Futtermittel

Siloballen

Futtergerste

In der zurückliegenden Saison 2020/21 lagen die Erzeugerpreise für Futtergerste nach der Ernte 2020 bei eher schwachen Werten um 13,50 €/dt. Im Verlauf des Jahres machte sich die Knappheit im Getreidemarkt bei Futtergerste besonders deutlich bemerkbar. Die Erzeugerpreise kletterten bis im Frühjahr 2021 auf Werte von rund 20,- €/dt im Süden. Futtergerste war knapp und kaum noch zu bekommen. Mit Blick auf die neue Ernte 2021 beruhigte sich der Markt etwas. Zu Erntebeginn 2021 wurden für Futtergerste Erzeugerpreisen um 16,- €/dt aufgerufen. Während die Wintergerstenernte in Deutschland mit 8,91 Mio.t leicht besser ausfiel als im Vorjahr (Vj. 8,78) fehlen auf EU-Ebene mit 52,4 Mio.t gegenüber 2020 rund 2,2 Mio.t Gerste (Vj. 54,6). Auch weltweit fällt die Gerstenernte mit 152,6 Mio.t um knapp 8 Mio.t deutlich schwächer aus als im Vorjahr (Vj. 160,4). Unter dem Eindruck einer insgesamt eher knappen Getreideversorgung weltweit und gegenüber dem Vorjahr außerordentlich hoher Weizen- und Maisnotierungen an den Börsen zogen die Erzeugerpreise für Wintergerste in Deutschland nach der Ernte kräftig an. Zwischenzeitlich werden Erzeugerpreise um 18,- €/dt im Markt genannt.
30.10.2021

Futterweizen

Ähnlich wie Futtergerste konnten die Futterweizenpreise in der abgelaufenen Saison 2020/21 gegenüber ex-Ernte (14,50 €/dt) rund 5 bis 6,- €/dt deutlich zulegen auf Werte um 20,50 €/dt im 2.Quartal 2021. Die Erwartungen an die neue Ernte 2021 hatten auch hier einen Preiseinbruch vor Erntebeginn verursacht. Zu Beginn der Ernte wurden für Futterweizen Preise um 17,- €/dt im Süden aufgerufen. Doch schnell wurde klar, dass die Weizenernte deutlich schwächer ausfallen würde als gehofft. In Summe wurden 2021 trotz größerer Anbaufläche (2,948 Mio.ha; +3,9% zum Vorjahr) mit 21,62 Mio.t rund 2,5% weniger Weizen gedroschen (Vj. 22,17). Der Ertrag war mit 73,3 dt/ha um 9,4% geringer ausgefallen als 2020 (78,2). Auf europäischer Ebene geht die EU-Kommission Ende September mit 139 Mio.t zwar von einer im Vergleich zu den Vorjahren guten Weizenernte aus. Aber weltweit zeichnete das USDA in seiner Septemberschätzung ein eher pessimistisches Bild. Einer Welt-Weizenernte von 780 Mio.t soll ein Verbrauch von 787 Mio.t gegenüberstehen. Damit würden die Welt-Weizenendbestände auf einen Wert von 283 Mio.t fallen. Die weltweit zunehmend schwächere Einschätzung der Weizenernte in den zurückliegenden Monaten führte zu einem Höhenflug der Kurse an den wichtigsten Warenterminbörsen CBoT (Chicago Board of Trade) und Euronext (vormals MATIF) in Paris. Insofern verwundert es nicht, dass bereits in Verlauf der Ernte die Preise für Futterweizen wieder deutlich zulegten. Zuletzt wurden in KW 38 im Markt Erzeugerpreise von 20,- €/dt im Süden genannt.
30.10.2021

Sojaextraktionsschrot

Die Sojabilanz der Vorjahressaison 2020/21 fiel am Ende nur knapp negativ aus, was sich in einem lediglich geringfügigen Rückgang der Endbestände um 0,8 Mio.t auf 95,1 Mio.t auswirkte. Im Juli schätzte das USDA (US-amerikanisches Agrarministerium) den Rückgang noch auf rund 5 Mio.t. Ursächlich dafür zeichnete eine deutlich nach unten korrigierte Verbrauchsschätzung von 365,1 Mio.t. Im Juli war man noch von 368,9 Mio.t ausgegangen. In Verbindung mit der Knappheit bei praktisch allen Agrarrohstoffen (Getreide und Ölsaaten) waren die Sojabohnenkurse im Frühjahr 2021 an der CBoT (Chicago Board of Trade; USA) auf Spitzenwerte über 1.600 US-Cent/Bushel angestiegen. Mit der Veröffentlichung der ersten Schätzungen des USDA für das Wirtschaftsjahr 2021/22 beruhigte sich der Sojamarkt etwas. Die Maizahlen erwarteten eine Ernte von 385,5 Mio.t in der Saison 2021/22 bei einem Verbrauch von 380,8 Mio.t. Bislang hat sich diese Einschätzung weitgehend gehalten, im September nannte das USDA eine Sojaproduktion von 384,4 Mio.t und ein Verbrauch von 378,4 Mio.t. Derzeit geht man davon aus, dass die Sojabilanz 2021/22 knapp überschüssig ausfallen und die Bestände auf 98,9 Mio.t steigen könnten. In Folge haben sich die Sojabohnenkurse beruhigt, derzeit pendeln sie in der Tendenz seitwärts auf einem Niveau um 1.300 US-Cent/Bushel. Angesichts der katastrophal schwachen Produktionszahlen im Rapssektor, bedingt v.a. durch eine ausgeprägte Trockenheit in Kanada, erfahren die Sojabohnenkurse derzeit allerdings Stützung. In Folge halten sich auch die Sojaschrotpreise auf einem Niveau, das zuletzt in der Saison 2012/13 zu beobachten war. Für 43/44 er Schrot (Normtyp) wurde im September 44,- €/dt genannt, das sind rund 1,50 €/dt mehr als im Juli. 48er HP-Schrot liegt bei 46,50 €/dt (Juli 2021: 45,50). Der Preis für GVO-freien 48er-Schrot befindet sich weiter in schwindelerregender Höhe und notiert bei 76 €/t (Juli 2021: 73,00).
30.10.2021

Futtergerste aktuell

Futtergetreide aktuell

Futterweizen aktuell

Alleinfuttermittel für Mastschweine

Futtermittelpreise für Schweine

Sojaextraktionsschrot aktuell

Milchleistungsfutter

Milchaustauscher für Aufzuchtkälber

Futtermittelpreise für Rinder

CBOT Sojanotierung

CBOT Sojanotierung in $

Preisvergleich Sojaschrote

 

Informationen  zum Datenschutz und zum Einsatz von Cookies auf dieser  Seite finden Sie in unserer Datenschutzerklärung