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Schlachtschweine

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Der Markt für Schlachtschweine wird durch der Wegfall der Kapazitäten in Rheda-Wiedenbrück und zunehmende Überstände an schlachtreifen Schweinen belastet. Hinzu kommen Sperren für China für die großen deutschen Schlachter. Der Handel mit Schweinefleisch gestaltet sich aktuell ruhig, in den ersten Bundesländern beginnen die Ferien. In den EU-Staaten herrscht ein Nord-Südgefälle, während im Norden der EU die Preise deutlich nachgeben ziehen sie im Süden an.

Vereinigungspreis

Der Vereinigungspreis für Schlachtschweine für den Zeitraum vom 02.07 bis 08.07.2020 beträgt 1,60 (-0,06) €/Indexpunkt bzw. €/kg SG.

Schweinepreis aktuell

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Marktlage Schweine

Während die Mastschweineerlöse Anfang März noch die Marke von 2 € überschritten, sind sie im Laufe der Coronakrise um über 40 ct/kg SG eingebrochen.
Aus fast allen europäischen Ländern wurde über Wochen von einer ruhigen Nachfrage und Überhängen an Schlachtschweinen berichtet. Neben dem stockenden Fleischabsatz bereiteten dabei wegfallende Schlachttage und die reduzierten Aktivitäten der Schlachtunternehmen Probleme.
Ursachen waren einerseits die Schließung von Hotels, Restaurants und Kantinen mit dem dadurch entstandenen Angebotsstau. Der Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland hat zwar die Absätze von Fleisch deutlich gesteigert, der fehlende Außer-Haus-Verzehr belastete den Markt allerdings stark. Die Absage von vielen Festivitäten lässt manchen Grillrost kalt, auch das heimische Grillen verschafft trotz gutem Wetter zu geringe Nachfrageimpulse, da es durch Kontaktbeschränkungen ebenfalls eingeschränkt wurde. Besonders betroffen ist Sauenfleisch, das vor allem in die Verarbeitung geht. Hier sind die Preise deutschlandweit von 1,75 €/kg SG auf inzwischen 1,03 €/kg SG eingebrochen. Das Aussetzen der Preisempfehlung der VEZG für Schlachtsauen bis 3. Juni hat den Einbruch nicht aufhalten können.
Die zweite Ursache sind die zusammengebrochenen Exporte. Dies gilt für Exporte in die EU-Nachbarstaaten, wie z.B. nach Italien, die durch den dortigen massiven Lock-Down ausgesetzt und erschwert wurden. Auch der Drittland-Export bot in den letzten Wochen für den Markt keine Impulse, da die Notierungen auch bei den Konkurrenten auf dem Weltmarkt USA, Canada und Brasilien durch Corona massiv eingebrochen sind. Der Schweinepreis in den USA lag zeitweise bei 82 ct/kg SG. Durch die Konkurrenz aus den USA wurden die Erlöse der europäischen Exporteure in Richtung China zeitweise halbiert. Die chinesischen Importeure haben trotz der Corona-Krise die Schweinefleischeinfuhren im ersten Quartal 2020 gegenüber der Vorjahresperiode nahezu verdoppelt. Für Schweinefleisch haben sie rund das Vierfache des Betrages ausgegeben, der im Vorjahreszeitraum 2019 gezahlt worden war.
Mitte Mai haben sich die US-Preise wegen Corona-bedingter Schließungen von Schlachthöfen wieder erholt. Es gab Schätzungen, die von mehr als 10.000 mit dem Corona-Virus infizierten Mitarbeitern in der US-Amerikanischen Fleischindustrie ausgegangen sind. In den USA und auch in Kanada wurde Fleisch dadurch knapp. Gleichzeitig wurden Schweine in den USA wegen mangelnder Schlachtmöglichkeiten notgetötet.
In einigen deutschen Schlachthöfen führten positive Corona-Nachweise bei Mitarbeitern ebenfalls zur Schließung von Betrieben. Vertragsschweine mussten z.T. an andere Standorte umgeleitet werden, z.T. wurden die Gewichtsgrenzen bei der Abrechnung erhöht.
In Deutschland liegen die Schlachtzahlen zwar derzeit nicht hoch, die europaweiten Probleme im Handel mit Schlachtschweinen haben allerdings auch mit diesen niedrigen deutschen Schlachtzahlen Bestand.
Zuletzt hat die Wiedereröffnung der Gastronomie in Deutschland für Impulse im Schweinefleischhandel gesorgt. Die Absätze haben sich dadurch deutlich belebt. Der Vereinigungspreis der Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch wurde um 6 ct/kg SG heraufgesetzt und nun konstant bei 1,66€/ kg SG.
Im Südwesten wurde in KW 21 für Schweine der Klasse S-P 1,69 €/kg SG ausgezahlt. Bio-Schlachtschweine aller Handelsklassen erlösten im März in Deutschland 3,66 €/kg SG (+5 ct/kg gg. Vj.).
Unabhängig von den Corona-bedingen Entwicklungen ist die ASP in Polen weiter aktiv. Im März wurde der erste Fall von ASP in einem Hausschweinebestand in Westpolen bekannt. Es handelte sich dabei um einen Ferkelerzeuger mit 23.000 Schweinen, 65 km vor der deutschen Grenze. Ein weiterer Ausbruch in einer Mastschweineanlage wurde zwei Wochen später bekannt. 

29.05.2020

Schweinepreis 10 Jahre
Schweinepreis 3 Jahre

AGRARMÄRKTE 2019

Kapitel 9 Schweine und Ferkel

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1,33 1,23 1,40 1,42 1,49 1,35 1,56 1,42 1,41 1,53 1,72 1,72 1,58 1,42 1,52 1,67 1,48 1,78

Wirtschaftsjahr

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1,26 1,27 1,45 1,45 1,41 1,43 1,54 1,40 1,46 1,61 1,74 1,69 1,49 1,40 1,69 1,56 1,55 1,90

Preise in Baden-Württemberg nach der 1. FIGDV in €/kg SG, frei Schlachstätte, ohne MwSt.

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