Service-Navigation

Suchfunktion

Stand: EU-Kommission (25. Juni 2020)

Die EU-Kommission korrigierte die voraussichtliche Getreide-Erntemenge im Sommer 2020 (EU27; Getreidewirtschaftsjahr 2020/21) in ihrer dritten Schätzung erneut deutlich nach unten. War im April die Getreideernte in der EU noch auf 289,6 Mio.t geschätzt worden sollen es nach den Junizahlen nur noch 284,3 Mio.t werden. Eine besonders deutliche Abwärtskorrektur wurde bei Weizen vorgenommen. Hier wird nur noch eine Ernte von 124,5 Mio.t (Weizen einschl. Hartweizen) erwartet. Damit wurde die Weizenernte gegenüber der ersten Schätzung im April um rund 9 Mio.t nach unten korrigiert. Grund für die Korrektur war die anhaltende Frühjahrstrockenheit in weiten Teilen Europas. Aufgrund dieser Einschätzung der EU-Kommission konnten sich die Weizenkurse an der MATIF in Paris noch weitgehend halten. Dies trotz der Einschätzung, dass die Welt-Weizenbilanz überschüssig eingeschätzt wird. Zwischenzeitlich hat sich die Situation in Bezug auf Trockenheit in vielen Ländern der EU entspannt. Insofern bleibt abzuwarten, ob die eher pessimistische Einschätzung der Kommission sich bewahrheitet. Sollte dies nicht der Fall sein scheint es eher unwahrscheinlich, dass die aktuellen Kurse und Preise auch bis nach der Ernte halten.

© Werner Schmid, LEL Schwäbisch Gmünd

Fußleiste