EU Getreidebilanzen

EU Flagge

Stand: EU-Kommission (30. September 2021) 

Die EU-Kommission korrigiert die Erwartungen an die Getreide-Ernte 2021 (EU27; Getreidewirtschaftsjahr 2021/22) in ihrer siebten Schätzung Ende September 2021 leicht nach oben. In Summe wurde die Getreideernte gegenüber der Schätzung im August um plus 1,7 Mio. t auf 292,2 Mio. t angehoben. Die Kommission erwartet mit 139,0 Mio. t um 3,9 Mio. t mehr Weizen. Hingegen wurden die Erwartung bei Mais nochmals um 2,2 Mio.t auf 68,8 Mio.t zurückgenommen. Auch Gerste (- 0,5) soll es mit 52,4 Mio.t etwas weniger geben. Vor dem Hintergrund einer defizitären Welt-Weizenernte in der Septemberschätzung des USDA (US-amerikanisches Agrarministerium) befinden sich die Kurse an den Warenterminbörsen weiter im Höhenflug, sowohl in den USA als auch in Europa. Die Euronext in Paris (ehem. MATIF) verzeichnete für den Liefermonat NOV21 zuletzt Werte knapp unter 260 €/t. Beflügelt werden die Kursphantasien auch durch eine lebhafte Getreidenachfrage aus China.  Angesicht der eher unterdurchschnittlichen Ernteergebnisse in Deutschland überrascht die optimistische Einschätzung der EU-Kommission v.a. im Bereich Weizen. Denn in Deutschland wurde definitiv weniger Weizen gedroschen als noch vor der Ernte gehofft. Frankreich scheint jedoch etwas besser gedroschen zu haben. Abzuwarten bleibt, ob die prognostizierte Körnermaisernte tatsächlich so gut ausfällt wie vorhergesagt und damit in der Lage ist die Gemüter im Markt etwas zu beruhigen. 

 Download: Getreidebilanz EU-27 (Power Point, ca. 600 kB)

© Werner Schmid, LEL Schwäbisch Gmünd

 

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