USDA Datenanalyse

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Stand: USDA-Datenbank (11. Juni 2021)

In seiner zweiten Schätzung im Juni 2021 bestätigt das USDA (US-amerikanisches Agrarministerium) seinen optimistischen Blick auf die neue Ernte 2021/22. Die Getreidebilanz (ohne Reis) der kommenden Saison 2021/22 wurde gegenüber dem Vormonat nochmals um 6 Mio. t nach oben korrigiert und weist eine Erzeugung von 2.291 Mio.t aus, so viel wie nie zuvor. 2020/21 brachte lediglich 2.210 Mio.t. Auch die Ölsaatenbilanz wird auf eine Erzeugungsmenge von 633 Mio.t geschätzt, im noch aktuellen Jahr 2020/21 sind es gerade mal 601 Mio.t. Aufgrund der aktuell hohen Preise scheint man davon auszugehen, dass die Anbauflächen der 6 großen Kulturen (Weizen, Mais, Gerste, Soja, Raps und Sonnenblume) um rund 1,5 % bzw. 9,7 Mio. ha auf 671 Mio.ha zulegen könnten. Das würde in Verbindung mit etwas besseren Erträgen als in 2020/21 der Erzeugung den nötigen Schub geben. Flächenausdehnungen werden v.a. in Südamerika (+5,2 Mio.ha; dv. 2,9 in Brasilien), in Nordamerika (+2,7 Mio.ha; dv. 2,4 in den USA) und in geringerem Umfang in der Schwarzmeerregion (+1,0 Mio.ha), sowie der EU-27 (+0,5 Mio.ha) gesehen. Der Verbrauch soll sowohl bei Getreide als auch bei den Ölsaaten etwas hinter der Erzeugung liegen, so dass in beiden Fällen leicht positive Bilanzen 2021/22 stehen könnten. Fraglich bleibt, ob sich das Jahr auch so positiv entwickelt, wie es die ersten Schätzungen zunächst zeichnen. Die Importe Chinas, die zu Beginn der Saison 2020/21 deutlich unterschätzt wurden, sind in den neuen Bilanzen bereits „eingepreist“. Chinas Getreideimport soll auf knapp 57 Mio.t wachsen, der Import an Ölsaaten soll auf gut 107 Mio.t zulegen. Allerdings ist trotz der optimistischen Zahlen bisher nur vorsichtige Entspannung im Markt spürbar. 

© Werner Schmid, LEL Schwäbisch Gmünd

Download: USDA Analyse (Power point, ca. 6 MB)

 

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