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Stand: USDA-Datenbank (12. Mai 2020)

In seiner ersten Schätzung für das kommende Getreidewirtschaftsjahr 2020/21 am 12. Mai prognostizierte das USDA (US-amerikanisches Agrarministerium) eine erneut überschüssige Weltgetreidebilanz. Mit einer Getreideerzeugung von 2.250 Mio.t soll eine weitere Spitzenernte eingefahren werden. So viel Getreide wurde weltweit noch nie geerntet. Grund für die größere Ernte ist die Annahme, dass die Weizenfläche um knapp 4 Mio.ha auf 216,5 Mio.ha, und die Maisfläche um knapp 6 Mio.ha auf 192 Mio.ha ausgedehnt wurde bzw. werden soll. Diese Flächenausdehnung von rund 2,5% soll die Erntemenge um 3 bis 4% steigen lassen. Ertragsstark ins Gewicht fällt dabei die Ausdehnung der Körnermaisfläche in den USA um rund 10% auf insgesamt gut 36 Mio.ha. Den Welt-Getreideverbrauch schätzt das USDA im Jahr 2020/21 auf rund 2.196 Mio.t. Treffen diese Zahlen zu, so würden die Endbestände zum 30.06.2021 auf ein bislang unbekanntes Niveau von knapp 684 Mio.t wachsen. Angesichts dieser Zahlen ist davon auszugehen, dass die Getreidekurse in Richtung der Ernte 2020 auf der Nordhalbkugel nachgeben werden. Erste Anzeichen für diesen Trend waren an den Warenterminbörsen bereits in den vergangenen Tagen zu spüren.
In der Grafik ist die Entwicklung der Getreideerzeugung für 2020/21 sowie der vergangenen 10 Jahre weltweit und für die TOP 10 - Länder dargestellt.

© Werner Schmid, LEL Schwäbisch Gmünd

Download: USDA Analyse (Power point, ca. 6 MB)

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