USDA Datenanalyse

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Stand: USDA-Datenbank (12. Oktober 2021)

In seiner sechsten Schätzung am 12. Oktober 2021 gibt es nach den Zahlen des USDA (US-amerikanisches Agrarministerium) gegenüber dem Vormonat bei der Getreideernte 2021 nur geringfügige Änderungen. Die Sojaernte wird jedoch etwas optimistischer als im Vormonat gesehen.
Die Weizenbilanz, die im Juli noch mit 792,4 Mio.t als überschüssig eingeschätzt worden war, wurde im Oktober erneut abwärts korrigiert und liegt aktuell nur noch bei 775,9 Mio.t. Der Verbrauch wird hingegen bei 785,5 Mio.t gesehen, wodurch die Weizenendbestände deutlich auf 277,2 Mio.t fallen. Wichtigster Auslöser war die trockenheitsbedingt schwache Ernte in Kanada, die nochmals um 2 Mio.t zurückgenommen wurde. Aber auch die Weizenernten in der Ukraine, Russland und den USA wurden erneut leicht zurückgenommen. Damit sind Weizenbestände jenseits der 300 Mio.t-Grenze zunächst einmal Geschichte. Die Maisbilanz, die in den vergangenen 4 Jahren nacheinander deutlich im Defizit lag soll es in 2021/22 Jahr richten. Einer Ernte von 1.198,2 Mio.t steht ein Verbrauch von 1.168,4 Mio. t gegenüber, Die Bestände sollen nach den aktuellen Zahlen auf 301,7 Mio.t wachsen. Gute Ernten in Argentinien, den USA und China, aber auch in der Ukraine und der EU-27 sollen dafür verantwortlich zeichnen.
Für die Sojaernte zeichnet das USDA in den Oktoberzahlen ein optimistischeres Bild. Die Ernte in den USA wurde um 2 Mio.t auf 121 Mio.t nach oben korrigiert. Insgesamt werden weltweit 385,1 Mio.t Sojabohnen erwartet. Bei einem leicht abwärts korrigierten Verbrauch von 377,3 Mio.t ergäbe sich ein Bestandsaufbau zum 30.06.2022 auf 104,6 Mio.t. Damit würde zum dritten Mal die 100 Mio.t Grenze geknackt. Die Rapsernte hingegen musste erneut um 0,8 Mio.t nach unten korrigiert werden. Die im Juli bei 74 Mio.t als ausgeglichen eingeschätzte Rapsbilanz weist inzwischen nur noch eine Produktion von 67,4 Mio. auf. Allerdings wurde auch der Verbrauch auf 69,3 Mio.t abwärts korrigiert. Die hohen Preise machen sich im Handel bemerkbar. Auch hier sind die Wetterverhältnisse in Kanada, dem größten Rapserzeuger und -exporteur der Welt, maßgebend. Hitze und Trockenheit lassen die Einschätzung der Ernte dort von 20 Mio.t auf nur noch 13 Mio.t (Septemberschätzung: 14 Mio.t) erneut schrumpfen. Fazit ist die Erwartung einer negativen Welt-Rapsbilanz mit nur noch knappen Endbeständen bei 4,1 Mio.t.


© Werner Schmid, LEL Schwäbisch Gmünd

Download: USDA Analyse (Power point, ca. 6 MB)

 

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