrot

Trotz einer Rekordproduktion von 363 Mio. t fiel die Sojabilanz der Saison 2020/21 bei einem Verbrauch von 369 Mio. t negativ aus. Nach den Maizahlen des USDA (US-amerikanisches Agrarministerium) wird der Endbestand zum 30.06.2021 gegenüber dem Vorjahr um 10 Mio. t auf 85,5 Mio. t fallen. Damit schaffte es selbst die größte Sojaernte aller Zeiten nicht, den steigenden Bedarf der Welt zu decken. Das hatte zu Beginn der Saison 2020/21 im 2. Quartal 2020 noch anders ausgesehen. Damals prognostizierte das USDA noch eine überschüssige Sojabilanz 2020/21. Zwei wesentliche Faktoren haben aber dazu geführt, dass es völlig anders gekommen ist. Zum einen fiel die US-amerikanische Sojaernte im Herbst 2020 nicht so gut aus als man ursprünglich gedacht hatte. Viel bedeutender schlug aber zu Buche, dass die weltweiten Importzahlen im Laufe des Wirtschaftsjahres um knapp 10 Mio. t zulegten und damit der Verbrauch von 361 Mio. t auf knapp 370 Mio. t angestieg. Insbesondere China steigerte seine Importe im Jahresverlauf von ursprünglich gedachten 96 Mio. t auf 100 Mio. t. Die Börsen reagierten auf diese Entwicklung mit einer beispiellosen Hausse. Notierte Soja im Mai 2020 noch um 830 US-Cent/Bushel so stand der Kurs 1 Jahr später auf nahezu dem Doppelten bei über 1.600 US-Cent/Bushel. Zwischenzeitlich, nach Veröffentlichung der ersten Zahlen durch das USDA Anfang Mai für die Saison 2021/22 haben sich die Kurse leicht beruhigt. Derzeit notiert Soja im Bereich um 1.400 US-Cent/Bushel für neue Ernte. Das ist der Tatsache geschuldet, dass die Sojabilanz 2021/22 mit einer Erzeugung von 386 Mio. t bei einem Verbrauch von 381 Mio. t leicht überschüssig eingeschätzt wird. Allerdings hat das Wirtschaftsjahr 2021/22 noch gar nicht begonnen. Insofern stehen diese Zahlen noch auf tönernen Füßen. Die Erzeugereinkaufspreise für Sojaschrot notieren immer noch entsprechend hoch. Für 43/44 er Schrot (Normtyp) wurde im Mai 45 €/dt genannt, das sind gut 5,- €/dt mehr als im November. 48er HP-Schrot liegt bei 48,50 €/dt (November 2020: 40 €). Der Preis für GVO-freien 48er-Schrot ist im Süden in schwindelerregende Höhen geschossen und notiert bei 75 €/t, ein bislang noch nie beobachteter Wert. Selbst im bundesdeutsche Durchschnitt kostet das Produkt 73,70 €/t.
31.05.2021

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