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Stand: USDA-Datenbank (10. Juli 2020)

In seiner dritten Schätzung für das kommende Getreidewirtschaftsjahr 2020/21 am 10. Juli korrigierte das USDA (US-amerikanisches Agrarministerium) die Weltgetreidebilanz um rund 30 Mio.t massiv nach unten. Dennoch soll mit einer Getreideerzeugung von 2.228 Mio.t weiterhin die größte Ernte aller Zeiten eingefahren werden. Selbst die bisher größte Ernte mit 2.175 Mio.t in 2016/17 liegt noch immer über 50 Mio.t unterhalb der aktuellen Schätzung für 2020/21. Hintergrund für die große Ernte ist die Erwartung, dass die Anbauflächen bei Weizen (+3,9 Mio.ha) und bei Mais (+3,6 Mio.ha) gegenüber dem Vorjahr erheblich ausgeweitet wurden. V.a. in Australien wird von einer Flächenausdehnung bei Getreide um 3,1 Mio.ha auf 17,4 Mio.ha ausgegangen, davon ein Plus von 2,8 Mio.ha bei Weizen. In Summe wurde die Welt-Getreidefläche gegenüber dem Vorjahr um 8,3 Mio.ha auf 557,6 Mio.ha ausgeweitet. Trotz der deutlichen Abwärtskorrektur der Getreideernte durch das USDA im Juli zeigen sich sowohl die Weltgetreide-Gesamtbilanz (+22,5 Mio.t) als auch die Einzelbilanzen für Weizen (+17,7 Mio.t), Mais (+3,1 Mio.t) und Gerste (+0,6 Mio.t) überschüssig. An den weltweiten Börsen war nach Veröffentlichung der USDA-Zahlen eine leichte Befestigung der Kurse spürbar. Ob sich dieser Trend jedoch angesichts der weiter sehr soliden Einschätzung halten kann werden die kommenden Wochen zeigen. Risiken durch die Corona-Pandemie als auch in Europa durch Faktoren wie die Afrikanische Schweinepest scheinen derzeit noch nicht eingepreist zu sein.
In der Grafik ist die Entwicklung der ersten drei Einschätzungen des USDA für die Welt-Getreidebilanz 2020/21 dargestellt. Trotz deutlicher Abwärtskorrektur bleibt die Bilanz 2020/21 dennoch überschüssig.

© Werner Schmid, LEL Schwäbisch Gmünd

Download: USDA Analyse (Power point, ca. 6 MB)

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