EU Getreidebilanzen

EU Flagge

Stand: EU-Kommission (26. August 2021) 

Die EU-Kommission korrigiert die Erwartungen an die Getreide-Ernte 2021 (EU27; Getreidewirtschaftsjahr 2021/22) in ihrer sechsten Schätzung Ende August 2021 wieder nach unten. In Summe wurde die Getreideernte gegenüber der Schätzung im Juli um minus 1,6 Mio. t auf 290,5 Mio. t abwärts korrigiert. Die Kommission erwartet mit 135,1 Mio. t um 0,2 Mio. t weniger Weizen. V.a. die Erwartung bei Mais wurden um 1,8 Mio.t auf 71,0 Mio.t zurückgenommen. Gerste (+ 0,3) soll es mit 52,9 Mio.t etwas mehr geben. Vor dem Hintergrund der deutlich schwächeren Einschätzung der Welt-Getreideernte in der Augustschätzung des USDA (US-amerikanisches Agrarministerium) waren die Kurse an den Warenterminbörden, sowohl in den USA als auch in Europa geradezu explodiert. Die Euronext in Paris (ehem. MATIF) verzeichnete für den Liefermonat SEP21 kurzfristig eine Spitze weit über 270 €/t. Zwischenzeitlich beruhigen sich die Gemüter etwas, Weizen notiert in Paris aber auch für spätere Termine noch um 240 €/t. Angesicht der eher unterdurchschnittlichen Ernteergebnisse in Deutschland überrascht die Einschätzung der EU-Kommission im Bereich Weizen. Denn in Deutschland wurde definitiv weniger Weizen gedroschen als noch vor der Ernte gehofft. Auch aus Frankreich kommen eher zurückhaltende Zahlen. Insofern bleibt abzuwarten, ob die EU-Prognose Ende September die aktuellen Zahlen bestätigen kann. 

 Download: Getreidebilanz EU-27 (Power Point, ca. 600 kB)

© Werner Schmid, LEL Schwäbisch Gmünd

 

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